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Tisastvustik
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First Indian Edition: 1992
CMOTILAL BANARSIDASS PUBLISHERS PVT. LTD.
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ISBN: 81-208-0976-9
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NARENDRA PRAKASH JAIN FOR MOTILAL BANARSIDASS PUBLISHERS
PVT. LTD., BUNGALOW ROAD, JAWAHAR NAGAR, DELHI 110 007
Vorrede. In der Sammlung von Alterthümern und Handschriften aus Turfan, die das Russische Komité zur Erforschung Mittel- und Ostasiens im vorigen Jahre vom russischen Konsul in Urumtschi Herrn Krotkov erworben hat, befindet sich ein ziemlich vollständig erhaltenes, mit uigurischer Schrift geschriebenes Buch (Mus. As. Kr. VII). Es besteht aus Blättern von starkem, gelbem Papier von 14,8 Ctm. Länge und 13 Ctm. Breite, die an der einen Schmalseite an einen Zeugstreifen festgenäht waren, der ursprünglich gewiss in einen festen Buchdeckel geklebt war. Als der Deckel durch längeren Gebrauch schadhaft geworden war und viele Blätter sich losgelöst hatten, wurden die einzelnen Blätter zum zweiten Male mit ganz feinen Stichen festgenäht. Dieser Zeugstreifen ist noch jetzt vorhanden, vom Deckel aber hat sich keine Spur erhalten. An dem Zeugrücken hängen jetzt 11 stark beschädigte und 32 fast ganz erhaltene Blätter. Die gut erhaltenen Blätter zeigen an dem Kopfe der Rückseite die Zahlen 18-27 und 30-51. Die vor den beschädigten Blättern und hinter ihnen vorhandenen Blattreste beweisen, dass Blatt 1-4, Blatt 16 und 17 fehlen, zwischen den ganzen Blättern fehlen hingegen Blatt 28 und 29 und am Ende des Buches noch ein bis zwei Blätter des im Ganzen gewiss 53-54 Blätter zählenden Buches. Die Schriftzeilen laufen parallel mit den Längseiten der Blätter, sind 12,2 Ctm. lang und zeigen freie Zwischenräume I II von 1,3 Ctm., in denen sich an manchen Stellen Glossen in Brāhmi-Schrift finden. Die Zeilen der Vorderseiten beginnen am inneren Rande des Buches. Die Vorderseite hat keine Zahlbezeichnung, diese befindet sich am äusseren Rande der Rückseite, wo auch die Zeilen der Rückseite beginnen. Diese Anordnung der Zeilen, wie auch die perpendikulare Stellung der Brāhmi-Glossen beweisen, dass die Zeilen von oben nach unten gelesen wurden und zwar so, dass der Leser den Buchrücken nach aussen hielt und die Seiten von sich aus nach vorn umwendete. Die Schrift ist mit schwarzer Tusche und mit einer Rohrfeder mit breiter Spitze geschrieben und zwar auch von oben nach unten, doch gewiss so, dass der Schreiber das Blatt oben etwas nach rechts gewendet vor sich liegen hatte; daher kommt es, dass die Zacken der Buchstaben nicht horizontal, sondern ein wenig mit den Spitzen nach oben gewendet sind. Die Brāhmi- Glossen sind erst nach der Vollendung der Seite, und zwar mit derselben Tusche, aber mit einer anderen, spitz geschnittenen Rohrfeder geschrieben. Mit rother Farbe sind nur das Wort tog, der Text der angeführten Dhāraṇī und einzelne Reihen von Eigennamen geschrieben. Die zu den roth geschriebenen Wörtern gehörenden Brāhmi-Glossen sind schwarz, Die uigurische Schrift unserer Handschrift ist in einem festen, gleichmässigen, guten Bücherduktus geschrieben, wie ihn die meisten buddhistischen Schriften bieten. Irgend welche Hindeutungen auf die Zeit der Abschrift des Buches zu machen, wage ich nicht, da dieser Bücherduktus sich gewiss im Laufe von 4-5 Jahrhunderten in keiner Weise geändert hat. Dies beweist mir ein anderes Fragment, das prachtvoll in diesem Duktus geschrieben ist, und zwar auf einem Papier, das sicherlich aus einer Zeit nicht vor dem XV. Jahrhundert stammt. Der einzige Hinweis auf die Zeit der Benutzung des Buches geben schmale Papierstreifen, auf denen sich mit arabischen Lettern geschriebene türkische Worttheile befinden, mit denen III beschädigte Stellen am Rande der Blätter beklebt worden sind, diese Verbesserungen des Einbandes stammen gewiss aus einer Zeit nach dem XI. Jahrhunderte. Dabei ist zu bemerken, dass auf einigen dieser eingeklebten Streifen Brāhmi-Glossen, die verklebt waren, von Neuem geschrieben sind, dass also den Lesern des Buches zu dieser Zeit noch die Brāhmi-Schrift bekannt war. Das Buch führt den Titel домалат Тішаствустіk *) Cytyp mit der Glosse: Dicasvāstik und ist eine selbstständige, ausführliche Bearbeitung der bekannten Legende vom Zusammentreffen Buddha's mit den beiden Kaufleuten Trapuşa und Bhallika. Näher auf diesen Gegenstand wird Herr Baron A. von Staël-Holstein eingehen. Ich gebe in der Folge den uigurischen Text der Blätter 18—27 und 30-51 mit Transscription und wortgetreuer Übersetzung, die fragmentarischen Blätter 5-15 aber in einem Anhange nur im Texte. Da es unmöglich ist eine zusammenhängende Übersetzung dieser Fragmente zu geben, will ich hier kurz den Inhalt dieser Blätter angeben, so weit dies die abgerissenen Sätze der Fragmente ermöglichen. Blatt 5. Buddha sitzt unter einer Weide way und redet zu den Kaufleuten. Blatt 6. Er spricht von den verschiedenen Wesen: den Göttern, den Yakşa, den Drachen u. s. w. und verspricht den Kaufleuten den Dakşiņā-Segen famille A und das Dicasvāstik- Sūtra zu verkünden. Blatt 7. Von der Bedeutung dieses Sūtra. Blatt 8. Die Vortheile, die das Sūtra gewährt, sind: 1) Ruhe und Gesundheit, 2) Schutz vor Schaden und Beeinträchtigungen, 3) Hülfe gegen Krankheiten, 4) Erfolg bei Arbeiten und Unter- *) In der Transscription des Textes und der Übersetzung habe ich dieses Wort fälschlich TimuactByWTik umschrieben, ich bitte dies zu korrigiren.
IV . nehmungen, 5) Förderung ohne Schaden, 6) Erfüllung aller Wünsche, 7) 8) Gewährung von Freude, 9) Verleihung eines guten Namens für die Ewigkeit. Blatt 9. Erwähnung der Çri (Ulipikiui), der Göttin des Glückes und des Chormuzda, des Königs der Götter. Blatt 10b. Hier beginnt der Dakşiņā-Segen der Ostseite (ауы армашоо - у кўп тоkcykынтын јыңak oder емы Реал оңтүн jыңak). Blatt 11. Aufzählung der Sterne der östlichen Himmelsrichtung pautpi M(a)kapag (Dhịtarāşıra mahärāja). Blatt 12 a. Eine Dhāraņi, die den Schutz der Gesammtheit der Kumbhānda veranlasst. Blatt 12b. Wird ein berühmter Platz genannt, wo Tengridäm die Menschen schützen soll. Blatt 13. Die acht Himmelstöchter der Ostseite. Blatt 14. Die vier Feldherrn der Yaksa der Ostseite. Blatt 15. Einleitung zur grossen Dhāraņi. Blatt 16 und 17. Müssen den Schluss des Dakşiņā - Segens der Ostseite und den Anfang des Dakşiņā-Segens der Südseite enthalten haben *). *) Ich will noch erwähnen, dass auf Seite 7 b, 8 die Wörterbuka dengan парымы iсi тарыһы stehen, also findet sich auch hier das so auffallende Wort i, welches nach Müller (Uigurica von F. W. K. Müller, Abh, d. K. P. A. d. W., Berlin 1908) Pflanzen bedeutel und als Synonym von bikau (Baum) und rapbik (Acker) verwendet wird. Ich habe in meiner Übersetzung des von Herrn von Lecoq veröffentlichten Fragmentes (Bulletin 1908, pag. 853–856) fälschlich i in äb geändert, da mir das Wort i ganz unbekannt war, und es Gebäude (?)» übersetzt; das darauf folgende aber nicht deswegen nicht erkannt, weil ich es mit semitischen Buchstaben umschrieben habe (die arabische Umschreibung üesti ist doch auch eine semitische und stimmt mit der syrischen oder hebräischen 1978) vollständig überein), sondern weil ich dieses persische Wort nur in der Form napsân ülejli kannte (vergl. Wrtb. III, 651), V Was die Sprache des hier veröffentlichten Sūtra betrifft, so kann sie nur insofern uigurisch genannt werden, als sie mit dem uigurischen Alphabete geschrieben ist. Es ist eine Litteratursprache, die gewiss nördlich und südlich vom Thianschan gleichzeitig mit der alten nordtürkischen Schriftsprache sich entwickelt hatte und von den Türken, die verschiedener Mundarten sich bedienten, als gemeinsame Schriftsprache verwendet wurde. Eingeführt wurde das syrische Alphabet offenbar durch die Manichäer und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Einführung des uigurischen Alphabetes durch Vermittlung des sogdischen Alphabetes vor sich gegangen ist, wie Herr Müller mir persönlich angedeutet hat. Die Einführung bei den Uiguren muss aber sehr früh geschehen sein, da alle mir bekannten Bücher-Texte, die in verschiedenen Gegenden verfasst sind, eine auf das genaueste durchgearbeitete, gleichmässige Orthographie zeigen. Ich halte mich daher in meinen Transscriptionen genau an die Orthographie der Originale, ä umschreibe ich durch k, durch k, durch c und III, durch ç. Die Vokale umschreibe ich, da durch drei Schriftzeichen 9 Vokale bezeichnet sind, nach den Erfahrungen, die was im Uigurischen unbedingt durch bätte umschrieben werden müssen. Es ist mir also ebenso ergangen, wie dem türkischen Umschreiber, der das ihm bekannte Wort in semitischem Gewande nicht erkannte, und deshalb die syrischen Buchstaben durch uigurische umschrieb. Ich bitte also in der Übersetzung folgende Änderungen vorzunehmen: 1) auf Z. 4 der Vorderseite statt Gebäude (?)» lies «der Narun (oder Narua) genannte Baum, Z. 6 statt «in diesem Hause (?)» lies «auf diesem Baume), 2. 7 statt adas Dach (?), die Terrasse (?), lies adas Laubo, 2. 10 (die herabgestürzt waren), ist zu streichen, auf der Rückseite 2. 1 statt dieses Hauses (?), lies adieses Baumes». Der Zusammenhang des Textes wird durch diese Änderung in keiner Weise beeinflusst. Dass die Verwechslung der Buchstaben i und B in der uigurischen Schriftsprache nicht selten ist, zeigt sich bei der Wiedergabe von Sanskritwörtern in dem uns vorliegenden Texte an vielen Stellen.
VI ich aus den von mir untersuchten zahlreichen Mundarten für die Geschichte des türkischen Vokalismus gewonnen habe, meine Wiedergabe ist nicht konventionell, sondern stützt sich auf Thatsachen. Wo mir Zweifel aufstossen, werde ich das angeben, hier will ich nur erwähnen, dass ich in der Stammsilbe durch e wiedergebe, wenn es dem å, e der heutigen Norddialekte entspricht. Wenn der im Anlaute durch . bezeichnete Vokal unbedingt a zu lesen ist, bezeichne ich ihn durch ą. Die Anwendung des o in den auf die Stammsilbe folgenden Silben halte ich unbedingt für fehlerhaft. Auf die Gründe für diese Behauptung will ich hier nicht näher eingehen. Ich werde diese Frage bald besonders behandeln und werde dabei auch nachweisen, dass die Folgerungen Müller's in Bezug auf die unerwartete Vokalharmonie der Texte in Brāhmischrift (Uigurica pag. 51) auf einem Irrthum beruhen. Zum Schluss muss ich bemerken, dass mir die richtige Wiedergabe des Textes und der Übersetzung nur durch die stete Hülfe des Barons A. von Staël-Holstein möglich war. Er, mein treuer Mitarbeiter, wird die Erfahrungen, die er aus unseren gemeinschaftlichen Arbeiten gewonnen hat, in einer besonderen, hier beigefügten Untersuchung dem Leser vorlegen. St. Petersburg, im Mai 1909. W. Radloff.
VII Fehlerverzeichniss. a) in Text und Transscription. 18 а 6 інча bеѕѕеr ынча. statt: lies: 19 а 5 20 b 6-7 22 b 4 асылмаkы міяукамала арвыш муу Ҳрмакік м(а)kарач Чакалатірі 8 24 а 1 26 - 7 37 а 8 39 ь 40 b 4 6 асылмаkы Мічука Мала арызын на енмäкік макрач Чакалатібі салоту Санчajы Läą Субармі Катан-кант Ҳртіпкў Чампутівiп та ваіші авані Тішаствуштік ракташ j(a)ri Тішаствуштік (х)ар парта Тіпаствуптiк 41 ь 42 ) 7 43b 7 46 b 4 Санчaji Данк Супармі Катна-кант Ҳртіңў Чамтутівіта Ваіціравані Тішаствустік pakmac j(i)ri Тішаствустік ()+9 парча Тішаствустік 47Ь 3 48 8 5 49 a 5 49ь ! 49ь 6 50 2 7 VIII b) Übersetzung . Pag. statt: lies: 35 2. 5 kili kilipi kili kilipi kili » 6 kili . свака свака 36 2. 5v. u. свака CBaka 37 » 21 таруні свака варуні сваka kapјанваті (od, kapiнаваті) сваka 39 » 6 карјанваті свака 40 » 18 свака сваka 41 » 19 42 » 77, u. Кімаваті Сутарасан Тармалаli Атакі Кімаваті Сутрасан Трмапali Натакі 42 » 3 » » 43 » 2 6 свака cbaka 23 Kiнi, Канта euch Кініканта auch 44 » 5 45 » 8 sie ihn 24 25 Піпічку Gift Тішаствуштік Тішаствуютiк пі-пычку starkes Gift Тішаствустік Тішаствустік 57. и. 46 » 7 UIGURISCHER TEXT.
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18b. 18a. ----- مدد مدير عمله) رمکن يمنحصهم لايشحن سمومنذ تسلم عقدها کنفر سهير حلم مصر مصد(مقصد) ه محور تم مرح()د السلاحمر (لا) در مدفوع بهتر عمل مهم عمر حه(جده) معلم عصم موعدهم عهه (حلام حر رعکس) سلیشنهصد میشه وهم مروحم بعنکم وہ نفع (وهتصحر ومتشکر) تنهاسمع سس ومصيم هدر بدهد منهم وهمر مر حموشحدوده بیمکس موعد بعتكم تمکلا (قسد) عصر - " تعرضت له () تلحس مهمه وه حملامح صدر همدست شخص مقعر حس میشستمر وسلميم (Ablk Typly)k milka niliklapir okыту ja)рлыkaты: кўн ортутын jыңаk jep ylӱшiнті Апікшai arabi)k jep opyn (cryn)ki ypuakbl ajakka Taxi(ml)iknig Typkapy амрыкмыш (ар)ыk чаkсантлыкларның ўрўк ар-аты чok ја(лын)лар ёсä japabikaTabl r(a)#piran ir-TaBaphik Rop-) r ( i ) pMi(ة)canic j I10CyH, ciclapra ol (ny.nyura jhHakra) aHak( Bija ji(awa kopkblaq ajblH9 камäсўн: пӱтміш асыkлыkын j(a) aa janMakbibic.ap IO.I Cya: aiky Hy Mauriaap kyBpakbl) 8ca Ryeapilin : inqa k(a)TBl: kil(i) xilipi taة kili Ha Bari Baka : ny Tap ( a ) ubi amirMarlik cakblHMakIBlk Islupy HMak 19ь. 19 а. 4 PA е да не е Р салдау 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(شبه) در سقفسم (لا) وهما مر ۹۰ وعنصح سه رههموه بمند ciclaprd: myap jani (ar) xjjj RjCr TyTyH : ciclapHig aMpakة -jxyclaphi : kopkblHqblHBICة icik (apbik) cilir all iunyxjclap acbl- #bln jye-kyoka Taxi ciclip yeун jашаңлар: кўн ортутын јыңak тӧрт улуk jüklip оруңутлары apy plap: yokayk jaablHabik xyzlyk Танікі Танататі j(8)мä Мічука Mala IIpTaRa yayk 40kyk janblHabik ny jarlap (kaa)blH c (ap)x j(8)x(i)pui лaр ajынчыңырлар кетіп тарыһып турkару енчiн ёсäвін ріңіäp: akы парым äтт(а)вар Ҳрк тӱркӱңӱcläp a.CbI.AMakki nocya: anky qk jabIH іш кӱчӱңӯclip пӱтмäкі полсун: 2( 21h. 21a. 6 سک) فلتر محصولا مصرعهم بحسم ملفهديترشح وهر (شهر) مصر ومعقد به حکم (نص شده). وعما رکسر نحوهسز تصهلمر بحمالح ويلد معلشعله عدم فکر در بحلم * فمنهم عمر حدر شکم معمره ومصر وهم مم - وهم لاسم نهلهنهم بملاک مهم هم وهم م رقم بینکم کیف پہلے مصر ما هم فکر می स وقفز موسسه هضم مهر محد بيكسسسسسس مصر مر جهدها مصلم صمدوح وه ومتسمر وعدم مولانا محمد باد تصلشبه رحم به ملایم مسعود مصعفلم سععر قمر ميشيم مجلس وصف (in) apinlap: akbl) 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وعدم فحمد موعوهکن در لدعمنسدحهم مصنز فقر معمر دکتر سس فيلم ملتها مصارهرهم بعلم عنه تعصصر فکر مها وهم تم بعناصرهم بعلم وعفنه وعمر مر سحر وتحسس طفل عمرهم بهالاسم فهد دفتر ممه بعلم سا حصر وعدم مهم محام بحل تمر مر تصلشعرهم بمنع معتموهم بحلم هدف س مقشملهم اشعر هنر ملک مالموعد بحصقيل وعلم (لام) همسر مما معصومم بحيلد سحر حمومنز ензія äсанін ріңl&p: akы парым bik xycan#plap: IlyMi Cyny Mi arabi)knap Kari j(4)Ma Vna R ari j(8)Ma aHyaajy ok yayk gokryk janblHabik my jaxlap: R$carcjnlap ciclap -r- T ( a ) Bap apk Typxjxyclap acb1a Makة алты кырk :cyxyclapniة Hig ampak icik bl u0JCyH: anky sokyk jabIHJIBlk іш кӱчӱңyclip пўтмäкі полсун: apnik cilin au iunyny clap acblмып јус куска такi cielap усун jamaEJap: j(4)Hd or TopT yayk järläр оруңутлары алтын јыңakкоркынчыңыҫлар аjынчыңыҫлар кетіп тарыхып туркару енчiн ёсёнiн iрiң- (lap): akbl napbIM ir-r(a) aap apR TypRyugye 19 37b. 37a. معمر تمر حنه به فقصر عمر 20 کنند که دكمها حكم وعدهه عکا عمر منه یمنز شد تمشجعيهم بکس بادحتهم بقلم وه قم من مصر وهم منها م حد A A A ANNA کی حمید وعلم محترموهم بدعم مرشد وعمر مر * تحم معممرمم بعمل منهم عمر دهند عصم معكم منوعسكس مصورهم هنکن * هر سهنز جر وهم محصل بعلم وفيصل وقعها ومعبر ولیعهد ܟܟܝܬܝ ..... دواعها Rapi ja)Ma: yayk 40k jalbinabil IIy jaklap: Fjcarcjalap ciclap: :cyxyclapniة Hig aMpak icik eri Thipk kopkынчыңырлар аjынчыңырлар кетіп тарыkын турkару енчiн iсiнiн apinlap: akbl applM at-T(a)Bap apk тӱркӱңӱcläр асылмаkы полсун: anky qk jabIH in kyqynyclap lip асылмаkы полсун: улук чok јалын іш кӱчӱңyclip пўтмкі полсун: арыk cіlік аш ічкуңусlap acb1bII: jye kycra Taxi ciclap ycyn jalan.nap: Takbl jawa тӧрт järläр оруңутлары: төрт nylyHyk jblHakbik Rycary play Шараваті: Кім аваті: Панчаli Панчala- 8. 38 a. مترجم وعدت فيهم بلے ۱۰ ملته ܚܚܚ ܚܒ. ܫܩܚ ܝ ܤܬܣ حرمهم مجموعة خالصعيقلد وهمهمر مومنز فیلمصرح ويهدر حمومتر محلصومو صححمت دوعن فعلهم وعفوه وعمر حصر وعمر مقر فرعوها بحلم فهتف مفرح در یک عمر قر حنفس منسقدر حملاهتز حتم ده معلم مقصص حمام بحملاسم هنر مومن مترجم سكسم بحلام فوت شدم بملح کا مقام همسواک بین 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42). 42а, مملحمردم هم (6) суллас [+] Ресе ола есла قومكم هوسهلا بكم " مصر هم ана49 وهنا عقلمرض هم هر ное сле -Хохь роль Papa Рая дуу [+] Редь (6) ро велось عصر سههر (ه) هه АС وهفديومقلد سقفس No 9 н No С-29, а — за биохио وه هههه حمريهملا مهم هم فلهلم هلام еу в Peas C-292 РАСАН атлыk jäк урнанмыш ол: иеші мың järläр: аңар тапынурлар: yayk кўч- Тук ópӱр ол järläp: тӱняjӱplap јатурлар: ара ара Тіравінті Ман патрі Пурная атрі Аваті Ватті: Сусара jiмi Сулрчарі Трманіті: Сунітрі пу улуk jäкірнің Ҳртіпкў кўчук кўсўнукарнің iki älik улушта: Авkан улушта Чататірі (:) Сінkaпali Катракут улушта: Патрі улушта сакiсiнч jäк усун тонлук аты)k(:) Чаіті улушта Ватi jäк (:) Аватi jäк Катi j(4)мä Упакаті атлыk jükläр анчулају Варунаваті улушта арӯpl&p: Kiмпiнi jäк Рачакpkта: Віцу] улушта: Jakші 25 43). 48а. حميرهز به مفرح * — Pao Pe 26 ТЕ 4. се са с عکس и « Неп очое бла9 والنعومهد علاوه ......... ملح وعمود об وعبر قهوه моий مصر همر هر ملامت شمعش به شیوههفته on 4 میواندره . فففلام ام بملام لها فمقر للسفر وهم محمدعمرهمينهصد jäк Атавакi jалнухларның іlікі Чанаршапі Чітрічірі (8)м& Кант(а)рві Тіркасакутi j(4)мä Манталі Панчаlаканті Сумані Тіркі jäк kувраkы пipl& Тупаli Таркан атакі ата(ы)k jäк: пу järläp yayk kopkынчыклар чампутівiп та урнамышлар: олар сіclipкä oмyk ынak поясўч älік пуларның атварын тутмыш к()ркäк: ынча k(а)лты: Інтрі Сумі: Варуні: Прачапаті Паратівачі Ісані Чантані Арді Мананiкi Baiрачані Крмашірісті Кіні Канта Кантака: Патар Манір Манічарі Паранаті Упап(а) нчікі Сатакiрi Kaiмаваті: Пурнакі Кантiракувінті Купаli 44b. 44a. سحنز مملم ضمیر بعمل لحصد هر عدم فکر می بینک دختر حم بسلام همهم حملے عصر موعد بملام مشهر عر بنفسكم فهمت وعبر من عصر سینما هم هعمعورهم بحكم وعهد به هم الوحده علم وعم هر من المنتصرح بقلم صر خود Mabu معلم د م ترهرهم ب وها هم فلاحتج بعدكم وعد م * هنجره بهیل هر کیستا ۳ متر ( هفتم هدمهر طلعت بكر وعمر لا عسسست عقلهم مر حور عممه معتز مصر رحم مفتوح ما دکتر فهمفکر هلام مر مر حففففزعتكم علاقهرهم بعالم وهم مره حه مهمتر بهتر Mpak icikج yHJap : rycargalap TblHabi)kaap 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In jenem Winkel, in jener Himmelsrichtung mögen euch in keiner Weise Furcht und Schrecken kommen, ihr möget mit reichem Gewinne heimkehren. Damit ihr von der gesammten Kumbhānda Gefolgschaft behütet werdet, sei es so: «kil(i) kilipi kili habari cbaka». Durch diese Dhāraņi (18 b] geruhte er sie allerlei Wissen recitiren zu lassen, das zum Hören, Nachdenken und zur Beschaulichkeit anregt. In dem Landestheile nach der südlichen Himmelsrichtung befindet sich der obere Wohnort des Anikmai genannten Gebietes, (hier) beschützt Tengridäm die Gluth und Flammen seiner Heerschaaren, der der Schale Angehörenden (Mönche), die überall zur Ruhe gelangt sind und die reinen Gelübde halten, er, der seine Reichthümer (19 a) zeigt, er möge dieses Gebiet behüten, (wie auch) euch selbst, auf dass ihr friedlich und im Wohlsein lebet; ihr möget frei von Furcht und Schrecken in Ruhe und Gesundheit sein! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben, und indem eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke (für euch) gedeihlich sind, [19 b] möget ihr lange, bis hundert Herbste leben! In dem in der südlichen Himmelsrichtung liegenden Landeswinkel befinden sich acht Götter-Töchter: Аніміша, Муктакіші, Пунтаріка, Tіlутамі, Ікаpakma, Hartika, Cira, Kapmaa, (diese) ist die achte. Diese 3* 36 acht Götter-Töchter mögen euch acht verschiedene Vortheile gewähren! [20 a] auch mögen sie euch beschützen und bewahren, euch selbst, auf dass ihr friedlich und in Wohlseid lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden und ihr möget in Ruhe und Gesundheit leben! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben und [20 b] indem eure reinen und unbefleckten Speisen und Getränke (für euch) gedeihlich sind, möget ihr lange, bis hundert Herbste leben! In der südlichen Himmelsrichtung befinden sich vier grosse Heerführer der Yakşa, die glühend flammenden, mächtigeu Tauiki, TauaȚari, auch Miqyxanala, Ilputaka, diese glühend flammenden Yakşa haben zahlreiche Heere (21 a) und haben grosse Macht, mit den Chansgefährten, ihrer Gefolgschaft, mögen sie in jenem Winkel, jener Himmelsrichtung Wache halten! Überall auch mögen sie, diese Heerführer der Yakşa, euch selbst behüten und bewahren, auf dass ibr friedlich und im Wohlsein lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden, und überall möget ihr in Ruhe und Gesundheit [21 b] leben! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum starken Türken, möget gedeihen! eure verschiedenen wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! eure reinen und unbefleckten Speisen und Getränke mögen [euch] gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Darauf geruhte der Gott der Götter Buddha, um sie zu bewahren, [22 a] in der Sprache der in dieser Himmelsrichtung wohnenden Kumbhāņda den Kaufleuten eine Dhāraņi zu recitiren. Seine Dhāraņi ist diese, und so lautet sie: [пу] «kilaмi kiilaмi ijalaмi кунтaji маріні пурі ajiча ҳашарача пунтарікајача чајаму свака». Gemäss dieser Dharami alle verschiedenen.. ungelehrten (?) (22 b] Worte (?) geruhte er sie recitiren zu lassen. Darnach befahl der Gott der Götter Buddha gemäss der Vidyā-Dhāraṇī die Kaufleute zu behüten, er befahl die ihnen verwandten und befreundeten Leute .
37 9 zu bewachen, ihren Erwerb (?) zu bewahren und sie in Ruhe und Gesundheit zu erhalten. Hiermit endigte [23 a) der Dakşiņā- Segensspruch der südlichen Gegend. Wenn ihr in Geschäften zur westlichen Himmelsrichtung euch begebt, so mögen (euch) die in jener Himmelsrichtung kreisenden (?) Sterne euch selbst behüten und bewahren, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet. Die Sterne der westlichen Himmelsrichtung sind: Auypar, (Jyeșthā], [Mülā), Ilypsamat [23 b] ebenso YȚapwat, Kiri, Cipabah; durch ihre Namen kommt euch grosser, mächtiger Nutzen. Sie sind sieben grosse Buiruke (Befehlshaber) und zeigen in der Welt ihre Macht. Die in der westlichen Himmelsrichtung Wohnenden mögen euch behüten und bewahren! Zu allen Zeiten ist der Mächtigste unter ihnen in jener Gegend der [24 a] König der Drachen- Gesammtheit, der Bipynaxui genannte Mahārāja. Er möge euch in Allem behüten, so dass ihr zu allen Zeiten in Frieden und Gesundheit lebet. Zu euch möge in jenem Winkel, jener Himmelsrichtung in keiner Weise Furcht und Schrecken kommen, ihr möget reichen Gewinn erlangen, um von dem gesammten Drachen-Gefolge behütet zu werden, [24 b] passt solches Wort: « Bapati vapyui Baky Hajati cbaka!» Gemäss dieser Dhāraṇi geruhte er drei verschiedene Samādhi - Dhyāna zu zeigen (dies ist der Zustand, in dem man) ohne äussere Eindrücke, wunschlos und ohne Äusserungen ist. In dem Landestheile der westlichen Himmelsrichtung befindet sich der Akacri genannte Berg, der Ort, wo der Sonnen- und Mondgott übernachten. Tengridäm, [25 a] der die Schätze zeigt, möge diesen Ort behüten und bewahren und euch selbst, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden, und ihr möget in Ruhe und Gesundheit leben! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Avstrengungen [25 b] mögen Erfolg haben und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In dem Landestheile 38 nach der westlichen Himmelsrichtung sind acht Götter-Töchter, ihre Namen sind: Лакiшманті, Сірімантi, auch Јасуваті, Јашутарі, Сукрісіні, Прамутаті, Сомі, Сомавјаті; diese acht Götter- Töchter mögen euch acht verschiedene Vortheile gewähren! [26 a] Sie mögen euch behüten und bewahren, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge.schwinden und abnehmen! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen, eure verschiedenen wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen [26 b] mögen Erfolg haben, und indem eure reinen und unbefleckten Speisen (für euch) gedeihlich sind, möget ihr lange, bis hundert Herbste leben! In der westlichen Himmelsrichtung befinden sich vier Heerführer der. Yaksa, dies sind: Cixi, Yaaciki, ebenfalls Caukapa, Yakalaſini, diese glühenden und flammenden Yaksa haben zahlreiche Heere [27 a] und grosse Gewalt, mit den Chansgenossen, ihrer Gefolgschaft mögen sie in diesem Winkel und dieser Himmelsrichtung euch behüten und bewahren, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet. Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden und ihr möget überall in Ruhe und Gesundheit leben! [27b] Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Indem eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke für euch gedeihlich sind, möget ihr lange, bis hundert Herbste leben! Darauf geruhte der mit vollendetem weisen Wissen begabte Gott der Götter Buddha. .. [diese (die Sterne) sind sieben grosse Befehlshaber], [30 a] in der Welt haben sie ihre Macht gezeigt; die in der nach den Bergen hin liegenden (nördlichen) Himmelsrichtung Wohnenden mögen euch zu allen Zeiten behüten! Der Mächtigste unter ihnen in jener Gegend ist der König der Yakşa-Gesammtheit, der Baicipabahi genannte Mahārāja. Sie mögen euch in Allem behüten und 39 bewahren, auf dass ihr zu allen Zeiten Ruhe (30 b] findet. Zu euch möge in jenem Winkel jener Himmelsrichtung in keiner Weise Furcht und Schrecken kommen und ihr möget mit reichem Gewinne heimkehren! Um von dem gesammten Gefolge der Yakşa behütet zu werden, passt ein solches Wort: «kani kani kaнiнi карјанваті свака»; gemäss dieser Dharazi geruhte er die gern hörenden, in ihrem Äusseren auserwählten, mit weisem [31 a] Wissen begabten drei verschicdenen Bi-Bičku lesen zu lassen. In dem Landtheile der nördlichen Himmelsrichtung befindet sich der Kaljac genannte Berg, dies ist der Wohnsitz des Heeres der Yakşa, ein Landesplatz mit Bergvorsprüngen von bezaubernder Schönheit. (Dort) mögen sie euch behüten, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet. Eure Furcht [31 b) und cuer Schrecken möge abnehmen und schwinden und ihr möget überall in Freuden und Gesundheit sein! Ihr durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben, eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke mögen (für euch) gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In der Landabtheilung [32 a) in der nördlichen Himmelsrichtung befinden sich die acht Götter-Töchter: Caparibi, Hilaribi, latymi, Natymabaſi, zwei Dienerinnen des Fürsten Caparakipi, Cipi und ferner ebenso Ticațibi, die die achte ist. Die acht Götter - Töchter mögen euch acht verschiedene Vortheile gewähren, auch mögen sie euch (32 b] behüten und bewahren, auf dass ihr in Frieden und Wohlsein lebet. Eure Furcht und Schrecken möge abnehmen und schwinden, und ihr möget in Frieden und Gesundheit leben! Ihr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Alle eure wichtigen, glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen und unbefleckten (33 a] Speisen und Getränke mögen (für euch) stets gedeihlich sein, und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In der nördlichen Himmelsrichtung sind abermals im Ganzen vier Heerführer der Yakşa.
40 Diese sind: der Yaksa Tiнкi, der Yaksa Сурасатiрi, auch Пурнакі und Karali? Auch diese (Yaksa) sind ebenso gross, glühend und flammend und haben zahlreiche Heere und grosse Macht, [33 b] mit den Chansgefährten, ihrer Gefolgschaft, mögen sie von (diesem) Winkel dieser Himmelsrichtung aus euch behüten, auf dass ihr in Ruhe und Wohlsein lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden, und ihr möget in Frieden und Gesundheit sein! Ibr, die durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget stets gedeihen! Alle eure wichtigen und glänzenden [34 a) Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke mögen (für euch) gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Darauf geruhte der mit vollkommen weisem Wissen begabte Gott der Götter Buddha in der Sprache der in der nördlichen Himmelsrichtung befindlichen Yakșa den Kaufleuten folgende Dhāraṇī zu recitiren, so möge sie sein: (34 b] «ачіваті нічiваті ніруші машi туша саншамача срватара віраті іса іва нанту тукашја свака». Er geruhte sie zusammen mit den vier wahren Büchern lesen zu lassen, welche zum Besprechen der drei verschiedenen Krankheiten dienen, und welche dieser Dhāraṇi gemäss das Verschwinden aller verschiedenen Leiden bewirken. Darauf befahl der mit vollkommen weisem Wissen begabte (35a] Gott der Götter Buddha gemäss einer solchen Dhāraṇī in der Himmelsrichtung nach Norden die Kaufleute zu behüten und geruhte zu bewirken, dass ihre Stammverwandten und befreundeten Leute behütet und ihr Erwerb bewahret würde und dass sie in Frieden und Gesundheit sich befänden. Damit ist der Dakşiņā-Segen der Nordseite beendigt. In derselben Weise mögen sie die vier grossen [35 b] Götter Heerführer in der oberen Himmelsrichtung behüten, die Sonnen- und Mond-Gott und ebenfalls Wind-Gott und Feuer-Gott genannt werden. Diese grossen, gluth- und flammenbegabten mächtigen Götter mögen euch selbst behüten und bewahren, auf dass ihr ruhig in Wohlsein lebet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden 41 und ihr möget überall [36 a] in Frieden und Gesundheit leben! Ihr, die durch Kostbarkeiten, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen und unbefleckten Speisen und Getränke mögen für euch gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In derselben Weise behüten die vier grossen Yakşa-Heerführer die untere [36 b] Himmelsrichtung Ilymi, Cynymi ist ihr Name, auch Kaſi und Ynakaļi, ebenso mögen diese hohen, gluth- und flammenbegabten Yakşa euch behüten, auf dass ihr selbst in Ruhe und Wohlsein lebet. Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden und überall möget ihr in Frieden und Gesundheit euch befinden! Ihr, die durch Kostbarkeiten, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget [37 a) gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen und unbefleckten Speisen und Getränke mögen für euch gedeiblich sein, und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Es behüten auch vier Yakşa-Heerführer die vier Winkel (Neben)-Himmelsrichtungen: Wapabaſi, Kimabaſi, Ilahyali und auch Ilahgalakapi. [37 b] Diese Gluth und Flammen bėgabten Yaksa sollen auch euch behüten, auf dass ihr ruhig und in Wohlsein euch befindet. Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden, und stets möget ihr in Frieden und Wohlsein leben! Ihr, die durch Kostbarkeiten, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Alle eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen (38 a] mögen Erfolg haben! Eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke mögen euch gedeiblich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In allen vier (vergl. Avm.) Himmelsrichtungen (befinden sich) je sieben (d. h. im Ganzen) achtundzwanzig Sterne, ebenso in allen vier Himmelsrichtungen je acht (d. h. im Ganzen) zweiunddreissig Götter-Töchter, Çramana und Brahmanen, auch acht Götter mit ihrer Gefolgschaft [38 b] In denselben sind acht Städte und Völker, über das ihnen nahe liegende Land 42 Macht habende Krieger. In der östlichen Himmelsrichtung ist der Mahārāja Țpripaurpi, in der südlichen Himmelsrichtung der Mahārāja Bipytaki, in der westlichen Himmelsrichtung der Mahārāja Bipynakui, in der nördlichen Himmelsrichtung der Mahārāja Baiwipabani, dieses sind vier grosse Könige, die die Wächter der Welt [39 a) genannt werden, sie haben zahlreiche Heere und grosse Macht, auch sie mögen euch behüten, auf dass ihr in Ruhe und Wohlsein euch befindet. Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden und ihr möget überall in Friede und Gesundheit leben! Ihr, die durch Kostbarkeiten, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! [39 b] Alle eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen nögen Erfolg haben! Eure reinen, uubefleckten Speisen und Getränke mögen euch gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Des Kynipi, des höchsten der Götter, Sohn mit Namen Canyaji, er der Behüter der Menschen, lebt bei dem Volke Maryp. Tångridäm, zeigt (dort) seinen [40 a] Reichthum. Diese mögen euch selbst behüten, auf dass ihr ruhig und in Wohlsein euch befindet! Eure Furcht und euer Schrecken möge abnehmen und schwinden und ihr möget überall in Frieden und Gesundheit leben! Ihr, die durch Kostbarkeiten, Besitz und Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen! Eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke [40 b] mögen euch gedeihlich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Bapy i lebt in (der Stadt) Ilataliaytyp, in der Stadt Санкаш lеbt Апаразіті, in der Stadt Lahk lebt der Yakșa Yavraui; der Yakşa Tapralymi lebt in der Stadt Cytaрасан, Kalмасалатi beim Volkе Ванчі, beim Volke Супармі lеbt Апарачiтi; Cilaпaтрі lеbt beim Volkе Јанпур, beim Volke Ygajan (41 a] lebt Haraki, beim Volke Ilapany tapi lеbt Пунтарiкi; Тармапаli lеbt beim Volke Катаркут; beim Volke lagganan lebte der Yakşa Apami; Makakipaci lebt beim Volke Кашмір; beim Volke Варті lеbt der Yaksa Пантаракі;
43 der Yakşa Kari lebt beim Volke Makat; beim Volke Ygajan lеbt der Yaksa Kamili; Атакі lеbt ebenfalls beim Volkе Матур; beim Volke Чампаi lеbt Рачапатрі; [41 ) Пурнaпaтрі lеbt beim Volke Катнакант; beim Volke Сурпарак lеbt Шiрina- Tapi. Bei allen Völkern ist die Rede (?) des Hautaki folgende: «Учiнi kili vili пурушајарi cili kili свака». Gemäss dieser pharaņ geruhte er verschiedene Agiriji, allerlei Weisheitslehren zu zeigen. Auch beim Volke Kau lebt Kyrajy, auch Ilapy lebt beim Volkе Атiпур; [42 a] beim Volke Aвкан lеbt Чататірі; Сінкапаli lеbt beim Volke Катракут; beim Volkе Патрі lеbt der achte Yakşa, der der Langröckige genannt wird; beim Volke Чаiтi lеbt der Yaksa Ваті; der Yaksa Аваті, ebenso die Каті und Yoakati genannten Yaksa leben in derselben Weise beim Volke Bapyваваті; der Yaksa Kiмпiнi lеbt in Paчaкрk; beim Volke Binyl leben [42 b] die Yakși genannten Yakşa. Es sind fünf tausend Yakşa. Diese verehrt man, (denn) dies sind grosse, mächtige Yakşa. Dort übernachten sie und wohnen sie. Apa Apa Тіравінті, Манпатрі, Пурнaпaтрі, Аваті, Ваті, Cycapa, auch Супрчарі, Трманіті Сунітрі. Dieser grossen und sehr möchtigen und gewaltigen Yakşa Namen [43 a) muss man (im Gedächtnisse) behalten; so sind sie: Інтрі, Сумі, Варуні, Прачапаті, Паратівачі, Ісані, Чантані, Арпі, Манапiкi, Baiрачані, Крмашірісті, Kiнi, Канта, Кантака, Патар, Манір, Манічарі, Паранаті, Упапанчікі, Сатакiрi, Kaiмаваті, Пурнакі, Кантiракувінтi, der Yaksa Купаli [433] Атавакі, der König der Menschen, Чанаршаві, Чітрічiрi, auch Кантарві, Тіркасакутi, auch Maнтali, Панчalaканті, Сумані, Тіркi mit dem Yaksa-Gefolge, die Tynali, Тарканатакi gеnаnntеn Yaksa; diese Yaksa, die grossen Scbrecken erregen, halten sich im Yamiyribio auf; sie mögen euch stammverwandt und befreundet sein (44 a) und mögen euch selbst behüten, auf dass ihr in Ruhe und Wohlsein lebet! Ihr, die durch Reichthum mächtigen Türken, möget gedeihen, alle eure wichtigen und glänzenden Geschäfte und Anstrengungen mögen Erfolg haben! Eure reinen, unbefleckten Speisen und Getränke mögen (euch) 44 gedciblich sein und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! In Frieden und Gesundheit möget ihr leben! Unter den zweifüssigen, beseelten [44 b] Wesen und unter den vierfüssigen, beseelten Wesen möget ihr in Frieden und Gesundheit sein! Wenn ihr auf Reisen gegangen seid, möget ihr euch in Frieden und Gesundheit sein! Und wenn ihr wieder zurückgekehrt seid, möget ihr ruhig und gesund sein! Bei Nacht und bei Tage, auch zur Mittagszeit möget ihr in derselben Weise (45 a) ruhig und gesund sein! Aller Orten und in euren Häusern möge euer Frieden zunehmen! Zu allen Zeiten, in Ewigkeit möget ihr ohne Krankheit sein und um mit dem Gott der Götter Buddha zusammenzutreffen, eure reinen, unbefleckten Speisen mögen euch gedeihlich sein, und ihr möget lange, bis hundert Herbste leben! Darauf geruhte der mit ganz weisem Wissen [45 b] begabte Gott der Götter Buddha die beiden Kaufleuten, den Tapnyci und deu laliki zu rufen und ihnen Folgendes zu befehlen: Gehet ihr Kaufleute hin und seid auf allen euren Wegen in Frieden und Gesundheit! Ihr möget ohne Schaden und Beeinträchtigung sein! Als in solcher Weise der mit vollkommen weisem Wissen begabte Gott der Götter Buddha [46 a] diesen Bücher-Befehl erlassen hatte, da bewegten sich diese drei tausend grossen tausend Welten, Land und Wasser dreimal, bewegten sich heftig, bewegten sich ins Gesammt, erzitterten, erzitterten heftig, erzitterten ins Gesammt, schwankten, schwankten heftig, schwankten ins Gesammt, kehrten sich um, kehrten sich heftig um, kehrten sich ins Gesammt um; geriethen durcheinander, geriethen heftig durcheinander, geriethen [46 b] ins Gesammt durcheinander. Als darauf der mit vollkommen weisem Wissen begabte Gott der Götter diesen Bücher-Befehl erlassen hatte, da waren der König der Götter, der Gott Chormuzda, der Mahārāja Baiwipabani, der Sohn des Kauтарві, Панчасікі Макiшварi mit ihren Göttergefolge, ebenso yon den nach den zehn Seiten hin befindlichen Lokadhātu (Welten) gekommenen Götter, Drachen [47 a] Yakşa, die vielen Adler, Gandharva, Yaksa und Rākşasa, die Vaimānika-Götter, die grossen 45 mächtigen erhabenen Yakșa und Götter, so viel ihrer existiren, sie alle ins Gesammt aufs höchste erfreut und froh und im Herzen zufrieden. Darauf rief der Gott der Götter Buddha den König der Götter zu sich [47 b] und geruhte folgendermassen zu sprechen: aVernimmo König der Götter! das Lob dieses Sūtra! Wer auch immer von den beseelten Wesen den Edelstein des Tiwactbymrik genannten Sutra in den Mund nimmt, singt, auswendig lernt, liest, recitirt, im Sinne behält oder sie allen Leuten zeigt, dieser Mensch wird in den einundzwanzig unteren Welten (48 a] als Jātismara wiedergeboren werden. In keinerlei Weise können irgend welche lebenden Wesen ihn beeinträchtigen und beleidigen. Diese lebenden Wesen, ob sie Menschen sind, oder ob sie keine Menschen sind, d. h. Götter, Drachen, Yakşa, Rākşasa, Asura, Garuda, Gandharva Kimnara, Mahoraga können diese Menschen keine Einschränkung und Kränkung zufügen. [48 b] Wenn aber in solcher Weise Götter, Drachen, Yakşa, Kimnara, Asura, Garuda, Gandharva, Mahoraga denken, wünschen und suchen grade diesem Menschen Einschränkung und Beeinträchtigung bewirkende Beschädigung und Ränke zuzufügen, so werden sie (die Folgen) ihrer Beschädigung und ihrer Ränke nicht erschauen, sie werden auch nicht die schadenbringenden Ursachen finden, sie werden ihm nicht heftigen und schlimmen Schaden und Verlust zufügen können; sie werden ihm kein hitziges Fieber schicken können, (böse) Minigky-Formeln werden nicht in den Körper dieses Wesens tief hineingehen, Gift wird in keiner Weise in ihn eindringen, Feuer wird ihn nicht verbrennen, an Schnitt- und Risswunden wird er nicht sterben, an Seuchen wird er nicht umkommen und sterben, auch wird er nicht verwaist und zum Wittwer werden. (49 b] Mit Hülfe des Edelsteines dieses TiwactByutik Sūtra können sie die durch Beschädigung verdorrte Weide wieder für sich brauchbar machen. Die Japi-javiš-Vögel dieser Weide, ihre Blumen, ihre Blätter, ihr Fruchtertrag, ihre Äste und Zweige können ins Gesammt grünen und sichtbar werden. Man muss auch bedenken, dass, 46 da sie Menschen sind, sie mit Hülfe [50 a] des Edelsteines dieses Sūtra ihre eigenen Körper behüten und bewahren, wenn dabei alle ihre ausgeführten Thaten keinen Erfolg haben, wenn alle ihre Wünsche nicht erfüllt werden und wenn sie Anderes bringen (?) als die Erlangung des Vortheils der in früheren Welten (?) ausgeführten Thaten, so leset ihnen dieses, o Gott Chormuzda! Wenn sie diesen Țimactbymtik Sūtra-Edelstein genau erlernen, singen und lesen, so müssen sie sie im Sinne behalten. Nachdem sie ins Feldlager gezogen sind, wenn sie unter Diebe gerathen sind, oder auf Wasser-Gefahren gestossen sind, oder sich Schneemassen gegenüber befinden, so müssen sie unbedingt diesen Sutra - Edelstein im Sinne behalten. Ebenfalls o Kauçika! der Gott der Götter [51 a] Buddha muss diesen Bücher-Edelstein in dieser Weise erdacht und ersonnen haben. Darnach rief zu jener Zeit der mit vollkommen weisem Wissen begabte Gott der Götter Buddha den König der Götter, den Gott Chormuzda und geruhte Folgendes zu sprechen: Ihr nun, o Gott Chormuzda, seid der Mächtigste und der Gewalthaber [50 b] über die im Crpajacrpim-Götterlande befindlichen Götter, sprechet jetzt die Mantra- Dhāraṇī, welche die Geisteskraft der Menschen gedeihen macht, die ohne Fehler und Gebrechen ist, welche von schönem Äussern, mächtig und gewaltig ist und zu allen Zeiten ewige Freude verleiht. Darauf sprach der König der Götter, der Gott Chormuzda ganz in dieser Weise die Mantra-Dhāraņi.
47 Anmerkungen. 18 a 1. Der Anfang des mit dem A mes schliessenden Satzes ist uns aus pag. 24 a 2-4 ergänzt. 18 a 2. korte aus W + L, das Affix ist ķbija zu lesen, es 'tritt nach palatalen Vokalen in der Form Hy kijä auf; im AT. entspricht ihm das Affix 131, vergi. 1341 a3kulia «nur ein Wenig». In den heutigen Nord- Dialekten lautet es kbha (gbla), kitä (rinä) und ist ein Diminutiv-Affix (ganz wie in den ältesten Zeiten) das an Adjektive und Adverbien gehängt meist durch «ziemlich, in einem gewissen Maasse» wiederzugeben ist, es wird aber auch an Substantiva gehängt und bedeutet dann «nur»; jakmüxbiha «ziemlich gut», кішігінä «pur ein Mensch», біргінä «mur Einer», анчакыja mit der Negativform ist durch «nicht einmal so viel» oder «in keiner Weise» wiederzugeben. Law ist Synonym von mühari, muss von einem Verbalstamm ai oder ajbiu abgeleitet werden (vergl. Osm. ai (v) «zögern», ajblu «zur Besinnung kommen», ai (v) Jak. «die Fähigkeit zu Etwas verlieren», aixy (Mong.) «sich fürchten». Müller liest avîně. Obgleich B und i oft sehr ähnlich geschrieben werden und eine Verwechslung möglich ist, habe ich in diesem so häufig auftretenden Worte kein einziges Mal eine dem ähnliche Form auffinden können. 18 a 3. - WANG Dýruim achik heisst «der vollkommene Vortheil», nýtuim acbkubik aganz vortheilhaft»; hier muss der Instrumental als Adverbium zu Aynyt aufgefasst werden, also «euer in ganz vortheilhafter: Weise Zurückkehren möge statthaben». Die den jetzigen Türksprachen und der türkisch-mohammedanischen Litteratursprache unbekannte Wendung, den Imperativ durch das Verbalnomen auf mak+-10.cy wiederzugeben und statt jaabiąjap die Umschreibung jasma- 48 ĶEJĘBIC Toscyu «euer Rückkehren möge sein» anzuwenden, hat sich gewiss in der uigurischen Schriftsprache durch wörtliche Übersetzungen aus fremden Sprachen (indisch, tocharisch, chinesisch?) eingebürgert. A habe ich früher fälschlich mit dem Verbalstamm ajka (v) «segner» in Zusammenhang gebracht, aus den mir später vorliegenden Texten ist mir seit lange ersichtlich, dass es die Bedeutung «alle, allerlei, verschiedene» haben muss, obgleich mir die Entstehung dieses Wortes nicht klar ist. Dies finde ich nun bei Müller bestätigt, also azky Kymnantijap «die verschiedenen Kumbhāņda». 18 a 5. Linna von kylpa+k (oder kobpak) «die Versammlung, das Gefolge», von dem Verbalstamme ist mir nur das Faktitivum pavasti kybpat (kobpar) «versammelo, sammeln» aufgestossen; es ist möglich, dass kyspa (kobpa) von A kou (kyn?) AT. 17 herzuleiten ist. Dann wäre der Lautwechsel 11 || B durch den Anlaut des Affixes p veranlasst. .قصد meist in dieser Form auftretend , selten تصل .6 8 18 مشحوشحر وجمعصيتنحدر .(Miklik) Es ist Adverbium und bedeutet «wie, wie nur», es ist aus kaj+Ti gebildet kaj | kan entsprechend on || ah. Mit dem osmanischen as WL hat es absolut nichts zu thun; sullo ist Imperf. von kaj (v) «bleiben», binya kaitúı ist aus dem Sanskr. tadyathā übersetzt und dient als Einleitungsformel der Dhāraņi. 18 a 8. Hier finden sich drei Verbalnomina auf makubik AW, da diese drei Nomina auf mak (Mäk) durch das Affix ibik (lik) adjektivisch mit dem auf der nächsten Zeile folgenden de verbunden werden, so ist wörtlich zu übersetzen: «Wissen, das mit Hören, Denken und Contempliren begabt ist in Verbindung steht)». Masina übersetzt Müller in seinem Wortverzeichnisse durch «erfüllen», es ist aus ribm (v)+yp-+-yu gebildet und heisst eigentlich «sich selbst kochen, sich selbst reif machen». Hier ist eine Abweichung von den neueren Dialekten zu konstatiren. Während in der jetzigen West- und zum Theil auch in den Süd- 49 dialekten in der Faktitivform bin+ip der Ton auf der zweiten Silbe ruht, so fällt der Vokal der Stammsilbe fast aus und wird statt binip meist n’mip gesprochen, hier aber ist der Vokal des Affixes ausgefallen, also iüimpya (statt n'mipin); in das Mongolische ist mipy(v) in den Formen dimilxy und bimilşaxy übergegangen. 18 b 2. ügyenes AAA ey «die Himmelsrichtung nach der Tages-Mitte hin» (wörtlich: «von Mittag her die Himmelsrichtung»), «die südliche Himmelsrichtung». Jbiyak heisst «die Haupt-Himmelsrichtung», also «die Richtung nach Osten, Süden, Westen und Norden, nach oben und nach unten). Die Entstehung des Wortes ist mir unbekannt; Chựap bedeutete überhaupt «die Richtung» und hat sich jetzt nur noch in dem Affixe cāpbi (3āpb), cap, der Bedeutung «nach hin» dem AT. Affixe >44 Ħapy (NYųäpý) entsprechend erhalten. 18 b 4. Men in einigen Wörtern wird die Endung der stets ohne Vokal geschrieben, z. B. in atják, deb Tblinbik etc.; natürlich ist dies nur eine orthographische Regel und hat mit der Aussprache Nichts zu thun. Es ist eigentlich Pedantrie, das Affix in diesen Wörtern stets durch J(b)k zu umschreiben. dan was heisst unbedingt «der Schale zukommend, der Schale angehörend, zur Schale passend». Die Mönche sind eben Leute, die der Schale zugehören. Da das Verbum aja in der uigurischen Schriftsprache die Bedeutung averehren» hat (jetzt heisst es nur «schonen»), so entspricht ajak (von aja+k) dem kirgisischen ajay und das kirgisische ajayağ müsste auch einem alten ajakjbik entsprechen, das auch «verehrungsvoll, ehrwürdig » bedeuten könnte. Es wäre doch ein ganz unpassender Ausdruck «der Mensch gebührt (gehört) der Verehrung» statt «dem Menschen gebührt die Verehrung». In den mir vorliegenden uigurischen Dokumenten wird räkimlik «das (ihm) Zukommende» in der Bedeutung «das Kaufobjekt» angeweudet, ferner heisst es von einer silbernen Jamba (Silberbarren) Tony ajakka täkimlik, einer Jamba, «die einer pollen Schale 4 50 entspricht». Die Mongolen haben, da ihnen Täkimlik unverständlich war, den türkischen Dativ als Stamm (Nominativ) aufgefasst und daher das Wort in der Form ajaşa «der Napf, die Schale» in ihre Sprache aufgenommen. Herr A. I. Ivanoff theilt mir über die von Müller gegebene chinesische Übersetzung des ajakka räkimlik mit, dass «nöthig, es folgt, entsprechen», 尊 aehrwürdig, ehren, ein Gefäss» bedeuten und dass somit der hier angeführte Ausdruck meine Auffassung gewissermassen unterstützt. Avinas bedeutet «beständig, überall», es ist wahrscheinlich aus typy, (oder typhy+)#apy gebildet; es wird immer mit * geschrieben, so dass gewiss nach Ausfall des Vokals 5+5 zu ķ (oder kk) sich assimilirt haben. 18 b 6. regne gewiss gakcabar oder gakuapat zu lesen ist von Müller richtig mit dem mongolischen makmanat identificirt; dies bedeutet aber nach Herrn Baradin (einem gelehrten burätischen Buddhisten) nicht «Gebot», sondern «die moralischen Gelübde der Mönche». 18 b 7. MAN = AT. YNTN «hell», es tritt aber auch in der Form NTN auf. «die Mannschaft, die Schaar» tritt häufig im K. B. auf. Es bedeutet eigentlich «Männer und Pferde». Die Mongolen haben dieses Wort von den Türken in der Form pe apat aLeute, Volk» entlehnt. WA MAC «Gluth und Flammen). Es bedeutet in übertragenem Sinne gewiss «innere Gluth und inneres Feuer habend» «eifrig, heftig, muthig, wichtig, glänzend»; yok ist übrigens nicht «die Gluth», sondern «die Hitze, die von einem Feuer ausstrahlt», 90k jajbe also =«Wärme und Licht». 18 b 8. yon Tåąpi+ſäm gebildet bedeutet offenbar aein göttliches Wesen». In der von Müller veröffentlichten christlichen Legende Z. 79 steht täąpiſäm in der Bedeutung «Gott». Da Täąpiſåm hier der Zeiger der Schätze genannt wird, so kam mir die Vermuthung, dass hier Kuvera gemeint ist. Diese also = 51 Vermuthung wird vielleicht noch dadurch unterstützt, dass Kuvera, wie mir Herr Baradin mittheilt, als Beschützer der Mönche verehrt wird. Inbetreff des räąpi will ich erwähnen, dass es stets ohne Vokal der ersten Silbe geschrieben wird, und dass es in dieser Orthographie in das Mongolische übergegangen ist und daher von den Mongolen fehlerhaft tärpi gelesen wird; das AT. Mk beweist, dass jede andere Aussprache als räąpi ausgeschlossen ist. We aus äſ «Waare»; das Koib. öc «bewegliche Habe» beweist, dass in äſ der Auslaut zu der Übergangsreihe T (9) ll cll j gehört, im mong. lautet es er und ist aus dem Türkischen entlehnt, und rabap bedeutet «Waare, der Reichthum». Es ist mir fast nur in dieser Form aufgestossen, d. h. in einem Worte geschrieben und mit Ausstossung des Stammvokals a des zweiten. Wortes. Es wäre besser gewesen, in der Transscription åt-Tabap zu schreiben, wie die Formen: äti tabapú und ätik таварыk beweisen. 19 a 1. quay ebenso wie auf der vorhergehenden Zeile. LIGAW Nomina agentis von KöpKit (v) und japabiķa (v) werden durch das Affix Țaybl und Tägi gebildet, während die entsprechende Form im AT. durch Anhängung von raqbi, tågi (la, Tyl) gebildet wird. Da die Form in den buddhistischen Werken, die mir vorliegen, fast durchgehend gleichartig gebildet ist, so scheint hier ein dialektischer Unterschied zwischen dem alten Nord- und Südtürkischen vorzuliegen. 19 a 2. Ich mache hier auf die untürkische Wortfolge aufmerksam, dass das Objekt auf das Verbum e mby folgt; diese Wortfolge ist gewiss auf fremden Einfluss zurückzuführen. Man beachte, dass die jetzt nordtürkische Akkusativ-Endung ai wie im AT. nur an das Pronomen personale und die mit Pronominal-Affixen versehenen Nomina tritt. Ich glaube, die Bedeutung der vor övýæğçläpai stehenden Adjektiva en la und der nicht in attributivem Sinne zu fassen sind, sondern als Apposition, und suche dies معر مره 4* 52 ,אא durch die Übersetzung anzudeuten. In Betreff der Orthographie von schliesse ich mich der Ansicht meines Kollegen Salemann an, dass der Haken der anlautenden Vokale - a, i, as y dem semitischen 8, 1 entspricht, so dass sie als a = i= s, p, y=,, 18 stehen; Salemann schlägt vor, dies in der Umschrift durch 'a, 'i, 'y anzudeuten. Darnach würde das anlautende å hier einfach wie im AT. garnicht geschrieben und der fehlende Vokal nur durch das Elif angedeutet, müsste also im Anlaute durch '(ä) wiedergegeben werden, und ändert wäre durch '(a)mpak wiederzugeben. So richtig auch diese Auffassung ist, scheint es mir überflüssig, diese Umschreibung in der Praxis durchzuführen, da dem Schreiber gewiss längst das Verständniss für die Entstehung der Zeichen verloren gegangen war. Ich gebe also '(a) im Anlaute einfach durch a wieder, schreibe somit ampak, das Zeichen a bedeutet also Laut a, in der Schrift durch ersetzt; ampak icik «ruhig und warm». 19 a 3. A zwei Instrumental-Casus in adverbialer Bedeutung. 19 a 4. po dolig bom akbı «Kostbarkeiten, Schätze», aku = M «Spende, Tribut, Schätze»; napbım $43 ist eine ganz unverständliche Bildung, da das Bildungsaffix -M nur an Verbalstämme tritt, nap aber «das Sein» ein Nomen ist; wir haben es hier wohl mit einer Analogie-Bildung durch Anschluss an at-b]M, ölý+M zu thun. 19 a 5. teden names steht offenbar für ciç týpkläp. Limit von ac+bij gebildet heisst agedeihen», zu diesem Stamme gehört ac-+-k «Vortheil». Müller liest ambis und übersetzt nach dem Chin, «vermehren», was unmöglich ist. 19 a 6. Frey Andy im kyq wörtlich: «Geschäft und Kraft», darnach wäre AT. INI ähnlich zu übersetzen; Long von nýr «wachsen, auswachsen, vollendet werden, zu Ende gehen» heisst hier nach dem Kontexte «vollkommen werden, Erfolg haben». Weshalb Müller dieses Wort als neu aufführt, ist mir unklar, in der Form 6ýr, bir, bir tritt es heute noch in vielen 53 Dialekten in allen diesen Bedeutungen auf; nột (v) heisst nie «reifen». In den von Müller veröffentlichten T. III, T. IV, 56,15–24 ist tariy artamadin uz pütür zu übersetzen: «die Äcker mögen nicht verderben, sondern gut wachsen). 19 b 1. Awany by word die Postposition räki wird seltsamerweise überall mit dem vorhergehenden Dativ in einem Worte geschrieben. das ist jöç zu lesen, da jy und jý im Anlaute stets ohne Unterschied durch es wiedergegeben werden. Der untürkische Ausdruck jӱс кӱc jаша (7) statt jӱc jаш jaшa ist durch den Einfluss der indischen Schriftvorlagen veranlasst. 20 a 1. Cicläpkä steht der türkischen Wortfolge zuwider nach dem Verbum. In non jämä wird überall in uigurischen Schriften der Vokal der ersten Silbe ausgelassen, es wäre aber fehlerhaft, bei der Umschreibung diesen Vokal fortzulassen, da gewiss kein Türke jmä auszusprechen vermag. 20 a 4. Wo any wörtlich: «fortgehend und sich verringernd», ich übersetze «abnehmend und schwindend»; Tapbik (v) ist aus rap «eng»+bık gebildet, wie im AT. D¥ aus Tam+bik und an ans i9+ik. Müller T. III, T. 56,17 Öz ät’özining quvrayïnïng išilmäkläri tarïqär ist zu übersetzen: «das Verringern der Schaar ihrer Leute wird aufhören» (emil azerfallen », imlä «thun»). Das Faktitivum von tapúk (v) wird tapbik+ap = Tapkap gebildet und bedeutet «eng machen, verringern, vernichten, zu Ende bringen». 20b4. Aquestes kann оруаутлары japki gelesen werden, es ist ein unbekanntes Wort und entspricht dem sanskr. senāpati, also «Feldherr, Heerführer». Herkunft mir unbekannt. Der Bildung nach scheint es dem AT. 17:14 (Kb. 7,11) Dsch. CWU und AW1J19 (X. 31,11) zu entsprechen. 20b 8. may = AT. N1 «das Heer», die auf ý auslautenden Wörter werden im Auslaute oft durch doppel y se geschrieben. Wenn ich auch nicht glaube, dass dies auf ein langes y hindeutet, so werde ich doch in der Folge in der Transscription оdеr уруңут- 54 OVO stets ýý schreiben; kabih cýý äpx «durch zahlreiche Heere mächtig»; gewiss ist es richtiger zu ergänzen kasbih cýýlýk. 21 a 1. jadi ba kay kaķağam, das mehrfach appositional zu kylpak auftritt, kann ich nur verstehen, wenn ich es = ķauķa kapalı auffasse, d. h. «dem Chane Gefährte»; es muss als ein zusammengeschmolzenes Wort angesehen werden, dessen Entstehung dem Schreiber nicht mehr klar war, da 1+k in æk übergegangen ist, und da das Dativ-Affix ka mit kaſam in einem Worte geschrieben wird. 21 b 8. And so auf köçärý am Ende dieser Zeile folgt auf der nächsten Zeile Ten, da der Befehl in direkter Rede gegeben ist, so kann der Satz nicht mit dem Gerundium auf ý endigen; es ist also entweder auf der nächsten Zeile asteapta yläp oder andere Tytyðjap ausgefallen. Leider habe ich es unterlassen, die aus Versehen ausgelassenen Silben in der Transscription in Klammern hinzuzufügen. 22 b 4. Nach ein mee steht das ihm gleichwerthige es mit rother Schrift geschrieben und mit der eigentlich dem Vorhergehenden zugehörenden Brāhmīglosse versehen; dieses ny müsste eigentlich gestrichen werden. 22 a 8. Nach ajky Týplýk steht ein halbzerstörtes Wort, das mit Mut zu endigen scheint; dann folgt mannes, darauf folgt eine Lücke und das Pluralaffix nap; Tomkyrcyc ist ein bis jetzt unbekanntes Wort. Mir ist nouky(v) «auswendig lernen» (?) aufgestossen und bei Müller finde ich bošyur «lehren», auf die ganz verfehlte Ableitung dieses Wortes bei Müller werde ich gelegentlich zurückkommen. Ferner finde ich Müller T. III, T. V. 56,11 bošyutluy «gelehrt», darnach müsste momkyrcyç «ungelehrt» heissen, was hier garnicht in den Sinn zu passen scheint. Die vor und nach nomkyrcyc vorhandenen Lücken erlauben aus nicht die Bedeutung des Wortes irgendwie zu fixiren. 22 b 4. Үш арыуыш іѕt fehlerhaft und in Дааш арвыш (oder apobic) zu ändern. Dieses Wort ist aus dem Türkischen in das Mongolische übergenommen und findet sich in der Form 55 5 apoic oder aplic; nach Kowalewski bedeutet es «Gelehrsamkeit, Wissen», nach Herrn Baradin ist es eine bestimmte Beschwörungsformel, die sanscr. vidyā genannt wird. Im Tel. heisst apõbi adie Zauberei», Dschag. ¿!»! «Lüge, Betrug, List, Besprechung, Hexerei» [vergl. auch AT. INTI (K. 6,9)]. 22 b 5. Mana MATA omyk buak heisst meiner Meinung nach «Verwandte (Stammgenossen, Familie) und Freunde»; boak stelle ich mit Koib. vanjbi «Freund» (von sa: «glauben»), also hier beak und blau (v); in Betreff von omyk vergl. zlogl Dsch., jaga «Geschlecht, Familie, Stamm» (Chin.-Uig. Wrtb. 92,b). Müller's Deutung ymyk «Hoffnung» von ym (v) und biyak «Zuflucht» von in «Höhle» ist verfehlt, denn sie passt garnicht in den Zusammenhang dieser Stelle. «Die Hoffnung» heisst ymy.9, auch in dem von Müller gegebenen Texte (T. III, 84,1): umuyi üzülüp kim ärsär özümkä ara turyai mu tip umuy inay tiläjü törtdin sîngar körür «da seine Familie zerrissen ist, sagt er: wer wird für mich eintreten? um Verwandten und Freunde zu suchen, sieht er sich nach allen Seiten um» passt meine Deutuug vortrefflich. 22 b 6. A bedeutet hier «die ihm zugehörenden Leute, Verwandten, Klienten, Hörigen», wie die Kirgisen bac «Köpfe» und qau «Seelen» in diesem Sinne gebrauchen. In der hier angeführten Bedeutung tritt ät-öc im K. B. sehr häufig auf; ich hatte zuerst at-öc («Thiere und Menschen » Kirg. maj-wan) gelesen und dies als «Habe» aufgefasst. Nach der Entdeckung der Turfaner Dokumente fand ich erst die richtige Lesung ät-őc. Die buddhistischen Schriften zeigen uns jetzt, dass die Grundbedeutung «Körper» ist. Diese Bedeutung hat es nie im K. B. Die Orthographie hat hier gar keine Bedeutung. Es ist eine zufällige Gewohnheit, beide Wörter zusammen zu schreiben, ebenso wie Ad, sie werden aber als zwei getrennte Wörter aufgefasst; dies beweist nicht nur, dass in der Mitte geschriebene Elif, 56 sondern auch das ö in der zweiten Silbe das geschrieben wird, was sonst nie der Fall ist. Wäre är-öc wirklich ein Wort, so müsste nach dem Gesetze der Vokalbarmonie ärýc gelesen werden. Ein ähnliches Zusammenschreiben zweier Wörter finden wir am Ende der meisten Dokumente, wo statt se w durchgängig .geschrieben wird نحوهمي 22b 6. CANAL opyugak oder ypyhiak zu lesen; die Bedeutung ist mir noch nicht ganz klar, es scheint mir aber wahrscheinlich, dass es «Erwerb» bedeutet; rytyç (v) «halten lassen, machen dass sie behalten». 22 b 7. ашиш маселель енчкlўк санкӱӱк «Ruhe der Seele und Gesundheit des Körpers habend». Die Bildung ist offenbar enq+ký+lýk und äcäo---ký+lýk. Nun ist aber ký ein nur an Verba tretendes Affix, es muss also hier eine durch Analogie entstandene Wortbildung stattgefunden haben, denn egy und äcäs sind Nomina. 22b 8. Ne ist, wie ich später eingesehen habe, in Wynyt äpmäkik zu ändern åp-+-mäK-+-ik (Acc.). In der Handschrift ist der obere Theil des * abgesprungen und scheinbar A zu lesen, durch eine starke Lupe ist aber die Beschädigung deutlich zu erkennen und spätere Stellen beweisen die Richtigkeit der letzten Beobachtung. Auch der Zusammenhang beweist, dass hier «das Ruhig- und Gesundsein-bewirken» übersetzt werden muss. 23 a 1. Mit dieser Zeile schliesst der Segen der zweiten d. h. der südlichen Himmelsrichtung. Dieser Segen wird Malene tamkau ajķuim genannt = sanskr. dakşiņā. 23 a 2. way keſin «hinter», entspricht Dschg. WWW, Koib. Keziu, Alt. Kin statt käjia; keſia wird in uigurischen Schriftdenkmälern, so viel ich bis jetzt feststellen kann, nur zur Bezeichnung des Ortes gebraucht, zur Bezeichnung der Zeit apachu tritt aber die Form Kīt auf; ob diese Differenzierung durch mundartlichen Einfluss entstanden ist, vermag ich bis jetzt nicht festzustellen.
57 allerdings imkä nap (v) aGeschäften Dachgehen»; das hier in conditionaler Bedeutung auftretende Participium auf cap steht vor dem dazu gehörigen Pronomen cicläp, ebenso wie das Particip. praes. papyp-cicläp stehen würde, es ist also noch vicht erstarrt wie später im K. B., wo es nach Schwund des p qapca lautet, aber nicht mit dem Pron. pers. der ersten und zweiten Person verbunden wird, sondern diese Pronomina stets durch öcöm, öcÝ4, öcýmýc, öcýųýç ersetzt werden müssen. 23 a 3. this ist ein unbekanntes Verbum, es könnte HIJAHMb] oder iläumiu gelesen werden. Auffallend ist, dass es, obgleich der Form nach ein Reflexivum, dennoch den Akkusativ jbxakbık regiert. Dem Zusammenhange nach muss es «beherrschen» oder «durchkreisen» bedeuten; ob es, wenn letztere Bedeutung richtig ist, mit ainah (v) identisch ist, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls tritt es in dieser Form and nochmals in einem Fragment am Anfange des Buches (10 b 8) auf, wo bei Gelegenheit der östlichen Himmelsrichtung die Worte .sich erhalten haben مهر سمیتر در سهیم حقمصر بعلام 23 a 4. Aby Arey ich lese kýjÝ Kyçãīj; das erste Verbum ký ist mir unbekannt, ich dachte zuerst an Köi «brennen», später ist mir aber 50 a 1 die Form A my sy кӱӱ-мӑк көҫäтмäк aufgеѕtоѕѕеn, wir haben es also mit einem Synonym von kýcát (v), das ký (KÝG) lautete, zu thun; gewiss ist dieses kỹ der Stamm von köçãt (v) und Kýt (v). Im K. B. tritt köräc (v) statt kýcät (v) auf. 23 b 2. kann hier nur Instrumental von dem durchgängig Am geschriebenen Worte at «Name» sein, sonst ist der Satz ganz unverständlich. Dass diese Auffassung richtig ist, beweist 43 a 1 de maree «man muss ihre Namen (im Gedächtnisse behalten)». 23 b 3. Wegen jaag vergleiche AT. 14D>S. 23 b 4. Alle anderende pilrýpmim ist in the nälkýpuin zu ändern, im Texte ist das eine deutlich zu lesen.
58 23 b 8. NAM okyp bedeutet in den heutigen Süddialekten nur «Zufall, glücklicher Zufall, Glück». Müller übersetzt T. III T. V. 56,23 ganz unmotivirt så okypka «aus welchem Schicksal», es wird wohl hier «unter welchen Umständen zu übersetzen sein. Hier ist es nur möglich okyp als «Stelle, Gegend» aufzufassen. Denn es ist hier keines Umstandes Erwähnung gethan, auf den oj okypſa sich beziehen könnte. 24 a 1. p ist ma)kapay zu transscribiren, da deutlich auf hier * (k) folgt (vergl. sanskr. Mahāraja). 24 a 2. Mama erscheint formal als Instrum. von einem Stamm aukyk, da aber der Stamm ajky lautet, so muss es als eine anologe, sich an kamakyu (= kamak+yn), das dieselbe Bedeutung hat, anlehnende Bildung aufgefasst werden. 24 b 2-4. benda y beide Wörter sind in das Mongolische aus dem Türkischen aufgenommen, und zwar in der Form camaji nijan, sanskr. samadhi-dhyāna; sie bedeuten eine tiefe geistige Concentrirung, die sich in drei verschiedenen Richtungen äussert: 1) in dem Aufhören jedes Eindrucks von Aussen, daher wird sie damai «leer» genannt, 2) dem Fehlen jeder inneren Anregung, d. h. sie ist any worsey «wunschlos» und 3) den Mangel jedes äusseren Anzeichens der Willensthätigkeit, daher wird sie savendo «merkmallos» genannt, auf Z. 4 lies nyjyyſa. 246 7. ey «die Götter der Sonne und des Mondes»; alleres Týnä+kýlýk; Týnä (v) «übernachten», Týnäkýlýk opyh «eine Stelle, wo man stets übernachtet», also «das Nachtquartier», Da Sonne und Mond stets im Westen untergehen, so ist in dieser Richtung der Ort, wo der Sonnengott und der Mondgott übernachten, 24b 8. Mas ist besser är-rabap zu transscribiren, da beide Worte doch nicht vollkommen zu einem Worte verschmolzen sind. 25 a 8. Offenbar steht hier im kỹqyufcläp acbiabın fehlerhaft, es sind aus Versehen die Worte пўтмäкі полсун арык сіlік аш iqkýðýçläp ausgelassen (vergl. 21 b Z. 3-5).
59 26 b 4-5. POMAVA Panaso vergl. 263 4 төрт улуk jäsláр оруңутлары. Weshalb hier тӧртäкў «alle vier» statt röpr steht, ist inir nicht klar. 26 b 8. мае дар калын сўЎlўк «zahlreiche Heere habend». Gewiss ist auch auf 20 b 8 Aby nicht in cýj-äpk, sondern auch in cöğ-lýk zu ergänzen. 27 a 7. Man beachte, dass bald wody, Ahny, bald day geschrieben wird. 27 b 8. Hier fehlen zwei Blätter 28 und 29, sie enthalten das Ende des Dakşiņā-Segens der Westseite, d. h. die entsprechende Dhāraṇī, die in der Sprache der Kumbhāņda der Westseite gesprochen wird, und der Anfang der Aufzählung der Schutzgeister der Nordseite, der sieben Sterne. 30 a 1. Vor den Anfang dieser Zeile müssen auf 29 b 8 die Worte nyjap jeri yżyk nyipykjap jip (vergl. 23 b 3) gestanden haben. Diese Wörter habe ich iu der Übersetzung eingefügt. ways po ma rakȚbiu jbiąaķība «in der Richtung nach den Bergen zu», in der nördlichen Himmelsrichtung. «Die Himmelsrichtung nach den Bergen hin =Norden» ist in allen türkisch - buddhistischen Schriften im Gebrauch. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass dieser Ausdruck in einer Gegend entstanden ist, die im Süden des Thianschan gelegen ist. Da diese Bezeichnung in Indien unbekannt ist, so ist sie vielleicht bei den Türken des nördlichen Tarimbeckens entstanden. Die Orchon- Türken kennen den Ausdruck nicht. Bei ihnen heisst «nach Norden» 43419 oder TD489 (gewiss anach links»), durch >>4> : Nh «nach Mitternacht» erklärt (Ka 2,16), während «nach Süden » Nierra («nach rechts») durch >YJNY4>: IN «nach Mittag» erklärt wird (Ka 2,11). Es ist also falsch, das von Müller aufgeführte Maytag birgörü «zu einer Stelle» NTETTX zu identificiren; nipräpý und nepräpý sind also zwei ganz verschiedene Wörter, wenn sie auch uigurisch gleich geschrieben werden; das eine ist von nip «eins», das andere von riep «gebeu» nepý «hier her» abzuleiten. 1 60 30 a 5. MAMA ist ebenso, wie in 23 b 8 als Ortsbestimmung aufzufassen. 30 a 6. A ist ebenfalls richtiger m(a)kapay' zu umschreiben. 30 b 1. nyhets are ca oj nyjyą jbiyak steht hier statt des Lokativs oj nynyųğa jbiyakļa vielleicht aus Nachlässigkeit des Abschreibers, denn 24 a 3 steht an der entsprechenden Stelle пулуңта јыңаќта. 30 b 7-31 a 2. Auf die mit rother Schrift auf Zeile 6 und 7 angeführte Dhāraṇī folgt ein dem 24 b 2–4 entsprechender Zusatz, der auch mit den Worten okыту јарлыкаты schlіеѕѕt; dem auf 24 a 4 angeführten camaſi tja, entspricht hier auf 31 a 1 ein mir unverständliches Ango, das dem Zusammenhange nach auch eine Gebetformel bezeichnen muss. Sie wird auch Das «dreiverschiedenartig» bezeichnet und zwar entsprechen diesen drei Eigenschaften drei verschiedene Adjektiva: 1) A «hörenswerth», 2) LAVA JA Jys w aderen Äusseres auserwählt ist», 3) de deteng amit weisem Wissen versehen». Über die Bedeutung von ni nbieky vermag ich keine bestimmte Äusserung zu machen. Das Wort kommt in unserem Texte noch einmal vor 49 a 3, wo die Beschädigungen aufgeführt werden, die durch Lesen des Dicastvāstik Sūtra abgewendet werden: 1) sie vermögen ihnen kein hitziges Fieber zu senden, 2) in den Körpern dieser Wesen kann oi nbi9ky nicht gehörig (aphitbl) eintreten, 3) Gift kann nicht eindringen. Es könnte somit im zweiten Falle ni Obleky eine Beschwörungsformel sein, die einem Wesen Schaden zufügt. 31 a 4. Se eine auffallende Orthographie für <ihr Heer». Es finden sich an mehreren Stellen unserer Handschrift nicht nur j im Auslaute, sondern auch im Inlaute durch As wiedergegeben, obgleich ich nicht weiss, ob dadurch ein langes y bezeichnet wird, so gebe ich es in der Transscription durch ý ý wieder. 31 a 5. Na my eyes äcpiuký eigentlich «sich 61 موعدا berauschend», hier offenbar=aentzückend»; köpklä scheint fast als Adjektivum zu stehen und müsste dann durch <schön» übersetzt werden, da sonst aber «schön» durch - wiedergegeben wird und mir das Adjektiva bildende lä vollkommen unbekannt ist, so möchte ich äcpihký Köpk-lå «mit entzückender Schönheit» oder «entzückend durch die Schönheit» wiedergegeben. Müller fasst nicht nur köpklä als Adjektivum auf, sondern erklärt auch any aus Köp(V)+T+lä entstanden. Mir ist eine ähnliche Bildung vollkommen neu. Es wäre wünschenswerth die Gründe kennen zu lernen, die Müller zu dieser Annahme veranlasst haben. 32 a 3. yg «des Beg Dienerinnen alle beide» muss unbedingt auf die beiden darauf folgenden zwei Namen der Göttertöchter bezogen werden. 32 a 6. Eine sehr auffallende Wortstellung die Wörter Ticaтівi пiplä сäкісіня, еs puss unbedingt statt cäкiсiнч Tiсатові niplä «zusammen mit der Achten d. h. Dhiçadevī» stehen. 34 a 8. Ny äpyp und nocynı kaltul, diese beiden fast identischen Ausdrücke haben den Zweck, das Nachfolgende als Dhārani zu bezcichnen. 34 b 5. Am polas ýçlýugý aus ýcýl+H«das Zerrissenwerden», «das Vernichtet werden der Schmerzen». 34 b 6. ONA S «das Lesenlassen bei den Krankheiten», «das Besprechen der Krankheiten» also «die vier wahren Bücher zum Lesen bei den drei verschiedenen Krankheiten, welches die Vernichtung aller Schmerzen bewirkt». 35 b 1. Nach der Aufzählung der vier Haupthimmelsrichtungen Osten, Süden, Westen und Norden werden noch zwei Himmelsrichtungen, die obere und untere, genannt. Hier die ARMAN. Die Schützer derselben sollen vier king pemara ya «Götter-Heerführer» sein, also nicht wie bis jetzt Yaksa - Heerführer. Wie wir auf den nächsten Zeilen sehen, sind dies «der Sonnengott, der Mondgott, der Windgott und der Feuergott». Diese Götternamen machen معتز erstere von ihnen 62 den Eindruck, als ob sie nicht in den buddhistischen Pantheon passen. 36 a 7. Werden wieder vier Yakşa-Heerführer genannt, die die fyn adie untere Himmelsrichtung» behüten. 37 a 6–7. Hier werden nochmals vier Yakşa genannt, die die vier Winkel und die vier ,مصقص ومص مر دومتر در Himmelsrichtungen behüten. Es ist unwahrscheinlich, dass hier noch einmal die vier Haupt-Weltrichtungen so allgemein wiederholt werden, nachdem dieselben vorher einzeln genau mit allen ihren Hütern beschrieben sind. Ich glaube, dass es sich hier um die vier Neben-Himmelsrichtungen NO, SO, SW und NW handelt, was mit den vorhergenannten Hauptrichtungen im Ganzen zehn ausmachen würde, vergl. 46 b 7 ortyu cująapkbi. 38 a 4-8. Hier hat sich offenbar ein Fehler eingeschlichen. Der Ausdruck wanach der nördlichen Himmelsrichtung sieben Männer (Helden)» passt durchaus nicht in den Zusammenhang, da sofort darauf way MLAA Maca folgen. Da vorher in jeder Haupt-Himmelsrichtung 7 Sterne genannt wurden, so waren 28 Sterne in allen vier Himmelsrichtungen, aber richt in der nördlichen Himmelsrichtung anzugeben. Es muss also wohl statt raktálu jbiyak pusan guess stehen und jeri åp in jätimäp geändert werden. Die Zeilen 4-5 müssten also lauten: myys حمومنز صمتكم in den vier Himmelsrichtungen» حصد مردم عصعص حمصصم بدل sind je sieben Sterne (d. h. im Ganzen) 28 Sterne». Ebenso muss در مص صصكم حر حمومنز :der folgende Satz lauten ebenso sind in den» وحملم محوج شعر مدفوع شم بمال vier Himmelsrichtungen zu acht (d. h. im Ganzen) 32 Göttertöchter». 38 a 7. When A tojbiu.Jap«die geistlichen Herren, Çramaņa» es ist im Mongolischen in derselben Bedeutung übergegangen, wo es toia lautet; auch das Jakutische kennt das Wort in der Form rojou «Herr». Man payung steht offenbar statt ipamahjap «die Brahmanen».
63 چریغ 33 b 1. We молчу кшатрікläp aus dem Indischen «Krieger». Es scheint mir, als ob das den alttürkischen Dialekten unbekannte Dsch. черік «Heer», das das alte Wort cý vollständig verdrängt hat, aus diesem indischen Worte entstanden ist. Es ist in das Mongolische als näpik übergegangen und jetzt noch den verschiedenen Türksprachen als cepir (Abak.), qäpi (Alt.), Svo (Osm.) bekannt. 39 b 4. was das Pronominalaffix beweist, dass yuykur sich auf räąpinių beziehen muss, dass also zu übersetzen ist: «des Kuvera, des höchsten der Götter, Sohn». 39 b 7. Why kýcäȚgi scheint hier fehlerhaft für my WANDA, kýsäſtägi (vergl. 38 b 8) zu stehen, und zwar veranlasst mich zu dieser Annahme der Umstand, dass es mit dem Gerundium Arey verbunden ist und dass vor ihn more money also ein Akkusativ steht. Dies beweist, dass kösärgi eine Verbalform ist, d. h. das auf ſägi gebildete Nomen agentis; KýzäȚgi könnte nur ein durch Analogie gebildetes Substantivum sein. 40 b 2. Von hier beginnt eine Aufzählung von Yakşa, die in den verschiedenen Städten und bei den verschiedenen Völkern wohnen. Bei den meisten der Ortsnamen steht die Bestimmung Ріше палыkva oder е да улушта оdеr улуста (ich ziehe yayın pach dem Vorbilde des K. B. vor, da dort unbedingt yiyu zu lesen ist). Manchmal, wie z. B. bei pe MASOGANANG, wird diese Bestimmung ausgelassen. Bei dieser Aufzählung ist zu bemerken, dass immer abwechselnd entweder der Personenname zuerst genannt wird und die Örtlichkeit folgt, oder zuerst die Örtlichkeit genannt wird und dann der Name der Person, die dort lebt. 40 b 7. Im Texte steht nach Abrams deguna bagay, hier ist die Interpīnktion unbedingt zu ändern, - nach yuyura ist zu streichen und muss nach den Namen der Yaksa Anapaziti gesetzt werden. Ich habe dies so bezeichnet, dass ich in [-] setzte und darauf (-) einführte. مولانا شميم مره سقمقصد + 64 قمصر و nach In der Transskription habe ich das falsche Interpunktionszeichen ganz fortgelassen. 41 a 1-2. Sind ebepsolche Interpunktionskorrekturen eingeführt worden. 41 a 7. In Betreff des Volksnamens My sei erwähnt, dass er auf 37 a 7 in der Form an sich findet. 41 b 2-3. Ist nicht klar, was Hautaki bedeutet und weshalb das Interpunktionszeichen steht. 41 b 4. - tekmä übersetzt Müller durch «genannt», er fasst also das Nomen verbale auf kmä als Passivum auf. Diese Auffassung scheint mir irrthümlich. Mir ist das Nomen verbale auf kjúı der alten Süddialekte und das ihm entsprechende Nomen verbale auf gma der alten Norddialekte, bis jetzt nirgends in passiver Bedeutung aufgestossen; teknä heisst «der Sagende, Nennende», aber nicht «der Genannte»; rytykma «haltend», nicht agehalten». Gantis im Dschag. heisst: «auch, alle», ebenso wie jämä, und es ist meiner Ansicht nach von sl; tek«wie)+mä gebildet, wie jemä aus je(!)+Mä. Nach Müller wäre zu übersetzen: «er zeigte ihm sechs verschiedene Apitiji genannte Weisheitslehren», nach meiner Auffassung «er zeigte ihm sechs verschiedene Apitiji, lauter Weisheitslehren». 41 b 7. Mit jämå wird die Zeile 2 unterbrochene Aufzählung der Yakşa und ihrer Wohnorte wieder aufgenommen. 42 a 1. www. kann nur Avkan (Avgan) gelesen werden. Eine Erwähnung der Afganen in so früher Zeit ist doch sehr auffallend. 42 a 3-4. Für die Übersetzung bietet der Satz von Darpi bis ar3(bı)k gar keine Schwierigkeit, wohl aber in Bezug auf den Inhalt. Weshalb wird hier ohne jede Motivirung grand Away «ein achter Yakşa» genannt, und weshalb hat dieser den türkischen Namen man som ycy: tonjyk «der Langröckige»? 42 b 7-8. Es ist unklar, ob auf die vorher aufgeführten Yakşa bezieht, oder auf die später sich وع مصر حمره لمحمد 65 نهم بهم بحلام حس > :wortlich حصر جملحسیحا وملصمتصدرهم folgenden. Wir haben hier drei Genitive, die coordinirt stehen: 1) meitenes, 2) 3) - les, es ist also zu übersetzen: «dieser grossen Yakşa, der sehr starken und výcýulýk (kýmýalyk?) (aller) dieser Namen müssen (im Gedächtnisse) gehalten werden». Das am Anfavge stehende ny spricht dafür, dass dieser Satz auf die vorhergenannten Namen zu beziehen ist. Nun folgt aber auf 43 a 2 You, was hier doch heissen muss: «dies sind die Folgenden». Was rey betrifft, so ist mir die Abstammung und die Bedeutung des Wortes y unklar, es ist mir öfters aufgestossen und steht immer als Synonym zu fry «Kraft». 44 b 3. «Bei eurem Fortgegangensein um einen Weg zu durchwandern». Das Affix biųbicjap ist Possessiv-Affis der zweiten Person pluralis. 44 b 3. - ANA jantypy ist Adverbium «zurück». Es ist ursprünglich Gerundium des Factitivs jautyp « zurückbringenv+y, hat aber seine ursprüngliche Bedeutung schon ganz verloren. Om dy hier steht das Nomen verbale kälmäk für das Participium präsentis, also gleich Kålipi- Hicrä, wörtlich «zurück heimkehrend bei eurem Kommen». 44b 7-8. Hier ist die Bedeutung von jämä-jämä deutlich zu sehen, es stimmt ganz mit dem deutschen «sowohl --- als auch » überein. Das auf das zweite jänå folgende - AMEM bezieht sich sowohl auf týhlä kýntýc, wie auch auf kỹh optyta, es ist «in gleicher Weise» zu übersetzen. 45 a 2-3. Hier wird jämä nur hinter the years with gesetzt, bezieht sich aber wie 44b 7-8 auch auf den ersten Ausdruck kan se, also «sowohl aller Orten (d. h. auf der Reise), wie auch in eurem eigenen Hause». 45 a 4. A Synonyme «zu jeder Zeit» d. h. «immer (ewig)»; Mikcic aohne Krankheit», man vergleichc damit die Orthographie «Krankheit» 346 6. 45 a 5. sind يسمس und سمتم عصح بعمل حب steht hier gleich مصمیمنز سحر 66 45 b 4. Se maq ist hier Substantivum «der Lauf, der Gang, die Reise», während mayja (v) ein von ihm abgeleitetes Zeitwort ist. Für maħja (v) tritt auch max (v) in derselben Bedeutung auf. 45 b 6. AAAD AA ata und tyta sind zwei unbekannte Wörter. Dem Zusammenhange nach müssen sie hier «Schaden» und «Beeinträchtigung» heissen. In unserem Texte tritt 48 a 8 und 48 b 4 aſa als Synonym von tbimbik «Einschränkung» auf, in diesen Fällen passt also auch die Bedeutung «Beeinträchtigung » oder «Schaden». Müller führt in seinem Wörterverzeichnisse pag. 54 ała in der Bedeutung «anderer» auf, als Beleg führt er adalaržy ämgäklärig tarqardačï an, übersetzt aber den Satz unbedingt falsch «anderen die Schmerzen beendend»; hier ist aȚajapbik unbedingt Synonym von ämråkläpik, da beide Wörter im Akkusativ stehen, es ist also wahrscheinlich zu übersetzen: «ihre Beeinträchtigungen und Schmerzen verringernd (verengend)» oder «vernichtend», also spricht dieses Beispiel für meine Deutung des Wortes aſa, auch in dem zweiten Beispiele Müller's adalarğa azīğ tuzu qilmaſ kann man ebenso gut übersetzen: «gegen Beeinträchtigungen Nutzen und Vortheil bringen». Auch in dem von Müller angeführten Beispiele pag. 15 T. III, T. V. 56,22 alqu tỉnly oylani adasïz uluy qutrulmaſ tägzünlär kann man übersetzen: «es mögen alle beseelten Jünglinge die schadenlose (gebrechenfreie) grosse Befreinng (Nirvāna) erlangen». 46 a 3. Allein aus kyp+ja (v); kyp, das eigentlich a Gürtel» bedeutet, wird im K. B. und noch heute bei den Tarantschi in der Bedeutung «Reihe, Linie» verwendet. Hier heisst kyp offenbar «Mal» und ý, kypiajy «dreimal thuend». 47 a 5. Барагауза бкрӱчӱlўк (anderer Orten ӧкрёнчӱlўк vergl. 51 b 5) ist Synonym des daranf folgenden La cabihalik «freudig, erfreut», so auch Müller in seinem Wörterverzeichnisse. La cereby the land järilmiw köąglýk wörtlich: «mit 67 erreichtem Sinne» d. b. «mit dem Sinne, der sein Ziel erreicht hat». Ich übersetze «im Herzen zufrieden», 47 b 4. SLAA ist der Name des hier veröffentlichten Sūtra, der schon einmal in den zerstörten Anfangsseiten des Buches sich findet. Eine Erklärung dieses Wortes wird Baron von Staël-Holstein geben, es ist in der Transscription unbedingt ȚiwactByCrik zu setzen. 47 b 5. Makaroni pa ist ein unbekanntes Wort. Ich glaube, es ist mit dem altaischen capulu «der Gesang» identisch; capbITkuj (v) würde also heissen «singend recitiren». Wegen wie vergl. Müller pag. 13, T. III, T. V. 56,7 bošyunmïš «gelernt habend» und pag. 56 im Wörterverzeichnisse bošyur. Ob nomky: oder nyukyu zu lesen ist, vermag ich nicht zu entscheiden, die Herkunft des Wortes ist unklar, sicher kommt es aber nicht von nam «Kopf» her. Wenn auch das à allgemein in Mittelasien nach der persischen Aussprache wie w im englischen «all» klingt. Ein solcher Übergang a-o der Stammsilbe wäre alleinstehend auf türkischem Sprachgebiete. Aus demselben Grunde ist die Wiedergabe des Ortsnamen Choğo zu verwerfen. Es wird jetzt Kapa Xoo (Kara Chodža) gesprochen, die alte Bezeichnung Acai ist Kony zu lesen. 47 b 7. Ne mens heisst bier abermals «unter seinen Leuten», denn man kann doch ein Sutra nicht «am Körper zeigen». 47 b 8. In agyalapra ist um mit zwei Strichen zur rechten Seite versehen, der fehlende Buchstabe ist noch nicht fertiggestellt, ich habe ihn deshalb im Texte einfach durch » (c) bezeichnet. Im K. B. wird aunya durch AC aqyu wiedergegeben, in der Handschrift von Kairo durch je jl; ob x oder y zu lesen ist, wage ich nicht zu entscheiden. 48 a 1. As scheint mir ein Synonym von 9ambicMapi zu sein und von ö(v)+Täyi gebildet; håų Sache». Die Einführung dieses Wortes in Negativsätzen ist durch Übersetzungen aus dem Sanskr. und dem Chinesischen veranlasst; BäĄ wurde nämlich an der Stelle, wo in den Originalen das Nedurch Kara (قاراخوجا oder) قاراخوجه 68 gativwort steht, eingeführt und dann gleichsam durch die negative Verbalform negirt. Sehr gut ist dies aus Müller pag. 12 (T. III, 84) zu ersehen, wo die im Chin. am Anfange jedes Satzes stehende durch häą wiedergegeben wird und das Negativum durch die Verbalformen äpnäç und äpmäriu bezeichnet wird. Dabei ist zu bemerken, dass dort nång auf Z. 16 nicht zu sav gehört, sondern zum folgenden Satze. Diese ganz untürkische Ausdrucksweise wurde aber in der Folge auch in Originalschriften angewendet. In der Übersetzung ist dieses väų meist nicht wiederzugeben. 48 a 2. Ludowa ist offenbar Synonym von riyakakajbı; es heisst somit «beschädigen, beunruhigen, verwirren», gebildet ist es gewis aus öp+-lä+T (v), also eigentlich heisst es aufheben. 48 a 3. in an jänä - an jämä «entweder oder» ist für mich ein neues Wort. Die Bedeutung ist aus dem Zusammenhange klar. 48 b 4. MASO «ihre Beschädigungen und Ränke, welche Einschränkung und Beeinträchtigung verursachen»; mỹh und ķaſak sind mir unbekannte Wörter, deren Bedeutung nur aus dem Zusammenhange zu ersehen ist. 49 a 3. Wegen side do vergl. Anmerkung zu 30 b 7. 49 a 6. A has ist mir ganz unverständlich; ýçýlý. wäre verständlich, wörtlich biesse es dann «zerschneidend und zerreissend». 49 a 7, el von jel «der Wind», vergl. jälnik (Tar.) «fächeln», jälóik (v) (Tel.) «sich erkälten»; da yąbiubiu öl (v) «sterben» heisst, so glaube ich, dass jelbik (v) «von Seuchen (Luftkrankheiten) angesteckt werden» bedeutet. 49 a 8. i ist mir nicht klar, vergl. kai kimi (Tel.) «ein Mensch ohne Amt». As fasse ich als Akkusativ des mit Pronominalaffix versehenen Wortes rys«Wittwe» auf, für die Richtigkeit dieser Auffassung spricht das vorhergehende Ökcợc «die Waise». تمتصدمنز يصدم تحسد 69 eine» تصامز مصمم ممهفلام لحس مصر حس 49 b 2-3. Der Satz ist nicht recht verständlich, w my «wenn sie für sich reinigen, verbessern», denn es stelt davor das Objekt im Akkusativ; trockene Weide». LA MÚIE+TBIH «durch eine Beschädigung» kann ich nur auf das nachfolgende kypyk «trocken, dürr» beziehen. Da das vorhergehende Wort, das gewiss ag zu lesen ist aber ebenfalls auch håų gelesen werden kann) passt in den Zusammenhang nicht, sollte es dem ay im dhe ay-ilki entsprechen, so müsste es hier als Adjektivum zu Müll stehen; also wörtlich müsste: «durch eine grosse Beschädigung» übersetzt werden; das vorhergehende «gestützt auf dieses Sutra-Edelstein, mit Hülfe dieses Sutra». 49 b 4. Aborde sind mir unbekannte Wörter, sie stehen attributiv zu pai, also der Janbi-jabb]lu-Vogel der Weide». 49 b 5. La ist das chin. xya «die Blume), vergl. Müller T. III 56,8—23 yua čăčäklär (hierbei sei bemerkt, dass das vor diesem Worte stehende Wort äšringü unbedingt äcpiaký zu lesen ist und «berauschend, entzückend» heisst, nicht «wohlriechend»). W was jemimi heisst «seine Früchte», aber Týu ist der dem rým (v) «abfallen, hinzukommen» entsprechende Nominalstamm, also «das Abgefallene, Hinzugekommene». Es wird in Schulddokumenten in der Bedeutung «Zuschlag, die Zugaben» gebraucht. In Sätzen wie: «ich werde es mit seinem gesetzlichen Zuschlage (Tywi niplä) (also statt einen Schlauch ÖI zwei Schlauch Öl) zurückgeben!» týui heisst also selbst nicht «seine Frucht», sondern «seinen Ertrag» d. h. «seinen Gewinn (au Früchten)» (vergl. Müller, pag. 59). 50 a 1-2. Are y Aby steht hier statt des Dativs кӱӱмакка кўсатмакка. 50 a 4. Wy yesas «durch dieses Sutra werden sie stets vorwärts gebracht» oder «gefördert». 50 a 5. LAD - «der Vortheil der Thaten, die im früheren Leben ausgeführt wurden » (vergl. Anm. 49 b 5). 50 a 6. ung ist Instrumental von bilmak «das 70 Reifen», also: «lies sie in Bezug auf das Reifen des Vortheils der Thaten ete.» 50 8 a. Ameydy keşýpý Gerundium von keąýp «erweitern » muss hier gewiss als Adverbium «ausführlich (eigentl. erweiternd), genau» übersetzt werden. 50 b 2. WAVAANA «in seinem Feldlager», optycbilta napmbimta «wenn man in den Krieg gezogen ist». 50 b 5. ADMO Kýptök «der frisch gefallene Schnee», фң кўртук утраcынта полтукта « wenu man einer vor sich bеfіndlichen Schneemauer gegenüber steht». 50 b 3. ANABOA ist ein unbekanntes Wort. Man kann es gleich orkyp+ak «anregend, erweckend» auffassen, oder wie Müller T. III 56,9—46 thut utyuraq also =yt(«siegen »)+yu+ raq auffassen, d. h. «sehr siegreich». Ersteres scheint mir wahrscheinlicher, obgleich man im ersten Falle die Orthographie juals erwarten sollte, hier ist otkypak wohl Adverbium und aunbedingt» zu übersetzen. 50 b. Myynewsdy auffallender Weise ist hier köųjl Käpmäk in einem Worte geschrieben, es bedeutet wörtlich «den Sinn ausdehnen, erweitern». 51 a 8. äpklik heisst «mächtig», da offenbar ao ein Synonym von äpklik ist, so muss hier Týpklýk in der Bedeutung «gewaltig, mächtig» stenen. Dies deutet darauf hin, dass týpk ursprünglich ein Dynastie- oder Reichsname war. Als nach Besiegung und Unterwerfung des Türkenreiches am Orchon am Ende des VIII. Jahrhunderts die Uiguren-Stämme ein neues Reich gründeten, übernahmen sie gewiss auch den Namen des zerstörten Reiches und so wurde die Vereinigung aller herrschenden türkischen Stämme den übrigen Fremdvölkern gegenüber als TÝPK bezeichnet, daher erhielt einerseits das Wort rýpk die Bedeutung «Macht, mächtig», andererseits wurde týpk die Bezeichnung aller Volksstämme, die türkische Mundarten redeten, zum Unterschied von den fremdsprachlichen Unterthanen und Nachbarvölkern. Es ist also ganz 71 verständlich, dass die Sprache dieser Volksstämme in der Folge als TypK Tblu bezeichnet wurde. Einen āhnlichen Vorgang kinnen wir beim Worte lu beobachten; tabhag bedeutete zuerst die T'ang-Dynastie, dann überhåupt die Chinesen, und EMONG «die chinesische Sprache». Zuletzt führt der Türkenfürst in Kaschgar Bugra Chan den Titel tabaq kas, obgleich er kein Chinese war, und werden im K. B. chinesische Waaren Taiyar ar genannt. 51 b 2-6. Wir haben hier drei Vordersätze, die durch Verbalnomina auf kynyķ adjektivisch zu dem auf Zeile 6 folgenden MaiTap Tap(a)HbI stehen: 1) jiopoints adie durch die Flammen und Gluth der beseelten Wesen gedeihendey, 2) Jiandices «die ohne Schaden und Beeinträchtigung seiende», 3) janei «die schönes Aussehen, Kraft und ewige Freude bewirkende» Mahşap- Tap(a)HBI. ANHANG. Der nur fragmentarisch erhaltene Anfang des Buches. Blatt 5-15. 5a. 5b. PARAGAR achon سهم حلحشم ومنه حصله شي 57 AMACHAR م نه کنسرح بملام حسس مهمتنا وعملا ७ - (0) ७ GGUR IN How . Premon How 72 ی هفته مص ولحل وه بحلم قیم 8a. 6b. . محمر قم مفر يد سنقوم بعملا به بحفله مص محصنس محمود شحم وه كنصهصضح شهر شدم بملحد هر فردا بهلا طهما فضحكم هنکست مدرن و 9ܡܣܥܬ شده مدمر بعلام ويكمل وجه سفم 7a. }). ولتر حفر فصله شخص سي حکمر وهعمكم ممدودفعهم مملنننعم هنا مصحوه بس محمد وعندن محلاحمر ململام ۱۰ عمده صنز وه حمد تصم وهم يعلم به حه مهر فرم یکم همهمه ه منم ک عدم ا عنهم وهم ههههحمه انهيد متهم در صفحهدم م 8a. 8b. وههموها وعدم کا وع حدطعمكم دهم بحلم و سلامملم نمونه بعدن مكرم وحفا بملام صدر مقایسه میکس بهرة به مقصد ووجهه تجهیز .a و 0b. ممكنحس وعمه . يمكس مها بهتر با . اعلامکم وها هست یعنی به قوه شرح تم طرحه . سهشتم شور منم بشنوند معمار بہت مصرقعه قوت بعمل تست هم نهه مقر مر وهم مخصص معلم وعدم م بعد کس زهره سر وعم همین 73 74 مصدرهم رحم بعملم لم تهتم بمعكم عضهم وصفت لمصر ها حا تحلیلتسمم 10a. 10b. عکس مدلستر هم تم بسکے وہ حیشم مصر عن مطعم لا وعلم مصر منهم قمصر اعلام کر تم حمر وصهم بعدم به هر حنز حسینم م حمصفر بحلم رعد . 1 11a. .ا11 وعند مصممعنة . وعك الصكم بينكم برمیدا بهم عفيه . ܫܸܚ حكم وعد مقسمة حد صندم مصلے بسلام وعسلے ܩܬܟ سمعنا ما حكم كيا رحم ملاکر هر علقنا بعقله لمصلح يسلم شیشه محر م بعملا تصف سصكس بلحم وهمر مر کم بینک له وهتقعد تونس تصعة 4 12a. 12b. وعملاک قم بنك وعن مد هر محه يمهد محمد همومه وعدوها ولانه انا وعنه وه هيل مصر مصلیصد بهنلتر وعردا سمعتز معیز کے عمر در عصر ها هنرعنا مگر حقیعے غمہ سلام عقله عنه هم عمر هنره متهم سلام وان تر بهل العلم همشهر حصار 13a, 13b. دادند وعن معقلا عکس هوش وعدم می کر عشقه بجنل وعه الحمر است عم عنعنع تیکه که هر وقت ہم بہکے لله تم بعلت منهم فصلهم 75
76
محم
محترم مترجم فلام
14a.
14b.
ومص سمت
سلامتکدر
عملهم بك الملام
کا دما وصلصه
مقعر قیصر مصر
تم که همه .
وعلي محطفلا علم
موحسدا وهتد
قم وصنعصره منكم وعده .
میشه
حق بهما
لم تشه
هم عن
بها
معلم
تماشدعمهم
15 a.
15b.
: صحف ميلادشحم
فت وعالسر لمس
بعمله منکر
بعمل تر هتل مهم
وه الاعلام و
وفا کر
مصلعصر بعملے
Bemerkungen zu den Brāhmīglossen des
Tišastvustik-Manuscripts (Mus. As. Kr. VII)
VON
Baron A. von Staël-Holstein.
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Wie der Name des vorliegenden Werks, TimactByCrik (Gl. Diçasvāstik), so werden auch viele andere Ausdrücke indischen Ursprungs in unserem Ms. von Brāhmiglossen begleitet, mit deren Hülfe die Identität der betreffenden Wörter meist leichter zu erkennen ist, als es die, dem Lautbestande des Altindischen so wenig entsprechende, uigurische Schrift allein ermöglichen würde ?). Selbst die Glossen geben aber die indischen Originale vielfach in einer so stark corrumpierten Form wieder, dass ihre Identificierung nur versucht werden kann, wenn man vorher eine Anzahl verwandter Texte mit dem Inhalt des uigurischen Werks verglichen hat, das uns durch die deutsche Übersetzung des Herrn Akademikers Radloff zugänglich wird. Das Timactbycrik, das sich selbst als ein Sūtra (cyryp) bezeichnet, gehört zu einer Classe buddhistisch-religiöser Werke, die in Europa weniger bekannt sind, als die Schriften philosophischen oder didactischen Inhalts. Es enthält ebenso wie das Meghasūtra 2) eine Sammlung von mystischen Formeln und Namen, die eine magische Wirkung ausüben sollen und nach bestimmten Gesichtspunkten zu einem besonderen Zweck zusammengestellt sind. 1) Die uigurische Schrift wird hier durch das, zumeist dem Bestande der russischen Buchstaben entlehnte, Alphabet repräsentiert, das der Herausgeber zu seiner Umschrift des türkischen Texts benutzt, während bei der Transscription der Glossen (mit Ausnahme des ś, das wir durch ç ersetzen) die Zeichen zur Verwendung gelangen, deren sich Sieg und Siegling bedienen, um die nordostturkestanischen Brāhmicharactere wiederzageben. Vgl. Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1908, pagg. 915–32. 2) Auszugsweise herausgegeben und übersetzt von Bendall im J. R. A. S. 1880, pagg. 286 fgg.
80 Die Beziehungen der Nāgas zum Wasser ?) sind bekannt und lassen ihre führende Rolle in einer Sammlung von Sprüchen und Namen, die Regenfall bewirken sollen, wie das Meghasūtra, verständlich erscheinen. Unser Sūtra dient zum Schutz der Reisenden - in erster Linie der reisenden Kaufleute vor allem Ungemach in fernen Ländern und ist dem entsprechend reich an Beschwörungen von Sternbildern, Beschützern der Himmelsgegenden u. s. w. Denselben Zweck verfolgt ein «Mahāyāuasūtra», dessen Übersetzung wir im Kanjur finden und das den Sanskrittitel Daçadigandhakāravidhvamsana ), oder «Bannung [der Mächte] der Finsterniss in den zehn Himmelsrichtungen» trägt, doch treten dort lauter rein buddhistische Gestalten als Beschützer der zehn Himmelsrichtungen auf), während wir es hauptsächlich mit Wesen zu thun haben, die dem Pantheon der Hindus entlehnt sind. Beide Sūtras werden aber, ebenso wie das Meghāsūtra, in orthodoxer Weise, gleich den ältesten unter diesem Namen bekannten buddhistischen Werken, durch die Beschreibung der Umstände eingeleitet, denen sie ihre Entstehung verdanken. Das Daçadigandhakāravidhyamsanasūtra führt seinen Ursprung auf die Frage eines jungen Çākya zurück, der im Begriff steht, eine Reise zu unternehmen und Buddha bittet, ihm anzugeben, wie er sich verhalten solle, um den ihm unterwegs drohenden Gefahren zu begegnen. Der Rest des Werks besteht fast ausschliesslich aus einer directen Rede Buddhas, der die gestellte Frage ausführlich beantwortet. Die Worte Buddhas, die den grössten Theil unseres Sūtra 1) Vgl. z. B. das Bild, welches die Geburt des Buddha darstellt und auf dem eine Nāgi in einer Vase himmlisches Wasser zum Bade auffängt, in Grünwedels «Mythologie des Buddhismus), pag. 16, und pag. 10 desselben Werks. Vgl. auch Legge, Fa-hien, Oxford 1886, Abbildung II. Dort ergiesst sich das Wasser aus den Rachen der Nāgas vom Himmel auf den neugeborenen Buddha. 2) Vgl. Feer uach Csoma de Körös, Annales du Musée Guimet II, 272. 3) Eine Inhaltsangabe des tibetischen Texts verdanke ich der Liebenswürdigkeit des Herrn B. B. Baradiyn.
81 bliden, sind an die Kaufleute Trapușa und Bhallika gerichtet), deren Zusammentreffen mit dem zu der vollkommenen Erleuchtung durchgedrungenen Meister in so vielen buddhistischen Werken mehr oder weniger ausführlich beschrieben wird. I. In der Nidānakathā") wird kurz berichtet, dass zwei Brüder Tapassu-Bhallukā aus dem Lande Ukkala (Ukkalā janapadā) mit einer Caravane auf der Reise nach Madhyadeça (Majjhimadesam) begriffen in die Nähe des Baums gelangen, unter dem Buddha die Seligkeit der vor Kurzem erlangten Erleuchtung geniesst. Auf das Geheiss einer freundlichen Gottheit unterbrechen die Kaufleute ihre Reise, reichen dem Wahrhaft Erleuchteten Speise und schliessen sich als die ersten Bekenner der neugegründeten Glaubenslehre an. Zum Abschied erhalten sie auf ihre Bitte Haare vom Haupt Buddhas, die sie als Reliquien nach ihrer Heimathsstadt mitnehmen und dort (attano nagare) in einem Stūpa beisetzen. II. Im Mahāvagga :) lauten die Namen, deren Träger als zwei aus Ukkala angereiste Kaufleute beschrieben werden, Tapussa und Bhallika. Von Reliquien ist im Text nicht die Rede und auch der Pālicommentar (atthakathā), soweit er bei Minajev 4) abgedruckt ist, enthält keine Angaben darüber, ob sie in einem Stūpa niedergelegt wurden. III. Nach einer späten Pāliquelle, die von Minajev5) unter 1) S. oben pag. III. 2) The Jätaka, ed. by V. Fausböll, Vol. I (London 1877), pagg. 80–81. 3) The Vinaya Pitaka, ed. by Dr. H. Oldenberg, Vol. I (London 1879), pagg. 3-4. Auch in einem aus Siam stammenden mit Cambojacharacteren geschriebenen Palimanuscript des Asiatischen Museums (Cod. Bopobbeld I, Bll. nu-úū) erscheinen die Namen in derselben Form wie im Mahāvagga. Sonst weicht die Darstellung nur wenig von derjenigen der Nidānakathā ab. 4) Буддизмъ, Изслѣдованiя и Матерiалы, И. П. Минаева, С. П. Б. 1887, Recherches sur le Bouddhisme par I. P. Minajev traduits du russe par R. H. Assier de Pompignan, Annales du Musée Guimet, Bibliothèque (l'Études, Tome IV, 160. 5) Recherches, pag. 132. crp. 165 co 82 dem Namen Mabānidāna (sampiņdita) angeführt wird, brachten die Kaufleute die Haarreliquien in einem goldenen Kasten nach Asitañjana und errichteten über ihnen am östlichen Thor (pācinadvāre) der Stadt (Asitañjananagaram) einen Stūpa ). Asitañjana kommt aber im Ghatajātaka 2) zwei Mal vor und wird dort ausdrücklich als eine Stadt im Norden (uttarāpathe Kaņsabhoge) bezeichnet. IV. Bei Upham), der aus singhalesischen Quellen schöpft, finden wir eine Version, die sich im Ganzen wenig von den schon angeführten unterscheidet. Interessant ist es aber, dass als Heimath der beiden Kaufleute, die uns hier als Tapasjuye und Ballakeje entgegentreten, «the city Puskereweti Nuwara, in the kingdom Raamanne Mandeleje» genannt wird. Zum Schluss wird erzählt, dass die Brüder ihre Reliquien in einem goldenen Kasten nach Puskereweti Nuwara brachten, «where they laid it at the east gate of the city, and built a tower over it, from which issues (sic!) blue rays at particular seasons, and, like Budhu himself, still contribute to the delight of both gods and men. This was the first tower that was erected at Anurahde-pura»4). Der Schlussatz ist um so verblüffender, als Upham auf der vorhergehenden Seite (110) in einer Anmerkung von den Namen Puskereweti Nuwara und Raamanne Mandeleje sagt: «It would be in vain to inquire where the places mentioned in these accounts are to be found. These are mysteries too great even for the priests, who generally content themselves by saying, that the places have perished in some of the destructions of the world». Es unterliegt wohl kei- 1) Minajev, der (ibid. pag. 160) denselben Passus mit den Worten: «.....et les apportèrent dans leur ville d'Asitanjana, où ils construisirent au-dessus un stūpas referiert, ist augenscheinlich der Ansicht, dass hier die Heimathsstadt der Kaufleute gemeint ist, obgleich solches aus dem publicierten Theil des Texts nicht hervorgeht. 2) IV, 79 fgg. Kamsabhoge deutet auf die Gegend von Mathurā hin. 3) The.... sacred and historical books of Ceylon, London 1833, Vol. III, 110-11. 4) Gemeint ist natürlich die Stadt Anurādhāpura in Ceylon.
83 nem Zweifel, dass die Anfügung des Schlusssatzes auf die naiven Bemühungen eines Localpatrioten zurückzuführen ist, der die Heimath der Kaufleute und den Standort des Stüpa nach Ceylon verlegen wollte, denn Puskereweti war doch, wie aus der citierten Anmerkung hervorgeht, in den Augen der singhalesischen Mönche, denen die Stadt Anurādhāpura bekannt sein musste, nicht identisch mit der heiligen Stadt ihrer Insel ). Wie konnte unter diesen Umständen der am Ostthor Puskerewetis erbaute Stüpa der erste sein, den man in Anuradhāpura errichtete? Klaproth2) ignoriert in seiner Besprechung dieser Stelle die eclatante Incongruenz und beschränkt sich darauf zu den Namen zu bemerken: «On peut déjà établir que Puskereweti nuwârâ des textes publiés par Upham doit être, en sanscrit, Puchkaravati nagara; le royaume de Raamani mandeledje est probablement Râmama'nd'ala». Die an sich nahe liegende Identification von Puskereweti mit der Stadt Puskarāvati in Gandhāra), unweit des heutigen Peshawar, lässt sich auch scheinbar durch andere Quellen, die die Heimath der Kaufleute als im Norden gelegen bezeichnen, und besonders durch das Mahāvastu stützen, in dem die Beziehungen der beiden ersten Upāsakas zu Gandhāra klar zu Tage treten (siehe unten pag. 86), muss aber aufgegeben werden, da andere Documente beweisen, dass hier ursprünglich Örtlichkeiten in Niederburma gemeint waren. Die Inschrift auf der grossen Glocke zu Rangoon 4) erwähnt nämlich im Zusammenhang mit der Erzählung von unseren Kaufleuten (Tapoktha und Pallika) das Land Paunkk’harawatí im Königreich Ráminya. In Ráminya müssen 1) Der betreffende Abschnitt im Werke Uphams trägt die Überschrift: «The Budhu Guadma's Doctrine, drawn up from a singhalese compendium, bei Modeliar Rajah Paxe». 2) Foč Kouě Ki, traduit du chinois par Abel Rémusat, revu etc. par Klaprotb et Landresse, Paris 1836, pag. 292. 3) Vgl. Foucher, Notes sur la géographie ancienne du Gandhara, Bulletin de l'École Française d'Extrême Orient I, 341 fgg. 4) Vgl. Hough, Translation of an Inscription on the Great Bell of Rangoon, Asiatic Researches XVI, 272-273. 6* 84 wir aber denselben Namen sehen, der sonst als Rāmañña[desa]") für Theile Nicderburmas bekannt ist, und den wir bei Upham als Raamanne wiederfinden. Diese Übereinstimmung erledigt wohl die Schwierigkeiten, welche sonst der Annahme entgegenstehen könnten, dass wir es in Puskereweti und Paunkk’harawatí mit zwei Schreibungen desselben Namens zu thun haben. Es steht somit ausser Zweifel, dass der vorliegende Text, in dem der Anurādhāpura betreffende Schlusssatz als eine sinnlose Interpolation zu streichen ist, die Heimath der Kaufleute nach Burma versetzt und darin mit verschiedenen anderen singhalesischen 2) und búrmanischen Quellen übereinstimmt. V. Hardys ) Übersetzung einer anderen singhalesischen Version nennt die Heimath der Kaufleute (Tapassu und Bhalluka) nicht, sondern erwähnt nur, dass sie aus dem Norden kamen und auf der Heimreise zur See einen Hafen in Ceylon anliefen, um Holz und Wasser einzunehmen. Als sie bei dieser Gelegenheit den Reliquienbehälter auf einen Felsen stellten, wuchs er dort fest und die Reisenden waren gezwungen ohne die heiligen Haare weiterzufahren. Sonst bietet dieser Bericht gegenüber den hier bereits besprochenen keine bemerkenswerthen Abweichungen. VI. Die burmanische Tradition, welche uns durch die Übersetzung Bigandets 4) zugänglich wird, stellt die Begebenheit in ähnlicher Weise dar wie I, nennt aber als Heimath von «Taroosa » und «Palekat» die Hafenstadt Oukkalaba, vou der sie nach Adzeitta (?) gesegelt waren, um darauf mit 500 gemietheten Wagen nach Mitzima (Madhyadeça) zu ziehen. Die Ruinen einer Stadt in 1) Auf diesen Namen machte mich der Herr Akademiker S. von Oldenburg aufmerksam, dem ich auch sonst für verschiedene bier berücksichtigte Ratischläge zu Dank verpflichtet bin. Über Rāmaññadesa vgl. Temple, Indian Antiquary XXII, 327. Dasselbe Land wird auch Rāmaññamandala genannt. Vgl. Taw-Sein-ko, Indian Antiquary XXII, 87. 2) Vgl. Hardy, A Manual of Buddhism, London 1853, pag. 183. 3) Manual, pagg. 182-183. 4) The life, or legend of Gaudama, the Budha of the burmese, by the Rt. Rev. P. Bigandet, Rangoon 1866, pagg. 101-103. 1 85 der Nachbarschaft Rangoons waren auch noch in den zwanziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts unter dem Namen Ukkalaba bekannt und wurden von den Burmanen mit der Heimath der frommen Brüder identificiert, denen die Errichtung der berühmten Shwe Dagon Pagode in Rangoon als Ruhestätte für die Haarreliquien zugeschrieben wird"). VII. Das Mahāvastu?) bietet eine viel ausführlichere Schilderung als die oben angeführten Werke und leitet die Erzählung mit den Worten ein: Uttarāpathe Ukkalam nāmā 'dhişthānam. Tato Ukkalāto adhiştlānāto Trapuso ca Bhalliko ca.... dakşiņāpathāto. .... tena mārgena āgacchanti"). Die beiden ^) Kaufleute 1) Vgl. Hough o. c. pag. 282, und The British Burma Gazetteer, pagg. 537 und 543. Das letztgenannte Werk nennt übrigens die Brüder: «Poo (dove) and Ta-paw (plenty), sons of the king of Ook-ka-la-ba». Es darf wohl mit Recht angenommen werden, dass die Ähnlichkeit des Namens Ook-ka-la-ba mit dem aus indischen Quellen als Heimath der Kaufleute bekannten Ukkala bei der Entstehung dieser Version eine Rolle gespielt hat. 2) Le Mabāvastu, texte sanscrit, publié par É. Senart, Tome III (Paris 1897), pagg. 303–310. 3) Während der erste der hier angeführten Sätze ausdrücklich hervorhebt, dass Ukkala im Norden liegt, könnte man aus dem zweiten entnehmen, dass es im Süden zu suchen ist. Diesen Weg hat Senart eingeschlagen, denn er sagt in seiner Inhaltsangabe (Tome III, pag. XXVIII): «Les marchands Trapusa et Bhallika venaient d'Ukkala, dans le Sud). Wenn man aber die Angaben des Lalitavistara, nach dem die Nordländer Trapuşa und Bhallika auf einer Reise aus dem Süden in den Norden begriffen waren (vgl. unten pag. 87), mit dem weiterhin zu besprechenden Passus des Mahāvastu selbst zusammenstellt und ferner die Quelle X (two merchant princes of North India) in Betracht zieht, so wird man geneigt sein, entweder das Bestehen eines Widerspruches zwischen beiden Sätzen zu leuguen, oder einen Conflict zugebend, dem ersten Satz die grössere Glaubwürdigkeit zuzusprechen. Liessen sich die Ablative im zweiten Satz, die im Original durch mehr als eine Zeile getrennt sind, nicht auch dem Sinn nach trennen und könnte man nicht Ukkalāto adhişthānāto auf den Ort der ursprünglichen Ausreise, dakşiņāpathāto aber etwa auf den Ausgangspunkt der Heimreise beziehn? So hat augenscheinlich Minajev die Stelle aufgefasst, denn er übersetzt sie, (Rech. pag. 159) wie folgt: «Dans le Nord, il est uu endroit nommé Ukkala; de cet endroit étaient Trapusha et Bhallika... ils suivaient cette route, venant du Deccan, avec cinq cents voitures). 4) Nach dem Referat R. L. Mitras nennt seine Handschrift des Mahāvastvaradāna nur einen Kaufmann mit Namen Trapushabhallika. Vgl. The Sanskrit Buddhist Litterature of Nepal by Rájendralála Mitra, Calcutta 1882, pag. 156.
86 kamen also aus Ukkala, das dem Verfasser als eine Örtlichkeit im Norden bekannt war. Es folgt nach einer Beschreibung des Zusammentreffens mit dem Erleuchteten, die sich nicht wesentlich von den Angaben der erwähnten Quellen unterscheidet, die längere Rede Buddhas, welche mit verschiedenen Ausschmückungen im TiwactByCrik wiederkehrt und weiter unten im Zusammenhang mit den übrigen Paralleltexten besprochen werden wird. Die Reliquien bestanden nach dem Mahāvastu aus Haaren und Nägeln, für die die Kaufleute zwei Stūpas errichteten, einen für die Haare an einem Ort namens Keçasthālī und einen für die Nägel in Vāluksa ). Schliesslich wird noch angegeben, dass die Kaufleute den Stein (oder die Steine), den ihnen Buddha auf wunderbare Weise zu Theil werden liess, in Çilukșa aufstellten. Wo wir diesen Ort zu suchen haben, ergiebt ein Passus, der sich drei Seiten weiter im Mahāvastu (III, 313) findet und wie folgt lautet: Trtiyam çilāpattam Bhagavatā Trapusa-Bhallikānām Çiluksanāmanigama āvāsitānām tatra ľddhiye purato utkşiptam || tehi tam çilāpattam tatraiva cetiye pratișthāpitam adyāpi Gandhārarājye adhiştbānam Çilānāmena jñāyati || Ob im letzten Satz eine Anspielung auf Takşaçilā zu sehn ist, wage ich nicht zu entscheiden, jedenfalls bietet er eine Bestätigung der oben citierten Angaben des Mahāvastu, pach denen Trapușa und Bhallika aus dem Norden kamen, denn er involviert die Identification von Çilukşa, der Heimathsstadt der Kaufleute, mit einem Ort im Königreich Gandhāra“). VIII. Im Lalitavistara 3), der sonst den Stoff in ganz ähnlicher Weise behandelt, ist von Reliquien nicht die Rede; es wird auch die Heimath der Kaufleute nicht genannt, sondern bloss angegeben, 1) R. L. Mitra (1. c.) liest Bāluka, und Minajev (Rech. pag. 161) Vāluka. 2) R. L. Mitra (o. c. pag. 157) referiert über diese Stelle mit den Worten: «The third be miraculously threw at Trapushbhallika's (sic!) dwelling in the Gándhára country». 8) Lalita Vistara, herausgegeben von S. Lefmann, erster Teil: Text, Halle a. S. 1902, pagg. 381-392. 1 87 dass sie Nordländer (uttarāpathakau) waren und sich zu der Zeit, als sie Buddha begegneten, auf einer Reise aus dem Süden nach dem Norden (dakṣiṇāpathād uttarāpatham) befanden. Im Übrigen stimmen die beiden Berichte in den meisten Punkten überein, und auch die längere Rede Buddhas“), der das Timactbyctik seinen Namen verdankt, giebt der Lalitavistara in einer Form wieder, die dem Mahāvastu gegenüber nur unwesentliche Abweichungen zeigt. IX. Das Buddhacarita kann hier bloss als eine Autorität zweiten Ranges angeführt werden, denn wir finden unsere Legende in dem Theil des Werks ?), der, wie Cowell nachgewiesen hat:), erst am Anfang des XIX. Jahrhunderts in Nepal entstanden ist. Zudem bietet der Verfasser, Amộtānanda, uns nichts als ein kurzes Résumé der Version des Mahāvastu“), das ihm zweifellos zugänglich war, da es im Jahre 1800 in Nepal 1) Die tibetische Recension des Lalitavistara enthalt an der entsprechenden Stelle eine viel kürzere Rede Buddhas, die geographischen Angaben aber decken sich mit denjenigen des Sanskritwerkes. Vgl. die Übersetzung Foucaux', Rgyatch'er-rol-pa, Tome II, Paris 1848, pagg. 356-363. 2) The Buddha-Karita edited by E. B. Cowell, Oxford (Anecdota Oxoniensia 1893. Die betreffenden Verse (XV, 60-62) lauten: Atho 'ttarotkaladecīyau Trapuşa Bhallikābhidbau | sārthavābau pamcadhuraçatair yuktau mahādhanau || 60 || pretadoşād vinirmuktau Buddhāya dadatur mudă | trimadhupāyasam tasmāl lebhatuc ca çubhāçişah 11 61 || caityārtham nakhakeçāni prāpya vyākaraṇam tatah | çilām ca prāpsyatha iti jagmatus tau tato 'nyatah || 62 | Es fällt auf, dass im Buddhacarita nicht, wie in den meisten anderen Versionen der Erzählung (vgl. z. B. die Quelle I), von dem Eingreifen der freundlichen Gottheit (resp. Gottheiten) die Rede ist, durch die Trapuşa uud Bhallika auf Buddha aufmerksam gemacht werden, und dasswan der Stelle, wo etwa deva. ghoşaviniyuktau zu erwarten wäre, die an sich befremdenden und so garnicht in den Zusammenhang passenden Worte pretadoşād vinirmuktau stehen. Vgl. Mabāvastu, Tome III, pag. 303, Zeile 16: te devatā.. ... ghoşam udirayensuh. 3) Preface, pagg. VI fgg. 4) Trapusa und Bhallika treten auch im Buddhacarita (XV, 76) noch ein Mal an der Stelle auf, wo, ganz wie im Mabāvastu, das weitere Schicksal des von Buddha den Kaufleuten versprochenen Steins beschrieben wird.
88 abgeschrieben wurde ?), und dem er das Material für seine Erzählung von Trapușa und Bhallika entnommen haben muss, wenn ihm nicht ein ganz ähnlicher Bericht über diese Episode in einem anderen, uns unbekannten Werk vorgelegen hat. Wenn man die Bezeichnung der Kaufleute als uttarotkaladecīyau von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet und sie mit der bereits oben angeführten Stelle des Mahāvastu (Uttarāpathe Ukkalam nāmā 'dhisthānam) vergleicht, so wird man den Ausdruck nicht anders als durch aus dem im Norden (von Madhyadeça) gelegenen Lande Utkala gebürtig» übersetzen können"). X. Beal') hat eine Version der Erzählung aus dem Chinesischen in's Englische übersetzt, die mit der Fassung des Mabāvastu eine nahe Verwandtschaft zeigt, doch muss dem chinesischen Übersetzer in seinem indischen Original eine primitivere Recension der Legende vorgelegen haben, denn, abgesehn davon, dass die Kaufleute uns hier als «merchant princes» entgegentreten, ist die Schilderung der Vorgänge eine viel einfachere und die schon erwähnte lange Rede Buddhas fehlt ganz *). Zum Abschied überreicht Buddha den Kaufleuten «Reliquien » in Gestalt von Nägeln und einem Haar, deren Aufhebung in einem Stūpa empfohlen wird, und verspricht in der Nähe des Wohnorts der 1) Vgl. Senarts Ausgabe des Mahāvastu, Tome I, Paris 1882, pag. VI. 2) Dass wir nicht gezwungen sind, io Uttarotkala - Nordutkala im gewöhnlichen Sinn, d. h. den nordlichen Theil eines compacten Gebiets namens Utkala zu sehen, beweisen u. a. die Namen Kuru und Uttarakuru, die ebensowenig Theile eines zusammenhängenden Landes bezeichnen, wie Indien und Westindien. Cowell (S. B. E. Vol. XLIX, Part I, pag. 166) giebt Uttarotkala durch Northern Orissa wieder, während im Folgenden ein Versuch unternommen werden wird, den Beweis dafür zu erbringen, dass hier ein im Norden von Madhyadeça gelegenes und von dem südlichen Utkala (=Orissa) ganz unabhängiges Land gemeint sein muss. 3) The Romantic Legend of Säkya Buddha: from the chinese-sanscrit by Samuel Beal, London 1875, pagg. 239-40. 4) Es liegt hier wohl keine Kürzung Beals vor, denn er giebt ausdrücklich an, dass im betreffenden Abschnitt vier Gathās, die an die Lokapālas gerichtet waren, unübersetzt geblieben sind, und spricht überhaupt nicht von den Versen, die im Mahāvastu über fünf Seiten einnehmen.
89 frommen Brüder durch einen vom Himmel herabfallenden Stein den Platz für das Gebäude zu bezeichnen. Wir haben hier also nicht nur eine weniger umfangreiche (ein Stūpa anstatt zwei), sondern auch eine plausiblere Darstellung der Begebenheit vor uns, denn während man das Erscheinen des Steins im Mahāvastu als unmotiviert auffassen könnte, hat es hier einen ganz bestimmten Zweck. «Tripusha» und Bhallika stammten nach diesem Berichte aus Nordindien und waren auf einer Reise aus Madhyadeça nach dem Norden begriffen, als sie mit Buddha zusammentrafen. XI. Nach Hiuen-Tsiang ?) erhoben zwei Städte in der Nachbarschaft Balkhs Anspruch darauf die Heimathsorte Trapusas (T'i-wei) resp. Bhallikas (P'o-li)zu sein und innerhalb ihrer dreissig Fuss hohen Stūpas die Haare und Nägel zu besitzen, die Buddha den frommen Kaufleuten überreicht hatte. Da Hiuen-Tsiang hier augenscheinlich nur eine Localtradition wiedergiebt, sind diese Angaben als Zeugnisse ex parte mit Vorsicht aufzunehmen und verdienen wohl kaum mehr Beachtung, als die erwähnten burmanischen Berichte. Bei der Beschreibung der Nachbarschaft des Bodhibaums kommt Hiuen- Tsiang %) auf unsere Legende zurück, dieses Mal aber ohne die Heimath der Kaufleute (merchant-princes) und die Reliquien zu erwähnen. Wie wir gesehen haben, nennen die Quellen I, II, VII und IX Ukkala (Utkala) als die Heimath 9) der Kaufleute, während VIII 1) Vgl. Beal, Si-yu-ki, Buddhist Records of the Western World, London 1884, Vol. I, 46-48 und Watters, On Yuan Chwang's Travels in India, London 1905, Vol. I, 111-13. 2) Vgl. Beal (o. C.) II, 129-30, und Watters (0.c.) II, 130-31. 3) Obgleich nur der Wortlaut des Textes IX eine andere Deutung unbedingt ausschliesst, so muss doch angenommen werden, dass in dem Ukkala (Utkala) aller vier Quellen die Heimath der Kaufleute und nicht etwa bloss eine Station ihrer Reise zu sehen ist. Diese Auffassung der betreffenden Stellen in I, II und VII entspricht Minajevs Interpretation von II und VII (Rech. pagg. 157 und 159) und Rhys Davids' Commentar zu I (Buddhist birth stories, Vol. I, London 1880, pagg. 110–11).
90 und X sie als Nordländer im Allgemeinen, resp. als Nordinder bezeichnen. Eine vergleichende Betrachtung dieser Zeugnisse lehrt ebenso wie die erwähnte directe Angabe des Mahāvastu über die nördliche Lage der betreffenden Örtlichkeit, dass das Ukkala (Utkala) unserer Quellen im Norden zu suchen ist. Die Ansicht derjenigen, welche das Ukkala (Utkala) der vorliegenden Legende durch «Orissa» erklären, ist also, obgleich ein alter, in vielen Sanskritwerken belegter Name dieses Landes Utkala") lautet, zurückzuweisen, denn Orissa liegt doch jedenfalls nicht im Norden von den Ländern, die hier für den Ausgangspunkt der Orientierung in Betracht kommen können. Eine Durchsicht der oben angeführten Quellen, soweit sie überhaupt die Lage der Heimath unserer Kaufleute näher bezeichnen, wird ferner ergeben, dass die Angaben keiner von ihnen auf Orissa passen ?). Daher muss angenommen werden, dass der ältesten Tradition ein jedenfalls nördlich von Madhyadeça 8) und wahrscheinlich 1) Es kann nicht als erwiesen betrachtet werden, dass Ukkala auf Utkala zurückgeht, denn Amrtānanda, der uns diese sanskritisierte Form in seinem Gedicht darbietet, darf aus den oben angeführten Gründen nicht als ausschlaggebend gelten. Ukkala könnte ja auch von anderen Formen, wie z. B. *Ulkala abgeleitet werden. Doch selbst wenn man zugiebt, dass Ukkala ein prākritisiertes Utkala ist, braucht man die Heimath der Kaufleute nicht in Orissa zu suchen, denn, wie das Vāyupurāņa lehrt, lebte ein Volk namens Utkalāh im Westen Indiens. Vgl. die Ausgabe von Apte, Anandāçramasamskſtagranthāvali, Poona 1905, Adhyāya 45, Vers 133, die Ausgabe von R. L. Mitra in der Bibl. Ind. Adbyāya 45, Vers 132, und Sachau, Alberuni's India, London 1888, Vol. I, 300 und Vol. II, 337. 2) Wenn die angeführten Quellen nicht eine so deutliche Sprache redeten, wäre es bier nicht unternommen worden, eine Ansicht anzufechten, die mit Namen wie Minajev, Kern, Cowell und Rhys Davids verknüpft ist. Vgl. Minajev, Rech. pag. 159 Z. 6 und pag. 161 Z. 4, Kern, Buddhismus (übersetzt von Jacobi), Band I, Leipzig 1882, pag. 101, Manual of Indian Buddhism desselben Verfassers, im Indo-Arischen Grundriss, pag. 22, Cowell, S. B. E. l. c. und Rhys Davids, I, c. 3) Uber die Bedeutung dieses Ausdrucks bei den Buddhisten vgl. Rhys Davids, Birth stories I, 61.
91 noch innerhalb Indiens ") gelegenes Ukkala als Heimath der Kaufleute bekannt war. Es ist schon darauf hingewiesen worden, dass im Gegensatz hierzu, die Burmanen und die Tu-ho-lo (Tocharier) Hiuen-Tsiangs die frommen Reisenden für sich als Landsleute in Anspruch nahmen. Dasselbe Bestreben zeigt der uigurische Bearbeiter des TimactByCrik- (Gl. Diçasvastik) Sūtra, denn Buddha bezeichnet Trapușa und Bhallika im Verlauf der langen Rede, die er nach unserem Ms. an sie richtet, mehrfach als «durch Schätze, Besitz und Reichthum mächtige Türken». Die Heimath der Kaufleute wird im erhaltenen Theil unseres Sūtra nicht genannt, doch lässt die Anordnung des Stoffs in den Paralleltexten vermuthen, dass auch am Anfang des vorliegenden Werks entsprechende geographische Angaben zu finden waren. Diese fehlen wohl nur dank dem Umstande, dass die vier ersten Blätter unseres Ms. vollständig verloren gegangen sind, und derselben Lacune haben wir es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass die Handschrift uns weder über das Erscheinen der freundlichen Gottheit, noch über die Speisung Buddhas durch die Kaufleute unterrichtet. Die häufige Erwähnung der «reinen und unbefleckten Speisen» dürfte aber mit dem letztgenannten Vorgang zusammenhängen, Von den Bll. 5-15 sind Bruchstücke vorhanden, deren Inhalt der Herausgeber oben (pagg. III-IV) auszugsweise mitgetheilt bat. Auf Bl. 5 wird erzählt, dass Buddha während des Gesprächs mit den Kaufleuten unter einer Weide *) sass. 1) Vgl. die Quellen III, VII und X. Der im Mahāramsa citierte Kesadhātuvamsa ist mir leider nicht zugänglich, doch hoffe ich, dass sonst in meiner Zusammenstellung die wichtigsten hier in Betracht konimenden Werke berück. sichtigt worden sind. Erwähnt sei noch die tibetische Version unserer Legende, die Rockhill (The Life of the Buddha, London 1907, pag. 34) übersetzt hat und die in nuce den Bericht des Lalitavistara ohne geographische Angaben enthalt. Im Divyāvadāna (ed. by Cowell and Neil, Cambridge 1886, pag. 393) wird nur kurz erwähnt, dass Buddha von Trapaga und Bhallika Speise dargereicht wurde. 2) Nach I und II war es eine Buchanania Latifolia, wenn man Rājāgatana so übersetzen kann (Vgl.Childers, Dictionary of the Pali language, London 1875, 8.7.), Dach VI ein Linloon (?)-Baum, und nach VIII eine Ficus Religiosa (skt. Tārāyana).
92 9 Auf Bl. 6 beginnt die lange Rede Buddhas, deren erster Abschnitt (bis Bl. 39) sich in mehr oder weniger verkürzter Form im Mahāvastu (Mv.), im Lalitavistara (Lv.) und in dem von Vasiljevi) in's Russische übersetzten Theil des chinesischen Vinaya der Māhāsanghikas (Vas.) wiederfindet. In der Einleitung zu dieser Rede hat der Lv. die Worte diçām svastikaram und das Mv. diçe (v. 1. diçām) sovatthikam, während nach unserem Ms. der Name des Sūtra TimactByCrik (Gl. Diçasvastik) lautet. Sovatthika ist natürlich eine Prākritform und müsste in correctem Sanskrit sauvastika lauten 4). Diese Form ist nach dem Çabdakalpadruma) durch Hinzufügung des Taddhitasuffixes thak aus dem Worte svasti entstanden und kann sowohl eine adjectivische als auch eine substantivische Bedeutung haben. Die Form svāstik steht, wie wir weiter unten sehen werden, als eine Modification von svāstika nicht ohne Parallelbildungen unter unseren Brāhmiglossen da, svāstika ist aber nach Pāṇini 7, 2, 118 ganz correct aus svasti+thak 4) gebildet, denn diese Regel lehrt, dass vor einem Taddhitasuffix mit stummem k VỊddhierung der ersten Silbe eintritt, und erst die Regel 7, 3, 4, die eine Kenntniss des Gaņa 121 voraussetzt, ergiebt, dass nicht svāstika sondern sauvastika richtig ist. Vielleicht hat also einer der Bearbeiter des vorliegenden Sūtra bei dem Versuch, eine entsprechende Prākritform zu sanskritisieren, die Hauptregel in Betracht gezogen, 1) Записки Императорской Академіи Наукъ, томъ LIX, книжка II, pagg. 51--55. Trapușa und Bhallika treten hier nicht auf, sondern es wird im Allgemeinen vorgeschrieben, dass, wenn ein Kaufmann im Begriff steht auf Reisen zu gehen und vor seinem Aufbruch den Bhikşu bewirthet, dieser die betreffenden Segenswünsche aussprechen soll, anstatt von den Gefahren des Wanderlebens zu reden. 2) Vgl. Senart, Mv. Tome III, pag. XXVIII. 3) Vgl. die in Calcutta, Çaka 1808, erschienene Ausgabe s. v. 4) So nennt Pāņini das Suffix, dessen Eigenschaften Böhtlingk durch ataddh. -oder -b» andeutet. Vgl. O. Böhtlingk, Pāņinis Grammatik, Leipzig 1887, pag. 166*.
93 ohne die erwähnte Ausnahmebestimmung zu berücksichtigen ). Der Umstand, dass sich an den entsprechenden Stellen im Lv. und in einem der Mss. des Mv. diçãm etc. in zwei Worten findet, lässt ferner vermuthen, dass auch im Namen unseres Sūtra das unmögliche diça für diçām steht. Wenn man das Wort Diçasvāstik dementsprechend in Diçām Sauvastikam ?) auflöst, so erhält man einen Namen, der dem Inhalt unseres Werks durchaus entspricht und durch «Segenswunsch für die Himmelsrichtungen» zu übersetzen ist. Der Segenswunsch, den Buddha den Kaufleuten mit auf den Weg giebt, zerfällt zunächst, abgesehen von den einleitenden Worten (Bll. 6—10a), in vier Theile. Jeder von ihnen enthült eine Reihe von Namen, deren Träger, mit Ausnahme der heiligen Orte, dazu aufgefordert werden, die Reisenden in einer der vier Haupthimmelsrichtungen zu beschützen. Auf Bl. 10b beginnt der Segenswunsch für den Osten, und auf Bl. 35b schliesst der Țakwah - Segen der Nordseite 8). Es geht aus den vollständig erhaltenen und den partiell zerstörten Blättern des Ms. ohne Weiteres hervor, dass auf jeden der vier Theile ungefähr sechs Blätter entfielen (diese Zahl entspricht natürlich anpähernd der durch vier dividierten Summe der Bll. 10-35), und wir sehen, dass die Haupthimmelsrichtungen in dem vorliegenden Werk ebenso gleichmässig behandelt wurden, wie in den Paralleltexten. Diese 1) Es ist zwar nicht nachgewiesen, dass die Buddhisten Centralasiens das Werk Pāṇinis kannten, doch zeigen die von Sieg publicierten Fragmente, dass in Nordostturkestan eine Sanskritgrammatik verbreitet war, die sich in ihrer Methode nur unwesentlich von der Aştādhyāgi unterschied und daher auch zu ähnlichen Fehlern führen konnte. Vgl. E. Sieg, «Bruchstück einer Sanskrit-Grammatik aus Sängim Ağiz» und «Neue Brüchstücke» etc. in den Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1907, pagg. 466 fgg. und 1908, pagg. 182 fgg. 2) Sauvastikam hat nach Böhtlingks Wb. dieselbe Bedeutung wie das u. a. durch Segenswunsch übersetzte svastyayanam. Vgl. auch Mahāvyutpatti, ed. Minajev (Изслѣдования и матерiалы, Томъ І, Вып. II), S 137. 3) Takmah geht'wohl auf skt. dakşiņā zurück. Vgl. Mv. III, 305, wo die Segepswünsche Buddhas mit den Worten eingeleitet werden: Bhagavām dāni Trapusa Bballikāpām .. dakşiņām ādicati.
94 Gleichmässigkeit bietet uns eine Handhabe zu der Erschliessung des Inhalts der fehlenden Bll. 16, 17, 28, 29 und zu der Ergänzung der Fragmente (Bll. 10-15), sodass sich die Lacunen des Abschnitts, der auf Bl. 10 beginnt und auf Bl. 35 schliesst, bis auf einige Namen, nahezu vollständig ausfüllen lassen. Obgleich weder der Osten, Süden und Westen noch der Norden im Ms. vollständig erhalten ist, sind wir somit in der Lage festzustellen, dass in unserem Sātra bei Behandlung jeder der vier Haupthimmelsrichtungen Namen und magische Formeln (Dbāraṇī) nach dem folgenden Schema angeführt wurden: 7 Nakşatras (Sternbilder). 1 Lokapāla (Welthüter). Text einer Dhāraņi. 1 heiliger Ort. 8 Göttertöchter. 4 Heerführer der Yakşa-Dämonen. Text einer Dhāraṇī. Im Mv., im Lv. und bei Vas. fehlen die Mabāyakşasenāpatis und die Dhāraṇīs. Sonst zeigen die Schemata der Paralleltexte nur geringfügige Abweichungen von demjenigen des Tiwaствустік. Obgleich der Lv. (pag. 387) in der Einleitung zu dem hier in Betracht kommenden Abschnitt von zehn ) Himmelsrichtungen spricht, so werden doch dort, ebenso wie in den beiden anderen Paralleltexten, nur die vier Haupthimmelsgegenden mit besonderen Segenswünschen bedacht, während unser Sūtra (Bll. 35b- 37b) auch für die auntere» und «obere» Himmelsrichtung sowie für die vier Zwischengegenden (Südosten etc.) Namen von mächtigen Protectoren zum Schutz der Reisenden anruft. Die Beschützer dieser sechs Himmelsrichtungen werden mit Ausnahme der grossen Heerführer der Götter, die die «obere» Himmelsrichtung regieren, als Heerführer der Yaksa-Dämonen bezeichnet. 1) Vgl. Sachau, Alberuni's India I, 289 fgg.
95 Ihre Namen finden sich zum Theil in der von S. von Oldenburg herausgegebenen) Mahāmāyūrīvidyārājñt wieder, doch bezeichnet dieses Werk auch die Beschützer der «oberen» Himmelsrichtung als Mahāyakşasenāpatis. Deswegen empfiehlt es sich alle in dem letzten kurzen Abschnitt (Bll, 355-37b) genannten Namen weiter unten im Zusammenhange mit den übrigen Vertretern der Yakşawelt zu besprechen. Es folgt (Bl. 38a-b) ein Passus, der sich mit ganz geringen Varianten im Mv., im Lv, und bei Vas. wiederfindet und wahrscheinlich als ein kurzes Résumé des Prototyps anzusehen ist, das den vier Versionen des Segenswunsches zu Grunde liegt. In dem Résumé werden neben Beschützern, wie die 28 Nakşatras, die schon vorher vorkamen, auch solche erwähnt, die sonst weder in unserem Sūtra noch in den drei Paralleltexten zu finden sind). Vor allen Dingen fallen unter diesen Beschützern die 8 Çramaņas und 8 Brāhmaṇas auf, welche die Résumés der drei Paralleltexte erwähnen und denen bei uns die tojbih und napMan entsprechen 8). Die Vermuthung liegt nabe, dass das Urbild unseres Sütra jeder 1) Записки Восточного Отд. Имп. Русск. Арх. Общ. Томъ XI (1897—1898). 2) Die Thatsachen, dass die Feldherrn der Yakşa-Dämonen in keiner der vier Redactionen des Résumés erwäbnt werden, und dass sie in den, dem TiwactkycTIK entsprechenden, Partieen der drei Paralleltexte (Mv., Lv., Vas.), wie wir geseben haben, auch sonst garnicht vorkommen, sprechen dafür, dass die Aufzählung ihrer Namen in unserem Sūtra von einem verhältnissmässig späten Bearbeiter herrührt, der den vorhandenen Stoff durch Entlehnungen aus anderen Werken ergänzt hat. Da sich viele der betreffenden Namen in der Mahāmāyūri wiederfinden, haben wir Grund anzunelimen, dass sie selbst, oder ein ihr nabe verwandter Text, zu den Ergänzungsquellen des Bearbeiters gehört hat. Dass die Mahāmāyūri in Ostturkestan bekannt war, ergiebt sich aus gewissen dort gefundenen Fragmenten, die v. Oldenburg (0.c.) publiciert hat. 3) Den acht Cramaņas und acht Brāhmaṇas der Paralleltexte entsprechen in unserem Sūtra die einfachen Plurale rojuhiap und wapmagnap ohne Zablen. bezeichnungen. Trotzdem dürfte es kaum bezweifelt werden; dass mapman eine Corruption von skt. brāhmaṇa ist, und dass tojuh eine Übersetzung von skt. çramaņa darstellt. Vgl. oben pag. 62. In der von Stönder publicierten sanskrit-uigurischen Bilingua (Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1904, pagg. 1282—90 und Taf. XVI) wird übrigens skt. vipro im Türkischen durch bramim wiedergegeben.
96 Himmelsrichtung zwei Gramaņas und zwei Brāhmaṇas zugetheilt hat, denn das Résumé spricht bloss von vier Himmelsgegenden und erwähnt weder die obere und untere Himmelsrichtung noch die Zwischengegenden. Nach Abschluss des Résumés beschäftigt sich unser Sūtra zunächst (Bll. 39-44) hauptsächlich mit Yakşanamen, die im Lv., im Mv, und bei Vas. fehlen, in der Mahāmāyūrī aber zum Theil wiederkehren. Mit der Verabschiedung der Kaufleute durch Buddha, die auf Bl. 45 geschildert wird und sich in einigen Paralleltexten wiederfindet ), scheint dann das ganze Werk bis auf eine Art Nachwort abgeschlossen zu sein; auf den Bll. 46-51 wird nämlich, wie gegen Ende vieler anderer buddhistischer Sūtras, berichtet, in welcher Weise das Gefüge der Welt, die Götter und die Dämonen die Rede Buddhas aufnahmen und welche Vortheile seine Worte den beseelten Wesen zu bringen vermögen). Wir dürfen daher annehmen, dass dem Ms., dessen Text mit Bl. 51 plötzlich abbricht, am Ende ausser dem Bl. 52 keines oder nur wenige Blätter fehlen. Auffallen muss es, dass unter den Wesen, die sich über die Worte Buddhas hocherfreut zeigen, weder Bodhisattvas noch Çrāvakas, Arhats und Pratyekabuddhas angeführt werden, von denen die einen oder die anderen sonst in fast allen verwandten 1) Über die Identität der Namen Trapuşa und Bhallika des Lv. einerseits und Țapayci (Gl. Tğbhasi) und Ilaliki (Gl. Paleki), wie die Kaufleute hier genannt werden, andererseits kann kein Zweifel bestehn. Die Namen kommen in un. serem Ms. nur an dieser einen Stelle vor. Von Reliquien ist im ŢinactByCrik wohl überhaupt nicht die Rede gewesen, denn derjenige Theil der Handschrift, welcher schildert, wie Buddha die Kaufleute entliess, ist gut in Stande und enthält keine Erwähnung der Erinnerungszeichen. Ihre Überreichung wird aber von allen Texten, die sie beschreiben, mit dem Abzuge der frommen Reisenden in Zusammenhang gebracht. 2) Vgl. z. B. Mv. pag. 444, Sukhāvatīvyūha (ed. F. M. Müller und Bunyiu Nanjio, Anecdota Oxoniensia) pagg. 76-77, Vajracchedikā (ed. F. M. Müller, Anecd. Ox.) pag. 46. Das Beben des Trisābasramabāsahasro lokadhātuh wird im Lv. (pagg. 410 - 11) ganz ähnlich beschrieben wie hier die Bewegung etc. der «drei tausend grossen tausend Welten».
97 Werken vor den Göttern, Yakşas etc. als begeisterte Zuhörer des Meisters erscheinen. Diese Wesen kommen in unserem Ms. garnicht vor, das an Vertretern der buddhistisch-hierarchischen Mythologie überhaupt sehr arm ist, während es in dem Text von dämonischen Gestalten wimmelt. Doch selbst die Aufzählung der den Worten Buddhas lauschenden Götter und Dämonen (Bll. 46– 47) zeigt bemerkenswerthe Abweichungen von den entsprechenden Namenreihen einiger anderer buddhistischer Sūtras ?). Der Gott Brahmā fehlt, und auf Indra ) folgt, apstatt der zu erwartenden vier Welthüter, Vaiçravaņa allein in glänzender Vereinsamung ). Den Gandharvaputra Pañcaçikha 4), der gleich nach Vaiçravaṇa angeführt wird, nennen verschiedene buddhistische Werke als einen der vornehmsten himmlischen Musicanten, doch findet sich sein Name, meines Wissens, nirgends an einer so hervorragenden Stelle wie hier. Der nächste Name ist Makit- Bapi (Gl. Mahigvare), der, wie aus ähnlichen Aufzählungen hervorgeht, correct Maheçvara lauten müsste. Die Vaimānika- Götter 5), die unser Text hinter die Rākşasas setzt, scheinen bisher in buddhistischen Werken nicht nachgewiesen zu sein, bilden 1) Vgl. z. B. Saddharmapundarika (ed. Kern und Bungiu Nanjio, Bibl. Buddh.) Fasc. I pagg. 4-5, Rāşgrapālapariprccbā (ed. Finot, Bibl. Buddh.) pag. 2, und Kāraņdavyūba (ed. Satya Brata Samasrami, Calcutta 1873) pagg. 1-7. 2) Dass Kopmyçta das uigurische Aquivalent für den indischen Götternamen Indra ist ergiebt sich u. a. aus der Bezeichnung Kopmyçra's als Beherrscher des Trayastriņça-Götterlandes (Bl. 51b) und aus der Thatsache, dass Indra noch heutzutage von den Mongolen paysau genannt wird. Vgl. T'p 10 A BELEID, Co- 6papie ka. YxTomckaro (Bibl. Buddh.) pag. 54. Indra erscheint in unserem Sūtra auch unter dem Namen Kaycika (Bl. 50 b ohne Glosse) = Kauçika. Der Name Trayastriņça wird in unserem Ms. Crpajactpim (Gl. Strayatriç) geschrieben. 3) Vaiçravana (Ms. Bl. 46b: Baigiabani ohne Glosse) scheint überhaupt in unserem Sūtra einen höheren Rang einzunehmen als die übrigen Welthäter (Dbſtarāștra, Virūdhaka und Virūpāksa), denn auf Bl. 39 wird er unter dem Namen Kynipi (Gl. Rumbere) = Kubera als der «höchste der Götter» bezeichnet. 4) Ms. 46b: KaurapBi okiu Ilaraciki (Gl. Pañcaciki). Nach Mv. II, 44 ist Pažicaçikha ein gandharvaputra. Er wird aber auf derselben Seite auch devabhūta und devaputra genannt. Vgl. Mv. III, 197 and Avadānaçataka (ed. Speyer, Bibl. Buddb.). Vol. I, pagg. 95 und 113. 5) Ms. 47 a: Baimanyki (Gl. Vaimanuki) 7(a)ąpilåp. 7 98 aber nach der Jaina-Mythologie eine besondere Classe himmlischer Wesen ?). Die Reihenfolge, in der unser Sūtra die 28 Nakşatras aufzählte, und ihre Verteilung auf die vier Himmelsrichtungen war, soweit die sechs im Ms. erhaltenen, lesbaren Namen einen Schluss zulassen, dieselbe wie im Mv., in Lv. und in der Malāmāyūrī). Die Identificierung der betreffenden Namen bietet keine Schwierigkeiten und bedarf keines Commentars). Dasselbe gilt für die Namen der Lokapālas, Tpiripauitpi *) etc. Von den heiligen Orten lässt sich nur der Berg Kaljac (Gl. Kailas), der in unserem Ms. ebenso wie im Mv., im Lv. und bei Vas. als Wohnort der im Norden lebenden Yakşas genannt wird, ohne Weiteres als Kailāsa erkennen. Alle vier Texte nennen ferner je einen Berg, der im Westen liegt und als Aufenthaltsort 1) Vgl. Jacobi, eine Jaina-Dogmatik, Z.D.M.G. LX, 321. 2) Pagg. 254-55. In der Mahāvyutpatti (8 165) ist die Reihenfolge der Namen dieselbe wie in den drei genannten Texted, doch werden die Himmelsrichtungen an der betreffenden Stelle nicht genannt. 3) Das zweite p in Mapkanip (Bl. 11a) für Mſgaçiras war anfänglich verklebt, ist aber nach Entferoung der störenden Substanz nicht zu verkennen. Die bekann. ten Nakşatras: Mrgaciras, Āçleşā, Anurādhā Pūrvāşādbā, Uttarāşādbā und Çravaņa erscheinen in upserem Ms. unter den folgenden Namen: Mapkamip (G). Mfgaçira), Auliui (Gl. Aşlcç), Asypat (Gl. Anuradh), Ilypabbiat (Gl. Purvaşat), Утаршат аnd Сіраван (G1. Gray). 4) Duştarāştra, Virūdhaka, Virūpākşa und Vaiçravaņa erscheinen in unserem Sūtra nicht nur als Lokapālas des Ostens, Südens, Westens, resp. Nordens sondern (mit Ausnahme Virūdhakas, dessen Name zum ersten Mal auf dem fehlenden Bl. 17 gestanden haben muss) auch als Mahārājas der Gandharva, (Kumbhāņda), Nāga, resp. Yakşa genannten Dämonen. Die Rolle dieser Könige als Beherrscher der genannten vier verschiedenen Dämonenreiche ist nicht nur in der Sanskritsondern auch in der Pālilitteratur so gut verbürgt, dass vereinzelte Abweichungen von der angegebenen Classification (bach Minajev, Rech. pag. 141, wird Virū. dbaka auf einem der Bharbat-Pfeiler als yakho bezeichnet) nicht genügen, um sie zu ignorieren. Stein hat also jedenfalls nicht Recht, wenn er (Ancient Khotan, London 1907, pag. 494) alle vier Lokapālas kurzweg als «Yakşa chiefsn bezeichnet. Vgl. Mv. III, 306 fgg. Lv. pagg. 388 fgg. Mabāmāyāri pagg. 228–29, Maha-Samaya-Sutta pag, 284 (in Grimblots Sept Suttas Pali, Paris 1876), und Grünwedels Mythologie pag. 181. Die Namen der vier Könige lauten nach unserem M8.: Tpiripamrpi (Gl. Dhțdiraşthre), Bipytaki (Gl. Virudhahi), Bipyaakmi (Gl. Virupakşe) und Baioripabani (Vaigravane).
99 des Mondes und der Sonne dient. Die Namen lauten: Asto (nāmena parvataḥ, Mv.) Asțămgo 1) (nāma parvatah, Lv.), (nach Vas. sind diese Zeichen Kao-1 auszusprechen und bedeuten «reichlicher Nutzen») und Akacri, Gl. Agastya, (nach unserem Ms.). Nur im Mv, ist der Name des classischen Sonnenuntergangsberges in seiner correcten Form erhalten. Das Agastya unseres Ms. (und das Astamgo des Lv.) lässt sich vielleicht auf die Form Astamga (Bed. [Berg der] untergehendſen Sonne]) zurückführen. Aus afrit könnte zunächst durch das Versehen eines Schreibers, das die Umstellung der Akşaras zur Folge hatte, potrai geworden sein; später ist dann möglicher Weise das y hinzugefügt und der Anusvāra fortgelassen worden, weil der betreffende Bearbeiter in dem sinnlosen Agastam nur einen lapsus calami für den ihm bekannten Namen Agastya vermuthete. Im Süden befand sich auch ein heiliger Ort, den die Paralleltexte wie folgt bezeichnen: Padmanāmena cetikam (I.v.), Abhipaçyam nāma cetiyam (Mv.) und «at-tia 00 IMERK A-62-10-mi» (Vas.). In unserem Ms. findet sich an der entsprechenden Stelle der Name Anikmai) (GI. Abhikṣna). Dass die indischen Buddhisten zwischen Göttertöchteru oder Göttermädchen (devakanyā, devakumārikā) und Apsaras' keinen Unterschied machen, scheint u. a. aus dem Kāraņdavyuha hervorzugehen, wo (pagg. 1—7) männliche und weibliche Götter und Dämonen aufgezählt werden. Dort entsprechen nämlich die Nāgakanyās den Nāgas, die Gandharvakanyās den Gandharvas, die Kindarakanyās den Kinnaras und die Apsaras' den Devas ). 1) Nach einer bei Lefmann verzeichneten v. 1. lautet der Name des Berges Aştam, und ein Ms. des Mv. hat Aştanāmena etc. Auf eine dieser Lesarten will augenscheinlich Vasiljev den chinesischen Namen zurückführen, denn er vermuthet, dass die betreffenden Zeichen die Übersetzang eines indischen Worts darstellen, das er durch Auta transscribiert. 2) Da die Zeichen für a und u im uigurischen Alphabet kaum zu unterschei. den sind, könnte man vielleicht auch Adikusi lesen, 3) Auch aus der Mahāvyutpatti ergiebt es sich, dass devakanyā und apsaras Synonyma sind, denn der § 163 enthält die folgende Wortreihe: devi 163 surubadhuḥ 154 apsarā 155 devakanya 156 Durgādevī 157 Umā 158 etc. 7* 100 Lalita vistara. Mahāvastu, Chinesisch). 賴車摩提 沙摩提 Osten Jayanti Vijayanti Siddhārtha Aparājitā Nandottarā Nandisena Nandini Nandavardhani Çriyāmati Yaçamati Yaçaprāptā “) Yaçodhară Suutthita Suprathamā Suprabuddha Nandottarā Nandisenā Nandini Nandirakṣitā Jayanti Vijayanti Siddhārthā Aparājitā Lakşmīmati Çirimati Yaçomatī Yaçodharā Subheșthitā4) Suprabhātā Suviçuddhā 輸陀羅 好覺 婆羅 波羅浮 此 賴車魔帝 施師摩帝 名稱 名稱持 好覺 好寂 好力 Süden 非斷 阿藍浮婆 雜髮 阿利安 Westen 2 Sukhāvabā . Alambuçā”) Miçrakeçi Puņdarīkā Aruņā Ekādaçã Navamikā 3) Çītā Krşņā Iladevi Surādevī Pșthví Padmavati Aca Çraddhā Hirī Çiri Suvyākṣtā Alumbus五5) Miçrakeçī Ariştā Suprabhāyakā Ekānavā Tavamikā Krşņā Çukrā Ilādevi Surādevi Pșthivi Padumāvati Aca Craddha Hiri Cri 伊迪提舍 那婆私 既色尼 沙陀羅 尼羅提 修羅提 俱吃毗 波頭摩 阿尼 彼利 遮羅尼 迦摩 Norden 101 Vasiljev"). Uigurisch. Brāhmiglosse. Лай-чэ-ма-ти (Лакшмимати?) Чајанті Jayanti Ша-ша-ма-ти (Сиримати) Віча... Vija... Знаменитая или величаемая Яса ..ітарті S[i]ddhārthiº) ѣ-шу-то-ло (Ясудара?) [Кирии ? Хорошо чувствующая (Субудд'и?) ..тірі ...ttare Подоши ма Нанті-сіні In zwei Nandi-sene По-ло-фу-то А-би-ка-ло ... вартані ... vardani Лай-ча-мо-ди Аніміща Animisa Шэ-ши-ю-ди 9) Муктакіші Muktakiçi Знаменитая или величаемая Яса Пүнтаріка Puņqarika Держащая славу Ясудара [Кирти? | Тілутамі Dilodame 11) Хорошо чувствующая (Субудд'u?) Ікаракша Ekarakşa Любящая шокой или хорошій покой Нантіка Navadika Любящая силу или хорошая сила, Сіта Siddha Сувису дДа? Субала? Не пересѣкающая? Карина Krsna А-лань-Фу-пo (Аламварша?) Лакiшманті Laksimandi Спутанные волосы (Мисракешу) Сіріманті Crimadhi А-ли-та (Аришта) Јасуваті Yaçuvadi Хорошій свѣтъ – Супраб'a? Јашутарі Yaçudarri И-ка-ти-шэ (Экадеша) Сукрісіні Sukhaişini На-по-сы-кя Прамутаті Pramodidadi Цзи-сэ-ни (Кришна?) Сомі Some 19) Ша-то-до Сомавјаті Somivadi Ни-ло-ти-би (деви?) Саратіві Sahadeve Сю-ло-ти-би (Cypaдeви?) HilaȚibi Nila[d]eve Гюй-ча(кша?) би Патумі Padumā Бо-тоу-мо (Падма?) Патумаваті Padumavati A-ни Capara Beide Mal in Sarada Пи-ли Kipi geschrieben. Kiri Чжа-о-ни Cipi Çri Ка-мо Ticaribi Dhiçadeve k 102 Es ist daher verständlich, dass Namen wie Tilottamā, unter denen in anderen buddhistischen und Hinduwerken ) Apsaras' zu verstehen sind, in unserem Sūtra zu der Bezeichnung von Göttertöchtern dienen. Auffallen muss es aber, dass diese Wesen, die sonst meist als sorglose Gefährtinnen der Götter und Dämonen erscheinen, hier zum Schutz der Reisenden in den verschiedenen Himmelsrichtungen angerufen werden. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass apsaras auch «Himmelsrichtung» bedeutet). In unserem Ms. werden diese himmlischen Wesen als Göttertöchter (tąpi Kbiçuap) bezeichnet, im Lv. als Devakumārikās und Devakanyās, im Mv. als Devakumārikās, Devakumāriyās und Devakanyās, während der chinesische Text den betreffenden Gattungsnamen durch zwei Zeichen wiedergiebt, die nach Vas. 1) Vgl. Kāraņdaryūha, pag. 3, und Mahābhārata (Calc. Ed.) I, 2557. 2) Vgl. Apte's Practical Skt.-Engl. Dict. Poona 1890 8. v. Anmerkungen zu der Tabelle auf pagg. 100 und 101. 1) In der Ausgabe von R. L. Mitra (Biblioth. Indica) Yaçahprāptā. 2) Bei R. L. M. Alambuşā. 3) Bei R. L. M. Navanāmikā. 4) v. l. Sudrasthita. 5) v. l. Alamvarşā. 6) Diese beiden Namen werden laut Anmerkung Senarts von einem seiner Mss. gegeben; im Text ist der betreffende Pāda bloss durch Punkte bezeichnet. 7) Herr Mag. Ivanov war so liebenswürdig, die hier erwähnten Namen mit dem Originaldruck, der Vasiljev vorgelegen hat, zu vergleichen und die chinesischen Zeichen beizufügen. 8) Wo die Namen in's Chinesische übersetzt und nicht transscribiert sind, gebe ich Vasiljevs Übersetzung, ohne seine Transscription. 9) Herr Ivanov las: IIIa-DU-MO-AU. 10) Der Theil des Blattes, auf dem der i-Haken stehen könnte, ist fortgerissen. 11) In dem Harivamça (lithographierte Ausgabe, Bombay, Çaka 1783) werden, Bhavisya parvan, Adhāya 34, Vers 45, Alambusā Micrakeçi Paņdarīkā Tilottamā in derselben Reihenfolge als Apsaras' angeführt. 12) Eine Apsaras Somā wird von Goldstücker erwähnt: Vgl. Wilson, Vişnu Purāna II, pag. 81.
103 «himmlische Jungfrau» bedeuten '). Die Reihenfolge, in der die Namen der Göttertöchter in den vier Werken erscheinen, ist, wie aus der Tabelle (pagg. 100-101) hervorgeht, nicht überall dieselbe, und auch sonst stimmt die Namenreihe keines der Texte mit derjenigen auch nur eines der anderen vollständig überein. Die grösste Verwandtschaft zeigen der Lv. und das Mv. unter einander, während der uigurische Text den beiden indischen näher zu stehen scheint als der chinesiche, in dem mehrere Namen wiederholt werden und andere dem entsprechend fehlen. Alle diese Verschiedenheiten genügen aber nicht zu einer Widerlegung der Annahme, dass die betreffenden Namenreihen sämtlich von einer einzigen Liste abstammen. Nicht nur Kubera, der König der Yakşas, sondern auch seine Unterthanen spielen in unserem Sūtra eine hervorragende Rolle. Ihre Namen füllen ganze Seiten des Ms. und lassen sich zum Theil mit Hülfe der Mahāmāyūrī identificieren. Ebenso wie in diesem Werk, wird auch im Timactbyctik (Bl. 39 b), kurz nach Erwähnung der vier Lokapālas, Kuberas Sohn Samjaya *) genannt, der hier nur das Epitheton :Behüter der Menschen» trägt, während er dort u. a. als Naravāhana) und als Mahāyakşasenāpati“) bezeichnet wird. 1) Die Zeichen # # haben nach Eitels Hand-book of Chinese Buddhism, London 1870, pag. 31, sowohl die Bedeutung von skt. apsaras als von skt. devi. Auch Vas. fagt seiner oben wiedergegebenen Übersetzung das Wort Ancapaca? in Klammern bei. 2) In unserem Ms. erscheinen diese Namen als Kyaipi (Gl. Rumbere) und Casuaji (Gl. Samcayi). Nach der Mahāmāyūri wohnt Samjaya in Mithilā, nach dem uigurischen Werk aber bei dem Volk Matyp. 3) Dem Samjaya wird also in der Mahāmāyūrī (pag. 230) ein Cognomen beigelegt, das als Name seines Vaters häufig vorkommt. Vielleicht ist *Nāravāhana zu lesen, das als Patronymicum von Naravāhana regelrecht gebildet wäre. Es ist mir unbekannt, ob schon darauf hingewiesen worden ist, wie gut dieser Name Kuberas (Naravāhana=von (einem) Menschen getragen) zu den indischen und centralasiatischen Bildwerken passt, die den mächtigen Dämon auf einer kauernden Menschengestalt stehend darstellen. Vgl. Rhys Davids, Buddhist India, London 1903, pag. 222, und Stein, Ancien Khotan, Vol. I, Illustration 30 und pagg. 252–53. 4) Auch im Suvarṇaprabhāsa erscheint Samjaya als «Chef des armées des Yakchas». Vgl. Burnouf, Introduction à l'histoire du Bouddhisme Indien, Paris 1844, pag. 352.
104 Unser Sūtra wendet den letztgenanten Titel überhaupt verhältnissmässig selten an, denn es versagt ihn einer Menge von Yakşas, die in dem Sanskritwerk als «Feldherrn» erscheinen und verbindet ihn mit einer nur geringen Anzahl von Namen, deren specielle Himmelsrichtungen beschützende Träger augenscheinlich zu den häufig erwähnten 28 Mahāyakşasenāpatis par excellence gehören). Wie aus der beigefügten Tabello (pag. 106) zu ersehen ist, zeichnet auch die Mahāmāyūri 28 ihrer Yakşafeldherrn dadurch aus, dass sie ihnen Residenzen in bestimmten Himmelsrichtungen zuweist. Eine vergleichende Betrachtung der Rubriken unserer Tabelle wird auch ergeben, dass die neben einander gesetzten Gruppen von je vier Namen in vielen Fällen nur verschiedene Schreibungen derselben indischen Originale enthalten, die aber in dem Ms. fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt vorliegen und dort ausserdem nicht immer denselben Himmelsrichtungen zugetheilt werden wie in dem Sanskritwerk). Es ist ferner zu 1) Von 28 Mahāyakşasenāpatis ist u. a. im Lv. (pagg. 76–77) die Rede, und in einem der Sūtras des Kanjur werden nach Csoma-Feer (Ann. du Mus. Guimet II, 317) 28 «Yaxas principaux» erwähnt. Ausser diesen 28 scheinen aber schon seit den ältesten Zeiten auch andere Yakşas den Titel geführt zu haben, denn sogar in einem Pāliwerk (Āțānāțiya-Sutta) finden sich nach Aufzählung von mehr als 30 Namen die Worte: Imesam Yakkhānam, maha-Yakkhānam, senā-patīnam, mabāsenā-patīnam etc. Vgl. Grimblot, Sept Suttas Pāli, Paris 1876, pag. 330. Wenn die Mahāmāyāri Dämonen als Mahāyakşasenāpatis bezeichnet, die sonst als einfache Yakşas erscheinen, so bedeutet das zweifellos eine Rangerhöhung für die letzteren. Eine solche kann aber nicht constatiert werden, wenn Vajrapāņi, der vielen Göttern an Macht überlegen ist und sogar als Beschützer Buddhas fungiert den Feldherrn der Yakşas zugezählt wird, besonders da er ursprünglich mit Indra identisch war. Das Ms. des Kāçyapaparivarta (Mahāratnakūţadharmaparyāya), das sich in der Collection Petr ·78kij des Asiatischen Museums befindet, enthält aber auf der ersten Seite die Worte: Vajrapāņaye mahāyakşasenāpataye. Vgl. auch Grünwedels Mythologie, pag. 179, und Schiefner, Eine tibetische Lebensbeschreibung Cakjamuni's, St. Petersburg 1849, pag. 14. 2) Die ursprüngliche Identität der zwei ersten, von den beiden Werken für die auntere Himmelsrichtung» genannten Namen halte ich für sicher, denn es liegt auf der Hand, dass IIymi (GI. Bhomo) und Cyaymi (Gl. Subhomā) einerseits und Bhuma and Subhūma andererseits nichts als verschiedene Schreibungen derselben Wörter sind. Auch der gemeinsame Ursprung der in unserem Ms. und in der Mahāmāyūrī an 105 beachten, dass unser Sūtra Sīrya, Soma, Agni sond ways, als Götter bezeichnet, während sie in der Mahảmājüri als Mahayakşasenāpatis erscheinen '). Schon in sehr alter Zeit muss ein Theil der in unserem Sutra genannten Yakşas dem buddhistischen Pantheon angehört haben, denn viele von den auf Bl. 43 angeführten Namen finden sich nicht nur in der Mahāmāyārī, sondern auch in dem Atānātiya- Sutta wieder. Die betreffenden Abschnitte der drei Werke lauten: TimactbycTik (Bl. 43): Інтрі 2) Сумі Варуні Idri Somi Varuņi dritter und vierter Stelle genannten Namen dieser Gruppe erscheint nicht unwahrscheinlich, selbst wenn man von der zweifellosen Verwandtschaft der Nummern 1 und 2 absieht. Im Mahānāradakassapajātaka (Vol. VI, pag. 248 der Jātakaansgabe von Fausböll) werden nämlich die Höllenwächter (nirayapālā) Kālūpakālā genannt. Man wird geneigt sein in diesem Compositum dieselben Namen zu erkennen, die in unserem Ms. als Kaſi (GI. Kada) resp. Ypakaļi (Gl. Upakaļi) und in der Mahāmāyūri als Kāla resp. Upakāla erscheinen, wenn man in Betracht zieht, dass einerseits das Prākrit- und Pali- Į häufig auf altes, intervocalisches d zurückgeht, andererseits aber in modernen nordindischen Handschriften I selten geschrieben and häufig durch 1 ersetzt wird. Vgl. Pischels Prākritgrammatik § 226. Vielleicht hat also unser Ms., in dem fehlerhaftes à für ā häufig vorkommt, die beiden Namen (*Kāda und *Upakāda) wesentlich in einer älteren Form erhalten als die Mahāmäyūrī und das Mahānāradakassapajātaka. Soweit aus Childers' Dictionary ersichtlich ist, wird im Pāli übrigens das Wort kāļa (=schwarz), im Gegensatz zu kāla (= Zeit), meist mit einem 1 geschrieben. Anstatt Tiuki wäre Tipki (aus Dirgha) zu erwarten gewesen, und die Form Tiaki ist wohl dem Umstande zuzue schreiben, dass das p und das a einander in der uigurischen Schrift sehr ahnlich sehen. Das i, welches häufig das Schluss-å der indischen Namen ersetzt, wird weiter unten behandelt werden, wie auch das Fehlen von u in der Schrift unserer Glossen. Die Identification der Glossen Purņaki und Haimavati mit Purnaka resp. Haimavata erfordert sonst keinerlei Commentar. 1) Der Herr Akademiker Radloff theilt mir mit, dass die türkischen Namen der Götter (T[X]æpilap) der Sonne (KÝ), des Mondes (ai), der Luft (jel) und des Feuers (cor) auch in den manichäisch-uigurischen Texten vorkommen. 2). Unter jedem uigurischen Worte befindet sich die zugehörige Brābmiglosse oder, wo im Ms. keine vorhanden ist, ein entsprechender Vermerk, 106 Mahāmāyuri. Uigurisch. Brāhmiglosse. Osten. Dirgha Sunetra Purnaka Kapila Tiaki Сурасатірі Пурнакі Katali Keine Glosse Surastra Purņaki Khadale Norden. Süden. Simha Upasimha Çankhila Nanda Сікі Уласікі Санкара Чакалатібі Çikhi Upaçiki Çankara Adipā Westen. Westen. Hiri Hirikeça Prabhu Pingala ... Kimi Патнукі .. keçe Parathruki Osten. Norden. Dharana Танікі Dharananda |Танататі Udyogapala Мічукaмala Vişnu | Прштака Dhaniki Dhaņadatti Micukamala Prstāka Süden. Zwischengegenden. Pāñcika Шараваті Раїсаlаgаndа, Кімаваті Sātāgiri Ilaggali Haimavata Панчаlакарі Çaravati Haimavati Pañcali Pancalakarņa gegenden. Zwischen- Unten. Bhūma Subhūma Kāla Upakāla Пумі Сурумі Kaſi Уракаті Bhomo Subhomā Kada Upakaļi Unten. Oben. Sürya Soma Agni Vāgu Sonnengott Mondgott Windgott Feuergott Keine Glossen. Oben.
107 Прачапаті Паратівачі Ісані Чантані Prajapadi Paradvaci ? şaņi ") Candani?) Арпі Мананiкi Baiрачані ?? рія) Mapyaki Vairujani Крмашiрiстi Kiнi Канта Кантака Kamaçrişti Kiņi Kandha Kandhaka Патар Манір Манічарі Паранаті Упап(а)ачікі Pad; Manir Maņijara Pranada Opapañcika Сатакiрi Kaiмаваті Пурнакі Кантiракувінті Sadakiri Haimavadi Purņaki Kadiragovida Купаli jäк *) Атавакі *) јалнухларның iliki °) Чанартапі Gopale keine Glossen Janarşabhi?) Чітрічiрi j(8)ма Кант(а)рві Тіркасакутi j(4)ма Манталі Citrisene keine Gl. Gandharvi Dirghaçakti Matale са 1) Das erste Akşara konnte vielleicht aain gelesen werden, denn es erinnert an das Brāhmizeichen, das nach Sieg diesen Diphthong darstellt. Vgl. Sitzungsberr Kgl. Preusg. Ak. Wiss. 1908, pag. 185. Das ganze Wort ist eine Corraption von skt. Içāna. In der Mahāmāyāri lautet der entsprechende Name Crīgāna (aus çri+Icāna). Vgl. unten Taf. II, Fig. 18. 2) Das Candano des Pālitexts zeigt, dass Candani nicht eine Corruption von Nandana ist, was man ohne Kenntniss des Āţānāțiya-Sutta auf Grund der Lesung der Mabāmāyāri voraussichtlich angenommen hаttе. 3) Vgl. Taf. II, Fig. 8. 4) Ein Vergleich mit der Mahāmāyürī zeigt, dass jäk hier eine Übersetzung oder eine Verstümmelung von skt. yakşa ist. Auf Bl. 42 a wird dasselbe indische Wort durch jakmi (Gl. yakşi) wiedergegeben. 5) In der Mahāvyatpatti (8 169) wird Ātavaka unter den Yakşas genannt. Die Mahāmāyūri nennt (pag. 231) einen Yakşa Atavaka. 6) Jaлнухларның іlікі (Bed.: Konig der Menschen) ist eine Übersetzung von akt. Nararāja. 7) Vgl. Taf. II, Fig. 16. Die Lesung des letzten Akşara ist nicht ganz sicher. 8) Gandharvi ist hier wohl der Eigenname eines Yakşa, denn alle in den drei Listen genannten Namen werden von den betreffenden Werken als solche von Yakşas bezeichnet. In der Mahāmāyűrt (pag. 247) wird abrigens Rākşasa als der Name eines Nagarāja angeführt.
108 Панчаlаканті Сумані Тіркі jäк kувраkы niplä Pancalagandhi Sumaņi Dighi yaksa parivarā) keine Glosse Тупаli Tapкaнaтaкі. Typhali Třgandake. Mahāmāyūri.(pagg. 236-37): Indraḥ Somah Sūryo Varuṇaḥ Prajāpatiḥ Bharadvājalı Çriçānaç ca Nandanaḥ Kāmaçreşthaḥ Kunikantho Nikanthakaḥ Vadir Maņir Māņicaraḥ Praņāda Upapañcakaḥ Sātāgirir Haimavataḥ Pūrņakaḥ Khadirakovidaḥ Gopālayakso Artavako Nararājo Jinarşabhaḥ PañcālagandaSumukhau Dirgho yakşaḥ saparijanaḥ Citrasenaç ca gandharvas Triphali ca Trikanthakaḥ Dirghaçaktiç ca Mabāçaktis Triçūlí caiva Mātalih. Ātānāțiya-Sutta (pagg. 329—30): Indo, Somo, Varuņo ca, Bhāradvājo, Pajāpati, Candano), Kāmasettho ca, Kinnughandu, Nighandu ca. Panādo, Opamañño ca, Devasūto ca, Mātali, Cittaseno ca, Gandhabbo, Nalo-rājā, Janesablo Sātāgiro, Hemavato, Puņņako, Karatiyo, Guļo Sivako, Mucalindo ca, Vessāmitto, Yugandharo Gopālo, Suppagedo ca, Hirī, Nettî ca Mandiyo Pañcāla-cando, Aļavako, Pajjunno, Sumano, Sumuklio, Dadhimukho, Maņi, Māṇicaro, Dīgho, Atho, Serissako sahā. 1) Das Wort parivarā (für skt. parivāra, Bed. «Gefolgen) gehört nebst dem ca auf der vorigen Zeile und dem tad yathā, das die Dhāraṇīs auf den Bll. 22 & und 41 b einleitet, zu den wenigen Glossen, denen im uigurischen Text keine Transscriptionen, sondern Übersetzungen entsprechen. 2) Die Namen Candano u. 8. w. bis Janesabho kommen mit unbedeutenden Varianten auch im Mabāsamaya-Sutta yor (Grimblot 0. C. pag. 285).
109 Wie zu erwarten war, steht die Mahāmāyūrī unserem Sūtra, in dem sich ganze Padas des Sanskritwerks transscribiert, resp. übersetzt wiederfinden, näher als der Pālitext. Doch auch das Ātānāțiya-Sutta lässt sich in einzelnen Fällen zur Wiederherstellung des Texts verwerthen. Die Identificationen, die sich aus dieser Zusammenstellung der drei Abschnitte ergeben, sind unten im Index verzeichnet worden. Sowohl im ŢimactByCrik (BlI. 40-42) als auch in der Mahāmāyūrī (pagg. 231-34) werden viele Yakşas nebst den Orten genannt, die sie bewohnen, doch decken sich die betreffenden Listen keineswegs, und, obgleich sich einige Namen in beiden Werken finden, sind wir wegen der Verschiedenartigkeit ihrer Anordnung bei der Bestimmung der in unserem Ms. besonders stark corrumpierten Wörter meist auf Vermuthungen angewiesen. Nur einem einzigen Yakṣa wird im Ms. derselbe Wohnort angewiesen, wie in der Mahāmāyūrī, die (pag. 234) angiebt, dass Kumbhīra in Rājagpha auf dem [Berge] Vipula zu Hause ist. Die Namen lauten nach unserem Ms. (Bl. 42a) Kimnini (Gl. Kibhiro) und Patakpk (Gl. Raja). Aus dem bekannten Berge Vipula ") ist in unserem Ms. das Volk Binyl (Gl. Vipulade) geworden. Das Wort Bapyhi (ohne Gl.), das auf Bl. 40b die lange Liste eröffnet, ist uns schon als Name eines Yakşa bekannt (vgl. oben pag. 105) und stellt eine Modification von skt. Varuņa dar. IatalinyTyp (Gl. Patalamputſ)'), der Wohnort Varunas, 1) Obgleich das Wort vipule im transscribierten Text der Mahāmāyārī klein geschrieben ist, muss es doch zweifellos als Eigenname aufgefasst werden. Über den bei Rājagrba gelegenen Berg Vipula vergleiche die Wbb. und Archaeological Survey of India, Annual Report 1905--6, pagg. 86 fgg. Im Mahāsamayasutta (pag. 283) findet sich ferner der Halbvers: Kumbhiro Rajagahiko, Vepullasa nivesanam, den Grimblot in freier Übersetzung wie folgt wiedergiebt: There is a Yakkha named Kumbhira of Rajagaha city; his residence is in the mountain Vepulla. 2) Alle Namen, deren Erklärung hier (pagg. 109 bis 111) versucht wird, stehen auf den BlI. 40-42 des Ms. und werden mit wenigen Ausnahmen in derselben Reihenfolge behandelt, in der sie unsere Handschrift anführt. Daher fehlen in der Regel die betreffenden Stellenangaben. Namen, mit denen ich nichts anzufangen weiss, abergehe ich mit Stillschweigen.
110 ist wohl mit Pāțaliputra identisch; dort wohnt nach der Mahāmāyūrī (pag. 233) der Yakşa Bhūtamukha. Anstatt Sthālā (Mahāmāyūrī, pag. 231) nennt unser Ms. Caukam (Gl. Sangaç Sānkāçyā?) als die Residenz des Yakşa Adapaziri (Gl. Apharajiti = Aparājita). Lahk ) (ohne Gl.) ist wohl eine Corruption von Lankā (vgl. Auypar, Gl. Anuradh für Anurādhā etc.) und lan- Taui (Gl. s. Taf. II, Fig. 7) ist, wie wir oben (pag. 107) gesehen haben, derselbe Yakşaname, der im Pāli als Candano erscheint. Sudarçana, nach der Mahāmāyāri (pag. 231) der Name eines Yakşa, erscheint hier in der Form Cytpacas (Gl. Sudarcam) als der Name einer Stadt. Kalmacanaſi (Gl. Kalmāşapadi) wohnt nach unserem Ms. bei dem Volke Baaqi (Gl. Vrji = Vrji), während die Mahāmāyūri (pag. 231) Kalmāşapāda nach Vairā versetzt. Ein zweiter Anapagiti (Gl. Aparajiti) lebt bei dem Volk Cy- 6apni (Gl. Subrahme?). Cilapatpi könnte man für eine Corruption des Namens Çilabhadra halten, den Schiefner) aus dem Tibetischen reconstruiert hat, die Glosse Çilakathi aber wirkt höchst befremdend. Das Volk Ygajah (ohne Gl.) repräsentiert hier wohl die Stadt Ujjayani), in der nach der Mahāmāyūrī der Yakşa Vasutrāta residiert. Ilyatapiki (Gl. Puņdareki) erscheint in unserem Ms. als der Name eines Yakşa, während die Mahāmāyūrī (pag. 233) Puņdarīka als den Wohnort des Yaksa Prabhāsvara bezeichnet. ?pmagali (Gl. Dharmapali) ist wohl identisch mit dem Yaksa Dharmapāla der Mahāmāyāri (pag. 233), doch heisst sein Wohnort nach dem Sanskritwerk Khācāḥ; nach unserem Ms. wohnt er bei dem Volke Karapkyt (ohne Gl.). Sollten dieses Wort und das Katpakyt (ohne Gl.) auf Bl. 42 a, obgleich beide hier Völker bezeichnen, Corruptionen von Gặdhra- 1) So nach der Umschreibung, die wir in der Übersetzung (oben pag. 42) finden. Im transscribierten Text (pag. 23) steht Låą. Über Larkā als Stadt vgl. Jacobi, Rāmāyaṇa, Bonn 1898, pag. 90. 2) Vgl. Schiefner, Tāranātha's Geschichte des Buddhismus' in Indien, St. Petersburg 1869, pag. 205. Nach Beal (o. C. II, 359) hiess der Lehrer Hiuen- Tsiangs Çilabhadra. 8) Maller (Uigurica, Berlin 1908, pag. 39) identificiert dasselbe uigurische Wort, das er durch Učayan transscribiert, mit Ujjayini [= Ujjayani].
111 kūta sein? Auf dem (Berge) Gặdhrakuța (sic) wohnt nach der Mahāmāyāri (pag. 231) der Yaksa Kștālaya. Käumip (ohne Gl.) ist natürlich Kaçmīra. Der Yakşaname Kari ist schon oben (pag. 105) besprochen worden (die Glosse lautet hier, Bl. 41a, Kadi) und kommt mit Yoakati (Gl. Upakada) zusammen noch ein Mal auf Bl. 42a (Gl. Kada) vor. Die Kalopakālakau genannten Yakşas leben nach der Mahāmāyürī in Kapilavastu, nach unserem Ms. lebt Kari (Gl. Kaļi) in Makar (Gl. Magadh = Magadha). Y gajah erscheint zum zweiten Mal (hier mit Gl. Ujayam) als Wohnort des Yakşa Kanili (Gl. Kapila), den auch die Mahāmāyūrī (pag. 232) in ihrer Yakşaliste anführt. Mathurā and Campā (Loc. Campāyām) kommen beide in der Mahāmāyārī (pagg. 232 und 231) als Wohnorte von Yakşas vor; möglicher Weise sind dieses die correcten Formen von Matyp und Yamuai (Gl. Jamphaya). Paganappi (Gl. Rajabhdra) geht wohl auf *Rājabhadra zurück. Hyphanatpi (Gl. Purṇabhdra, vgl. Taf. II, Fig. 20) und Ilypranatpi (Gl. Purņabhdra) auf Bl. 42b sind offenbar Formen des bekannten Yakşanamens Pūrṇabhadra, der auch in der Mahāmāyūrī (pag. 232) vorkommt. Die correcte Form von Cypnapak (Çorbharaka) lautet wohl Çūrpāraka, und Llipinatapi (Gl. Çribhdra) geht wahrscheinlich auf Cribhadra zurück, das als Yakşaname nicht belegt zu sein scheint. Cirkanali (Gl. Simhapāle) steht augenscheinlich für Simhabala; nach der Mahāmāyāri (pag. 232) tragen zwei Yakşas diesen Namen. Mahnarpi (Gl. Maņibhdra) ist der bekannte Yakşaname, der sich in der Mabāmāyārī (pag. 232) als Māņibhadra wiederfindet. Da sich, wie wir gesehen haben, für den grössten Theil der Abschnitte des Ms. in verwandten altindischen Werken Parallelen finden, die dem Text unseres Sūtra näher stehen als der zuletzt besprochene Passus der Mahāmāyūrī (pagg. 231—34), sind wir in der Lage festzustellen, wie die correcten ") Formen 1) Nicht alle bier in Betracht kommenden Formen unserer Paralleltexte entsprechen den Anforderungen der Sanskritgrammatik und können daher nur insofern. für correct gelten, als sie frei von ausgerindischen Einflussen sind.
112 der meisten in der Handschrift vorkommenden Wörter indischen Ursprungs lanten. Wenn man diese correcten Formen mit den Brābmīglossen unseres Ms. vergleicht, so ergeben sich, abgesehen von den auslautenden Vocalen und Consonanten, folgende Verschiedenheiten. In den Brāhmiglossen unseres Ms. steht'); å für correctes ā 35 Mal, ă für i 2 Mal, å für ở 1 Mal?), ā für å 2 Mal, i für å 1 Mal (in Dhỉdiraşthre, uig. Tpiripanirpi), i für i 7 Mal, i für ŭ 2 Mal in Kibbiro, uig. Kimnini, und in Kiņikandha, uig. Kini- Kahta 3), i für e 3 Mal, ŭ für i 1 Mal (in Vaimanuki, uig. Bai- Masyki), ŭ für ū 6 Mal4), ŭ für o 2 Mal, r für ra 1 Mal, ș für ri 2 Mal, e für i 1 Mal, e für i 1 Mal, o für ů 1 Mal, o für ū 2 Mal, k für kh 2 Mal, k für g 2 Mal, k für h 2 Mal, kh für h 1 Mal, g für k 2 Mal, c für j 3. Mal, j für c 1 Mal, j für jj 1 Mal, ț für th 1 Mal, th für ļ 1 Mal, à für th 1 Mal, à für 1 5 Mal, ņ für n 5 Mal, d für d 1 Mal, d für t 7 Mal, d für tt 1 Mal, d für ddh 1 Mal, d für dh 2 Mal, d für m 1 Mal, dh für th 2 Mal, dh für d 2 Mal, dh für t 1 Mal, n für n 3 Mal, p für b 1 Mal, p für bh- 2 Mal, p für v 1 Mal, ph für p 1 Mal, bh für p 1 Mal"), r für k 1 Malº), rr für r 1 Mal, 1 für ll 1 Mal, ç für 1) Die Identification derjenigen Glossen, neben welchen in unserem Wörterverzeichniss (unten pagg. 123–36) altindische Formen ohne Fragezeichen stehen, wird als gesichert betrachtet, und nur solche Glossen werden bei der Zählung der Fehler in Betracht gezogen. 2) ă ist in der Glosse Sarada, uig. Capata für skt. Craddbā fälschlich eingeschaltet worden; à fehlt fünf Mal in Namen, die auf bhdra, für skt. bhadra, ausgehn (vgl. unten pag. 121). 3) In der Mahāmāyūrī entspricht diesem Wort der Name Kunikantha und im Ātānāțiya-Sutta - Kinnughandu (vgl. oben pagg. 107-8). Die Verwandlung eines altindischen ŭ in i ergiebt sich also in jedem Fall, d. h. unabhängig davon, ob man die uigurische Corruption (nebst der Brāhmīglosse) von der Sanskrit- oder von der Pāliform ableitet. 4) Die Brāhmizeichen für 1 und ū kommen in unserem Ms. überhaupt nicht vor. 5) Der Anusvāra (resp. m oder n) ist falschlich eingeschaltet 3 Mal, er fehlt 6 Mal. 6) r fehlt in der Gl. Dighi (uig. Tipki) für Dirgha.
113 7 s 2 Mal, ş für ç 1 Mal, s für ç 1 Mal"), s für ş: 1 Mal, h für k 1 Mal, r für r 2 Mal. Ein Blick auf dieses Fehlerverzeichniss genügt, um uns davon zu überzeugen, dass bei weitem die meisten Abweichungen, welche upsere Glossen von den entsprechenden Formen der altindischen Paralleltexte unterscheiden, nicht den Eigenthümlichkeiten indischer Alphabete zur Last gelegt werden können, denn es werden zu oft Zeichen mit einander verwechselt, die alle Schriftarten Indiens wohl differencieren. Da auch die indischen Sprachen augenscheinlich bei der Erklärung von nur sehr wenigen Fehlern in Betracht kommen können, müssen wir annehmen, dass die Mehrzahl der verzeichneten Abweichungen auf ausserindische Einflüsse zurückzuführen ist. In Anbetracht der Thatsache, dass es sich um die Glossen eines uigurischen Ms, handelt, muss daher zunächst die Frage in Erwägung gezogen werden, ob sich nicht ein grosser Theil der angeführten Fehler durch uigurische Einwirkungen erklären lässt. Diese Frage ist entschieden zu bejahen, doch handelt es sich nicht nur um Einwirkungen des betreffenden türkischen Dialects, sondern hauptsächlich um den Einfluss der uigurischen Schrift). Hieraus folgt, dass entweder in der Originalhandschrift desjenigen, der unser Sūtra zum ersten Mal in uigurischer Schrift aufzeichnete, oder in einem der Mss., die zwischen 1) s ist an eine falsche Stelle gerathen in der GI. Strayatric (uig. Crpajacrpim) für Trayastriņça. 2) Durch den Einfluss der uigurischen Schrift lassen sich Fehler wie Vaimanuki (uig. Baimanyki) für Vaimānika und Kibhiro (uig. Kimdipi) für Kumbhira leicht erklären, denn die uigurischen Charactere für i und u sind in den Mss. oft kaum zu unterscheiden (s. obeu pag. 47), während solche Missverständnisse ausgeschlossen sind, wenn es sich um das Lesen von indischen Zeichen handelt. Die durch solche Abweichungen hervorgerufene, das Verhältniss der Glossen zu dem uigurischen Text betreffende Vermuthung wurde nach Durchsicht des Fehlerver. zeichnisses zur Überzeugung, denn es stellte sich heraus, dass in den Brāhmiglossen hauptsächlich solche Charactere untereinander verwechselt werden, denen im Uigurischen nur ein Zeichen entspricht. So finden wir in den Brāhmīglossen i für e und e für i [im Vigarischen werden beide Laute durch (i) wiedergegeben), u für o und o für u fim Uigurischen entspricht beiden Zeichen der Buchstabe A (y)] etc. 8 114 dem uuserigen und dem Originalmanuscript standen, wenn nicht alle, so doch sehr viele von den Brāhmīglossen fehlten, die wir vor uns haben. Dem Schreiber der Glossen unseres Ms. (oder eines der Mss., von denen es abstammt) hat also, als er die Brāhmizeichen in die Handschrift eintrug, für die Mehrzahl der betreffenden indischen Wörter keine in indischer Schrift verfasste Vorlage zur Verfügung gestanden, sondern er hat die ihm nur in uigurischer Schrift vorliegenden indischen Ausdrücke mit Brāhmibuchstaben retransscribiert, so gut ihm das seine Kenntnisse erlaubten). Die letzteren haben nicht selten versagt, und auf diese Weise erklärt es sich, dass wir neben nahezu correcten Retransscriptionen, wie Gandharvi für Gandharva, unter den Brāhmīglossen absonderliche Formen wie Paleki für Bhallika antreffen. Der Name Bhallika (vgl. oben pag. 96) konnte in der uigurischen Schrift, die kein Doppel-1 kennt und weder a und ā, noch i und I, noch i und e, noch k, kh, g und gh, noch p, ph, b und bh unterscheidet, nur durch Naliki 2) wiedergegeben werden. Wenn man nur die uigurischen Schriftzeichen vor sich hat und den Namen Bhallika nicht kennt, wird man im Zweifel darüber sein, ob 1) Eine beschränkte Anzahl von Glossen enthält allerdings Buchstabenreiben, die sich aus den uigurischen Fassungen der betreffenden Wörter unmöglich herauslesen lassen, Die Glosse Diçasvāstik, zum Beispiel, ist keine einfache Retransscription ron Timactbyctik, sondern enthält zweifellos eine, wenn auch unvollkommene Verbesserung, die der Verfasser der Glossen aus einer von seiner uigurischen Vorlage unabhängigen Quelle geschöpft haben muss (vgl. oben pag. 93). Eine schlechtere Lesart als der uigurische Text (Cilanatpi) bietet andererseits unbedingt dic Glosse Çilakathi. Auch das uigurische Capgribi steht dem altindischen Surādevi der Paralleltexte näher als die Glosse Sahadeve. Wenn man die correcte Form nicht kennt, kann man aber statt Capaſisi (y) die betreffende Reihe uigurischer Buchstaben unseres Ms. zur Noth auch CakaȚibi ning) lesen, was zwar auf altindisches Sabaº, nicht aber auf Saraº zurückgeführt werden könnte. Der Verfasser der Glossen hat offenbar den Namen Surādevī nicht gekannt und mit Recht die Form Saradeve für noch unwahrscheinlicher gehalten als Sahadeve. Die soeben angeführten Glossen scheinen darauf hinzuweisen, das der Verfasser der Glossen nicht mit dem Schreiber des uigurischen Texts identisch war. 2) Von dem auslautenden i, das in gewissen Fällen das auslautende å der indischen ă-Stämme vertritt, wird weiter unten (pagg. 117–19) die Rede sein.
115 Ilaliki - Bālegi, Bhalighi, Phalikbi oder etwa Paleki repräsentiert, denn auf alle diese und viele andere Formen könnte man die betreffende Reihe uigurischer Buchstaben zurückführen. Der Verfasser der Glossen, der offenbar weder über alle nöthigen Paralleltexte noch über nennenswerthe Sanskritkenntnisse verfügte, hat nun aus den möglichen Äquivalenten von Ilaliki in indischer Schrift fälschlich Paleki herausgegriffen). In analoger Weise lassen sich fast alle oben verzeichneten Fehler erklären. Es ist natürlich anzunehmen, dass der Verfasser der Glossen sich bei der Auswahl unter den möglichen Äquivalenten der uigurisch geschriebenen Wörter, deren indisch-correcte Orthographie ihm garnicht oder nur zum Theil bekannt war, von verschiedenen Lautgesetzen seiner Muttersprache hat beeinflussen lassen. Gegen alle zur Erklärung der bisher besprochenen Fehler versuchsweise aufgestellten Lautgesetze liessen sich aber aus unserer Handschrift ungefähr ebenso viele Formen anführen wie für dieselben. Nur ein Lautgesetz scheint sich mit Sicherheit aus der Thatsache zu ergeben, dass intervocalisches altindischcorrectes t, resp. tt, in den Glossen 6 Mal als d erscheint ). Wie ich von dem Herrn Akademiker Radloff erfahre, entspricht die Verwandlung der fremden, intervocalischen, dentalen Tenuis in die 1) Dass diese Wahl auf Unwissenheit beruhte und dass der Verfasser der Glossen nicht etwa das anlautende bh auf Grund eines augserindischen Lautgesetzes (dessen Bestehen ich weder za beweisen, noch in Abrede zu stellen vermag) durch p ersetzte, während er sich dessen bewusst war, dass die correcte Form Bh(allika) lautet, scheint daraus hervorzugehen, dass anlautendes bh in unseren Glossen mehrfach vorkommt. Für das Bestehen des betreffenden Lautgesetzes liesse sich nur noch eine unserer Glossen anführen, nämlich: Paradvaci (uig. Ilaparibaui) für Bharadvāja. 2) Diesem fehlerhaften d der Glossen entspricht im uigurischen Text 4 Mal (T) und 2 Mal A (T). Hierin dürfte eine Bestätigung des von Radloff erschlossenen Gesetzes zu sehen sein, demzufolge die Zeichen und A nur graphisch von einander verschieden sind und beide in den uns vorliegenden uigurischen Texten sowohl für t, als auch für d gebraucht werden. Vgl. Radloff, Die vorislamitischen Schriftarten der Türken, Bull. sc. Imp. Sc. St.-Pétersbourg 1908, pagg. 835 fgg. 8* 116 correspondierende Media ) durchaus den bekannten Eigenthümlichkeiten der uigurischen Sprache, und wir dürfen also in dem Umstande, dass sich die Einwirkung des betreffenden Lautgesetzes auf unsere Glossen constatieren lässt, eine Bestätigung der an und für sich wahrscheinlichen Annahme sehen, dass der Verfasser der Glossen ein Uigure war. Bemerkenswerther als die bisher besprochenen, am Anfang und im Inneren der Wörter beobachteten Fehler der Glossen sind die Verschiedenheiten, welche die auslautenden Vocale und Consonanten der indischen Namen und Lehnwörter unseres Ms. den entsprechenden indisch-correcten Formen gegenüber aufweisen, denu während aus der Natur der an erster Stelle genannten Abweichungen, ausser den uigurischen, auf keine nichtindischen Einwirkungen geschlossen werden kann, lässt das Vorhandensein der zweiten Categorie den Einfluss einer Sprache erkennen, die offenbar weder türkisch, noch indisch ist. Die wichtigsten der hier in Betracht kommenden Erscheinungen lassen sich wie folgt zusammenfassen. Iu der Regel) entspricht dem Auslaut altindischer Personenpamen) 1) Als verwandte Erscheinungen verdienen es die folgenden Fehler beachtet zu werden: dh für intervocalisches t (1 Mal), nd für intervoc. t (1 Mal) und ndh für intervoc. nth (2 Mal). 2) Für die Erschliessung einiger von den hier angeführten Regeln bietet unser Ms., hauptsächlich dort, wo es sich nicht um die uigurisch geschriebenen Wörter, sondern um die Brāhmiglossen handelt, ein sebr beschränktes Material. Diese Regeln wurden aber trotzdem aufgestellt, weil die Untersuchung anderer Blätter der hiesigen Sammlungen zu den gleichen Resultaten führte. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass bei den die auslautenden Vocale und Consonanten betreffenden Beobachtungen auch einige von denjenigen Wörtern in Betracht gezogen wurden, deren altindische Originale nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnten. So wurden z. B. die Worter Ariayp (Gl. Atipur) und TiwactByCrik (Gl. Diçasyāstik) berücksichtigt, weil an der Natur der entsprechenden altindischcorrecten Endsilben ºpura resp. Ostika nicht zu zweifeln war, obgleich die Identität der ganzen Ausdrücke unklar blieb. Vgl. das Wörterverzeichniss (unten pagg. 123-36). 3) Auch altindische Eigennamen auf ă, die Gruppen belebter Wesen (mit Ausnahme der Völker) bezeichnen, verwandeln den auslautenden Vocal gewöhnlich in i, wie z. B. Kapyri (Gl. Karudhi) für Garuda, doch kommen aucb Formen wie Crpajacrpin (Gl. Strayatric) für Trayastrimca vor.
117 auf ă im Uigurischen i, in den Glossen i oder e') »ā >> a oder i, » à, e » ?) >> Wenn es sich aber um altindische Wörter auf ã oder ā handelt, die leblose Gegenstände bezeichnen oder Völkernamen darstellen, so fällt der auslautende Vocal sowohl in dem uigurischen Text, als auch in den Brāhmīglossen fort. So wird z. B. w's skt. Kailasa (1. p. eines Berges) uig. Kaljac (Gl. Kailas), und aus skt. Pārvāşādhā (n. p. eines Sternbildes) uig. Ilypbamat (Gl. Purvaşat), während sich die altindischen Personennamen Puņdarīka und Pundarikā in uig. Ilyatapiki (Gl. Puņdareki) resp. Ilyutapika (GI. Pundarika) verwandeln. Die Veränderungen, die wir an den auf à und ā ausgehenden indischen Personennamen unseres Ms. beobachten, erinnern an die Thatsache, dass in der Sprache II alle indischen Lehnwörter auf à und ā im Nominativ Sg. :) den auslautenden Vocal in i 4) oder e (vornehmlich nach r) resp. in å verwandeln. Das 1) Am häufigsten vertritt e in unseren lossen das auslautende ă, wenn es unmittelbar auf r folgt. 2) Das auslautende altindisch-correcte à von sieben weiblichen Personennamen verwandelt sich sowohl im uigurischen Text, als auch in den Brāhmīglossen unseres Ms. in 8. Das auslautende à von sechs entsprechenden Formen unserer Paralleltexte erscheint im Ms. als uig. i (Gl. 4 Mal e und 2 Mal i). Dem Namen Pșth(i)vī des Lv. und des Mv. entspricht in unserem Ms. Tlatymi (Gl. Padumā; skt. Padmā ist als weiblicher Personenname belegt). Bei der Erwägung dieser Thatsachen darf der Umstand nicht ausser Acht gelassen werden, dass auch in indischen Mss. für auslautendes ā, wenn es sich um Nominative Sg. von Femininstămmen handelt, nicht selten fälschlich i eintritt. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass in der indischen Handschrift, auf die unsere Liste von Göttertöchtern (pagg. 100—101) in letzter Linie zurückgeht, verhältnissmässig viele solche Fehler vorlagen, und dass die von mir anfänglich aufgestellte Regel («altindische, weibliche Personennamen auf ā verwandeln den auslautenden Vocal in uig. & und brāhmi ă») in unserem Ms. durchgeführt wurde. 3) Vgl. den Vocativ Kaycika (ohne Gj.) von skt. Kauçika auf Bl. 50 b unseres Ms. mit dem Paradigma Leumanns (Z. D. M. G. LXI, 657), aus dem hervorgeht, dass der Vocativ Sg. der ă-Stämme in der Sprache 11®, ebenso wie im Sanskrit, auf & ausgeht. 4) Der Laut i wird, wie Leumann (Z. D. M. G. LXII, 108) feststellt, in den uns vorliegenden Proben der Sprache IIa darch zwei rerschiedene Zeichen wieder- 118 Fortfallen der auslautenden Vocale å und á im uigurischen Text und in den Brāhmīglossen, wenn es sich um leblose Gegenstände handelt, findet aber in der Sprache II, in der bisher consonantisch auslautende Wörter überhaupt nicht nachgewiesen worden sind, keine Parallelbildungen. Das i (für auslautendes à indischer Personennamen) und der consonantische Auslaut (für °á, wenn leblose Gegenstände in Frage kommen) erscheinen auch in uigurischen Handschriften, die nachweislich Übersetzungen aus dem Chinesischen resp. aus dem Tibetischen enthalten ?). gegeben, die in den Handschriften promiscue gebraucht werden, und zu deren Transscription man sich der Buchstaben i resp. ä bedient (die irreführende Umschreibung des zweiten Zeichens durch ä wende ich nur deswegen an, weil sie allgemein üblich ist). Die von Leumann für unsere Mss. in der Sprache II* statuierte lautliche Gleichwerthigkeit der beiden Zeichen bestätigen nicht nur die von mir schon früher (Bull. Ac. Imp. Sc. St.-Pétersbourg 1908, pag. 1367) angeführten Wörter, sondern auch viele andere, wie z. B. jātäsmarë ſür skt. jātismara (G 6 b 3) und die Formen rişayi, räşayå, räşayi und rişaya, die sämmtlich in der Bedeutung von skt. țși auf einem Fragment (1) vorkommen. Dasselbe Resaltat ergiebt eine vergleichende Betrachtung der Blätter si 8 und G 13, sowie G 5, die uns einige Zeilen desselben Texts aus zwei verschiedenen Handschriften darbieten, denn, während die Orthographie des Ms. G sonst wenig von derjenigen des Ms. Si abweicht, findet sich in G mehrfach i, wo Sl ä hat, und umgekehrt. Mit St 8 bézeichne ich nach Leumanns Vorgang eincs der bei Stein (Ancient Khotan) abgebildeten Blätter und mit G cine Gruppe von Handschriftenresten der Petrovskischen Sammlung des Asiatischen Museums. Vgl. meinen Artikel «Tocharisch und die Sprache I», Bull. Ac. Imp. Sc. St.-Pétersbourg 1909, pagg. 479-84. Auf pag. 484 dieses Artikels sind folgende Druckfehler zu berichtigen. Lies: statt ysãuū ysānu (Zeile 3) sçamdya çamdya (Z. 6) şşaiņa şşaidä (Z. 7) lvara... hrāra.... (Z. 15) hvāõumä hvaüumä (Z. 17) pamjsūsamye pamysusamye (Z. 21) P[u]sparenauta P[u]sparenauta (Z. 31) 1) Diese Thatsachen sind mir erst bekannt geworden, nachdem mcin Artikel a Tocharisch und die Sprache II» (Bull. Ac. Imp. Sc. St.-Pétersbourg 15/28 Dec. 1908) erschienen war. Vgl. z. B. Vaiširvani für Vaiçravana neben Pušpak für Puş. paka (pag. 28) in den von Müller veröffentlichten Proben der uigurischen Übersetzung des chinesischen Suvarņaprabhāsa, die in den Abhh. Kgl. Preuss. Ak.
119 Folglich ist der Umstand, dass diese eigenthümliche Behandlung der indischen &-Stänme im uigurischen Text und in den Brāhmiglossen unseres Ms. zu Tage tritt, für die Entscheidung der Frage belanglos, aus welcher Sprache das Timactbycrik in das Uigurische übersetzt wurde?). Die Schriftzeichen der Glossen unterscheiden sich im Ganzen nur wenig von denjenigen der von Stonner ?) veröffentlichten, durchweg mit Brāhmicharacteren geschriebenen sanskrituigurischen Bilingua, doch werden sie, da es ihre Aufgabe ist die von oben nach unten laufenden uigurischen Buchstaben zu erklären, meist so an einander gereiht, dass der «Fuss» des ersten Aksara auf dem «Kopfy des zweiten steht u. s. w. (vgl. Taf. I). Ausnahmsweise werden die Brāhmizeichen aber auch in einer Weise nebeneinander gesetzt, die den Leser zwingt das Buch fortwährend hin und her zu wenden, wenn er nicht nur die Wiss. am 11/24 Dec. 1908 erschienen sind. Die im Druck befindliche Arbeit: Das XXV. Capitel des Saddharmapuņdarīkasūtra, herausgegeben von W. Radloff, beschreibt ein Fragment, das den Schluss des Rājāravādakasūtra in einer Übersetzung aus dem Tibetischen in das Uigurische enthalt. Dort finden sich die Wörter. Yigauitpi (für Jinamitra) und Mkajan (für Mahāyāna). Wenn man annimmt, dass die eigenartige Behandlung der auslautenden Silben aus der Sprache eineş Volks stammt, das den Türken viele buddhistische Missionare stellte, und diese Erklärung der betreffenden Erscheinung liegt doch am nächsten 80 ist es nicht allzu auffallend, dass das î (für ā) etc. auch in Übersetzungen aus dem Chinesischen und Tibetischen auftritt. Die betreffenden Endungen, die weder türkisch, noch chinesisch, tibetisch oder indisch sind, haben sich wahrscheinlich in den türkischen Texten in derselben Weise eingebürgert, wie z. B. die Endung us (für os, z. B. in Petrus für détpor), die weder deutsch noch griechisch ist, in den deutschen Übersetzungen des neuen Testaments aus dem Griechischen. 1) Buddhistisch-religiöse Werke, die in türkischer Sprache verfasst wurden, sind als solche bisher noch nicht nachgewiesen worden; ebenso wenig directe Übersetzungen aus dem Altindischen. Die Wahrscheinlichkeit spricht also dafür, dass auch unser Sūtra aus einer dritten Sprache in das Tigurische übersetzt (oder auf Grund von Texten, die in einer dritten Sprache verfasst waren, compiliert) worden ist. 2) Sitzungsberr. Kg!. Preuss. Ak. Wiss. 1904.
120 uigurischen Buchstaben, sondern auch die Brāhmīzeichen bequem lesen will"). Folgende Combinationen von Zeichen, die an sich auch aus indischen Quellen bekannt sind, in Indien aber nie zu Ligaturen vereinigt werden, habe ich in unserem Ms. bemerkt ²): rri (1 Mal) und bhdra (6 Mal); rr 8) vertritt einfaches r in der Glosse Yaçudarri (vgl. Taf. II, Fig. 14) für skt. Yaçodharā, uig. Jamyrapi, 1) Die beiden Fassungen des Namens Pad(u)māvati sind z. B. auf Bl. 32 a ungeres Mg. folgendermaassen angeordnet: पडमवति sܛܩܩܝܩܝ >> . >> » » . >> >> . >> . . . . . 2) Es ist möglich, dass noch andere in Indien unbekannte Ligaturen sich unter denjenigen Zeichen befinden, deren Lesung mir nicht gelungen ist. Alle diese Zeichen sind auf der Tafel II abgebildet. Die auf dieser Tafel reproducierten Glossen stehen im Ms. neben den folgenden uigurisch geschriebenen Wörtern. Fig. 1. IIanyaan Bl. 41 a, Zeile 3 2. Abari » 42 b 5 3. Сунітрі. » 42 b 7 4. Kyoipi » 39 b 5 5. Пурвашат » 23 a 8 6. Сукрісіні . 25 b 6 7. Чантані » 40 b 4 8. Äpni. » 43 a 9. Патрі » 42 a 2 » 10. Yaiti. 42 a 4 » 11. Cahkam » 40 b 3 » 12. Apapaqiri » 40 b 3 » 13. Tipabiati. » 42 b 4 >> 14. Jamytapi. » 25 b 5 » 15. Страјастріш » 51 a 7 » 16. Чанаршаві » 43 b 2 » 17. Bari. 5 » 18. Icasi. 3 a 3 >> 19. Kari. » 41 b 1 » 20. Пурна-патрі » 42 a 5 » 21. Cycapa. » 42 b 6 3) Die Ligatur rr(a) kommt sowohl in der Sprache I (vgl. Sieg und Siegling 0. C. pag. 920) als auch in den mir vorliegenden Fragmenten der Sprache II vor. » . . . . . 0 • D 425 . . 1 >> .
121 und bhdra steht für skt. bhadra in Namen wie Purņabhdra (vgl. Taf. II, Fig. 20) für skt. Pūrņabhadra, uig. Ilypha-natpi. Nicht nur die vorliegenden uigurischen, sondern auch die aus den Paralleltexten gewonnenen correcten Sanskritformen aller dieser Namen sprechen dafür, dass das Aksara bhdra zweisilbig gelesen werden muss. Die Zeichen k, p und r sind bisher nur in centralasiatischen Documenten beobachtet worden, u. a. auch in der von Stönner publicierten sanskrit-uigurischen Bilingua). Während in unserem Ms. die beiden erstgenannten Zeichen nur im Auslaut erscheinen, findet sich r ausserdem im Inneren einiger Wörter, wie z. B. Pūrņabhdra (uig. Ilypua-natpi) und Parathrukiº) (uig. Ilateyki). Alle drei Zeichen vertreten wahrscheinlich alt-indisch-correctes k Die Vocallosigkeit eines Consonanten wird in unserem Ms., wie auch in dem erwähnten sanskrit-uigurischen Fragment, in der Regel durch einen Strich ausgedrückt, der den stummen Akşara mit seinem Vorgänger verbindet; ausserdem findet sich in den meisten Fällen noch ein Punkt über dem Zeichen, das des inhärierenden Vocals verlustig geht“). Die Anwendung des Verbindungsstrichs veranlasst ferner den Schreiber gewöhnlich dazu, resp. p und r. 1) Vgl. meinen Artikel «Tocharisch und die Sprache I». Dort wird auf pag. 483 das Wort uskālstão (Bed. in d. Spr. II «hinauf») angeführt, dessen letztes Akşara, da es mit zwei Vocalbezeichnungen versehen ist, offenbar auch zwei Silben darstellt. Es ist wahrscheinlich uskālusto zu lesen, doch lässt sich dieses auf Grund der Schrift allein natürlich nicht behaupten. Auch nach Müller (Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1907, pag. 960) sind gewisse in den brāhmi-türkischen Fragmenten vorkommende Akşaras zweisilbig zu lesen (ili und iki). Vgl. aber Sieg und Siegling 0. C. pag. 821. 2) K kommt in unserem Ms. zwei Mal in dem Nameo Dicasvāstik (uig. Țima- CtByCrik), p nur ein Mal in Prajaprap (uig. Ianyapao) vor. R findet sich häufiger (7 Mal) 3) Das zweite r (in Parathruki) steht mit dem th in Ligatur, und man könnte es desswegen auch durch f wiedergeben (vgl. Sieg and Siegling o. c. pag. 919). Es müsste dann aber angenommen werden, dass das betreffende Akşara zwei Vocalzeichen trägt. 4) Sieg (Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1908, pag. 471) beschreibt dieselbe Art der Virāmabezeichnung.
122 die betreffenden Akşaras statt untereinander, nebeneinander zu setzen (vgl. Taf. II, Figg. 1 und 5). Zuweilen begnügt er sich aber damit, dem vocallosen Zeichen einen Strich hinzuzufügen, der nach links verläuft und so das vorhergehende Zeichen natürlich nicht erreicht (vgl. Taf. II, Fig. 15). Schliesslich sei noch auf das Wort Sangaç (Taf. II, Fig. 11) hingewiesen, in dem der Virāma einfach dadurch ausgedrückt wird, dass die beiden letzten Zeichen nebeneinander stehn, während das erste sich über dem zweiten befindet. Auffallend ist die Schreibung Purņabhdra auf Bl. 41b (vgl. Taf. II, Fig. 20) mit einem durch den Virāma als vocallos bezeichneten ra, denn sie stellt gegenüber dem mit gewöhnlichem r superscriptum geschriebenen Purņabhdra auf Bl. 42 b eine für die Aussprache augenscheinlich belanglose Anstrengung dar. Die Ausführungen auf pagg. 113–14 dieser Bemerkungen crgeben, dass aus der Schrift unserer Glossen ebensowenig auf die Sprache des Texts geschlossen werden kann, der dem Übersetzer des vorliegenden Werks in das Uigurische als Vorlage gedient hat, wie aus den lautlichen Eigenthümlichkeiten, die wir an den indischen Wörtern des Ms. beobachtet haben (vgl. oben pag. 118). Auch der Inhalt des Sūtra liefert uns für die Lösung der Frage keine ausschlaggebenden Argumente '). Jedenfalls scheint aber der uigurische Übersetzer den Text seiner Vorlage nicht wörtlich wiedergegeben zu haben, denn er bezeichnet die ersten Buddhisten, Trapușa und Bhallika, die auch von den Gandhārern, den Burmanen und den Tochariern als Landsleute in Anspruch genommen werden, mehrfach als mächtige Türken?). 1) Erwäbnenswerth ist es vielleicht, dass Kubera, der in der Geschichte von Khotan als Stadtgott eine hervorragende Rolle spielt, in unserem Manuscript der ahöchste der Götter» genannt wird. Wenn dieser Umstand nicht so vereinzelt dastände, wäre es nicht unmöglich in ihm einen Hinweis darauf zu seben, dass unser Sūtra aus der Litteratursprache von Khotan (Sprache II®) in das Uigurische übersetzt worden sei. Vgl. Abel-Rémusat, Histoire de la ville de Khotan, Paris 1820, pagg. 37 fgg., und meinen demnächst im Bulletin de l'Académie erscheinenden Artikel «Ein neues Dharmaçarira). 2) Vgl. oben pagg. 86 & 91.
123 Wörterverzeichniss"). Altindisch, Brāhmiglosge. Avada A-- vgl. Taf. II, Fig. 2 Agastya Agastya Uigurisch. Аваті 42 a ein Yakşa Аваті 42 b ein Yaksa Акасті 24 b, 99 ein Berg Аніміша 19 b, 101 eine Göttertochter Анурат 23 a, 98 ein Mondbaus Апаразіті 40 b, 110 ein Yakşa Anapaqiri 40 b, 110 ein Yakşa Animisa Animiņā Anuradh Anurādhā Apharajiti Aparājita vgl. Taf. II, Fig. 12 Aparajiti Aparājita 1) In der ersten Rubrik dieses Verzeichnisses werden, mit Ausnahme der Bestandtheile der Dhāraṇīs, alle im uigurischen Text vorkommenden Wörter indischen Ursprungs angeführt, die als solche erkannt wurden, die zweite enthält die Brābmīglossen und die dritte die correcten altindischen Formen derjenigen Ausdrücke, die za identificieren ich für möglich hielt. Die durch die Buchstaben a resp. b näher bezeichneten Ziffern verweisen auf dic Blätter des Ms., und die übrigen Zahlzeichen, sofern ihnen keine Erklärungen beigegeben sind, auf die Seiten der vorliegenden Bemerkungen, Ein Verzeichniss der Dhāraṇīs befindet sich auf pag. 137. Für die Wiedergabe der in dem M8. uigurisch geschriebenen Wörter in diesen Verzeichnissen und in den vorstehenden Bemerkungen sind mündliche Angaben des Herrn Akademikers Radloff (soweit die Fragmente, Bll. 5-15, in Betracht kommen) resp. seine Texttransscription (für die Wörter, welche auf den. Bll. 18-27 and 30-51 stehen) maassgebend.
124 Altindisch. Brāhmiglosse. Abhikşņa aphitteye rara Raçi -- pi vgl. Taf. II, Fig. 8 keine Glosse Asura Ātavaka Atipur Aşleç (sic!) Açleşā Uigurisch. Апікшai 18 b, 99 Name eines Orts Api'riji 41 b Apa apa 426 Apami 41 a ein Yakşa Арпі 43 a, 107 ein Yakşa Acypi 48 a, 48 b eine Classe von Dämonen Атавакі 43 b, 107 ein Yakşa Ariayp 41 b, 116 ein Volk Aulici 11 a, 98 ein Mondhaus (nakgatra) Baiманукі 47 a, 97, 112, 113 eine Classe von Göttern Baiрачані 43 a, 107 ein Yakşa Baiсiравані 30 & Name des Beherrschers der Yakşas and Welthüters des Nordens Baimiавані 46 b, 97 derselbe Baiшiравані 38 b, 98 derselbe Ванчі 40 b, 110 ein Volk ... Baprani 18, 101 8. (Нанта]вартані Bapri 41 a ein Volk Варунаваті 42 a ein Volk Vaimanuki Vaimānika Vairujani Vairocana (?) keine Glosse Vaigravana Vaiçravana Vaicravaņe Vaiçravaņa Vrji Vrji ..vardani Výddhi Vğdravati 125 Altindisch. Brāhmīglosse. Varuņi Varuņa Vadi - tto vgl. Taf. II, Fig. 17 Vipulade Vipula Virupakse Virūpākşa Uigurisch. Варуні 40 b, 43 a, 105, 109 ein Yakşa, Glosse nur 43 a Bari 42 a ein Yakga Ваті 42 b ein Yakşa Binyl 42 a, 109 ein Volk Вірупaкші 24 a, 38 b, 97, 98 Name des Beberrschers der Schlangendämonen (Nāga) und Welthäters des Westens, Glosse nur 38 b Вірутакі 38 b, 97, 98 Name des Beherrschers der Kumbhāņda genannten Dämonen und Welthüters des Südens Віча (јанті] 13 b, 101 eine Göttertochter Ікаракша 19 b, 101 eine Göttertochter Інтрі 43 a, 105 ein Yakşa Ісані 43 a, 107 ein Yakşa ...ітартті 13 b, 101 s. CitaptȚi Virudhahi Virūąhaka Vija(yanti] Vijayanti Ekarakşa Ekādaçā (?) Idri Indra Içāna -saņi vgl. Taf. II, Fig. 18 S[i]ddharthi JäK yakşa yakşa 42 a, 43 b, 107 eine Classe von Dåmonen yakşi yakşa Yanapur Јакші 42 a, 107 Јанпур 40 b ein «Volk» Јасуваті 25 b, 101 eine Göttertochter Јашутарі 25 b, 101, 120 eine Göttertochter Yaçuvadi Yaçovati - Yaçodhara Yaçudarri vgl. Taf. II, Fig. 14 126 Altindisch. Brāhmiglosse. Haimayadi Haimavata Kailas Kailāsa Kalmāşapadi Kalmāşapāda Kandha Kandhaka Nikaạthaka Gandharyi Gandharva Gandharve Gandharya Kadiragovida Khadirakovida Kapila Kapila Uigurisch. Кајмаваті 43 a, 107 ein Yakşa Kaljac 31 a, 98, 117 ein Berg Kalmacadaſi 40 b, 110 ein Yakşa Канта 43 а 8. Кініканта Кантака 43 a, 107 ein Yakşa Кант(а)рві 43 b, 107 ein Yakşa Кант(а)рві 47 a, 48 a, 48 b, 97 eine Classe von Dämonen, Glosse por 48 a Кантiракувінті 43 a, 107 ein Yakşa Калili 41 a, 111 ein Yakşa Каруті 48 a, 116 eine Classe von Dämonen K(a)pyti 48 b Каршна 19 b, 101 eine Göttertochter Катali 33 a, 106 ein Feldherr der Yakşas Катан-кант 41 b ein Volk Катaркут 41 a, 110 ein. «Volk» s. Katpakyt Каті 36 b, 105, 106 ein Feldherr der Yakgas Каті 42 a, 111 ein Yakşa Каті 41 a, 111 ein Yakşa Karadhi Garuda keine Glosse Garuda Krsna Kșsņā Khadale Kapila (?) Gad keine Glosse Grdhrakūta (?) Kada Kāla Kada Kāla vgl. Taf. II, Fig. 19 Kadi Kāla 127 Altindiach. Gțdhraküta (?) Kauçika >> Kaçmira Haimarata Kumbhira Kimnara Kunikantha Uigurisch. Brāhmiglosse. Karpaky'r keine Glosse 42 a, 110 ein Volk s. Katapkyr Каусіка 50 b, 97, 117 ein Name des Indra (Kopмуста) Каш 41 b ein Volk Käшмір 41 a, 111 ein Volk Кімаваті :) Haimavati 37a, 105, 106 ein Feldherr der Yaksas Kimnini Kibhiro 42 a, 109, 112, 113 ein Yakşa Кінарі keine Glosse 48 a, 48 b eine Classe von Dämonen Кініканта Kiņikandha 43 a, 107, 112 ein Yakşa; im Uigurischen und auch im Brāhmi in zwei Worten: Kini - kahta resp. Kiņikandha geschrieben Kipi Kiri 32a, 101 eine Göttertochter, vgl. Capaтакірі ....kimi ...keçe 14 b, 106 ein Feldherr der Yakşa (?) Крмашірісті Kamaçriști 43 a, 107 ein Yakşa Кувраk(ы) parivarā 43 b, 108 ist ein türkisches Wort, das ebenso wie skt. parivära «Gefolge» bedeutet Кумранті keine Glosse 18 a etc. eine Classe von Dämonen Купali Gopale 43 a, 107 ein Yakşa Hiri Kāmaçrestha parivāra Kumbhāņda Gopāla 1) Auf Bl. 87a des Ms. steht: wamy (nicht any wie oben pag. 20).
128 Altindisch. Kubera kşatriya Lakşmīmati Lankā Lokadhātu Mahārāja Uigurisch. Brāhmiglosse. Купірі Rumbere 39 b, 97, 103 ein anderer Name des vgl. Taf. II, Fig. 4 Baiсiраванi q. v. Кутају Godhayu 41 b ein Yakşa(?) Kwärpik keine Glosse 38 b Laкiшманті Laksimandi 25 b, 101 eine Göttertochter Lанк 1) keine Glosse 40 b, 110 eine Stadt Lyкaтату 46 b Weltregion Makакірасі Mahākirasi 41 a ein Yakşa м(а)kарач keine Glosse 38 b etc. Макат Magadh 41 a, 111 ein Volk Макiшварі Mahiçvare 46 b, 97 Makpa keine Glosse 24 a etc. м(а)куракі keine Glosse 48 a, 48 b eine Classe von Dämonen Managiki Manyaki 43 a, 107 ein Yakşa Манір Maņir 43 a, 107 ein Yakşa; der Nominativ müsste unter den vorliegenden Um. ständen (es folgt im Texte unmittelbar der Name Māṇicara) auch im Sanskrit Mapir lauten Манічарі Manijara 43 a, 107 ein Yakşa Манпатрі Manibhdra 42 b, 111 ein Yakşa Magadha Maheçvara Māhārāja Mahoraga Maņi Mānicara Mānibhadra 1) So (nicht Lån) nach der Transcription auf pag. 42.
129 Uigurisch, Brābmīglosse. Altindisch. Манталі Matale Mātali 43 b, 107 ein Yakşa Мантар-тарані keine Glosse mantradhāraņi 51 b eine Classe magischer Formeln, vgl. Dharmasamgraha L II Маркашір ) Mrgavira Mrgaciras 11 a, 98 ein Mondhaus Матур keine Glosse Mathurā (?) 39 b, 103 ein Volk Матур keine Glosse Mathurā (?) 41 a, 111 ein Volk Miqykamala Micukamala Udyogapāla (?) 20 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Муктакіші Muktakiçi Muktakeçi 19 b, 101 eine Göttertochter [Нанта Јвартані [Nanda]vardani Nandavardhanī 13 b, 101 eine Göttertochter Нантакі Nandhaka 41 b ein Yakşa (?) Нантіка Navadika Navamika 19 b, 101 eine Göttertochter Нанті-сіні Nandi-sene Nandisenā 13 b, 101 eine Göttertochter, in zwei Worten geschrieben [Нанту]тірі [Nando]ttare Nandottara 13 b, 101 eine Göttertochter Натакі Nadaki ein Yakşa, zwei Mal auf Bl. 41 a Hilaribi) Niladeve Ilādevi (?) 32 a, 101 eine Göttertochter 1) So und nicht Mapkami. Vgl. pag. 98. 2) Es ist bemerkenswert, dass anlautendes i in der uigurischen Schrift von hi kaum zu unterscheiden ist. Vielleicht ist das anlaatende o in Hilaribi, dem im Lv. und im Mv. die Form Ilādevi entspricht, auf diese Thatsache zurückzuführen. Die Glosse bote in dem Fall auch eine falsche Retranscription. Herr A. I. Ivanov theilt mir mit, dass das chinesische Zeichen F auch (und nicht bloss au) darstellen kann. Die chinesische Form des Namens spricht also nicht, wie man aus der Transscription Vasiljevs schliessen könnte, gegen die ausgesprochene Vermuthung. Vgl. oben pagg. 100-101 und 113--15. 9 130 Uigurisch. Altindisch. Brāhmiglosse. Paleki Bhallika Paņdaraki Pañcalagandhi Pañçālaganda Pancalakarņa Pañcālagaņda (?) Pañcali Pāñcika(?) Prajaprap vgl. Taf. IT, Fig. 1 Pranada Praņāda Parapumdari Paradvaci Bharadvāja Ilaliki 45 b, 96, 114, 115 ein Kaufmann Пантаракі 41 a ein Yakş& Панчаlаканті 43 b, 108 ein Yakşa Панчаlакарі 37 2-b, 106 ein Feldherr der Yakşas Панчаli 37 a, 105 ein Feldherr der Yakşas Панчадап 41 a, 121 ein Volk Паранаті 43 a, 107 ein Yaksa Парапунтарі 41 a ein «Yolk» Паратівачі 43 a, 107, 115 ein Yaksa Парман 38 a, 95 Пару 41 b ein Yakşa Патаlіnутур 40 b, 109 eine Stadt Ilarap 3 a, 107 ein Yakga; der Nominativ müsste unter den vorliegenden Umständen (es folgt im Texte unmittelbar der Name Maạir) im Sanskrit Vadir lauten Патнукі 14 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Ilarpi 42 a ein Volk Патумаваті 32 a, 101 eine Göttertochter Патумі 32 a, 101 eine Göttertochter keine Glosse brāhmaṇa Bhayu Patalamputſ Pātaliputra Padr Vadi 43 Parathruki Bhedhra vgl. Taf. II, Fig. 9 Padumavati Pad(u)māvatī Paduma 131 Altindisch. Brāhmīglosse. Pañcaçiki Pañcaçikha Pramodidadi Prajapadi Prajāpati Prѕtаka Bhomo Bhüma Puņdarika Pundarikā Uigurisch. Пачасікі 46 b, 97 ein Gandharva Прамутаті 25 b, 101 eine Göttertochter Прачапаті 43 a, 107 ein Yakşa Прштака 20 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Пумі 36b, 104, 106 ein Feldherr der Yakşas Пунтаріка 19 b, 101, 117 eine Gottertochter Пунтарікі 41 а, 110, 117 ein Yakga Пурвашат 23 a, 98, 117 ein Mondhaus Пурнакі 33 а, 43 а, 105, 106, 107 ein Feldherr der Yakşas Пурна-патрі 41 ъ, 111, 120 ein Yakga Пурнaпaтрі 42 b, 111 ein Yakşa Ракшаш 47 а, 48 8 eine Classe Yon D. Pundareki Puņdarīka Pūrvāsādhā Purvaşat vgl. Taf. II, Fig. 5 Purņaki Pūrņaka Purņabhdra Pūrņabhadra vgl. Taf. II. Fig. 20 Purnabhdra Pürnabhadra keine Glosse Raksasa monen Raja Rajagrha Rajabhdra Rājabhadra keine Glosse Разакрk 42 a, 109 Wohnort eines Yakşa Рачапатрі 41 a, 111 ein Yakga ..раштрі 11ъ тgl. Трітішаштрі Саматі 24 ь Санкара 26 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Санкаш 40 b, 110 eine Stadt keine Glosse samadhi Çankara Çankhila (?) Sānkāçyā (?) Sangaç Тgl. Taf. II, Fig. 11 9* 132 Altindisch. Brāhmiglosse. Samcayi Samjaya Sahadeve Surādevi (?) Saradakiri Çraddhā+Hirī Sadakiri Sātāgiri Uigurisch. Санчaji 1) 39 b, 103 ein Yakşa, Sohn des Kubera Саратіві 32 a, 101, 114 eine Göttertochter Capaтaкірі 32 a, 101, 112 zwei Göttertöchter, deren Namen fälschlich sowohl im Uigurischen als auch im Brāhmi ein Wort bilden. Dass es sich hier um zwei Wesen handelt, ergeben nicht nur die Paralleltexte, sondern auch der Context unseres Sūtra Caтaкірі 43 a, 107 ein Yakşa Ciri 26 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Cilапатрі 40 b, 110, 114 ein Yakşa Ciakanali 42 a, 111 ein Yakşa Сіраван 23 b, 98 ein Mondhaus Cipi 32 a, 101 eine Göttertochter Сіріманті 25 b, 101 eine Göttertochter Cira 19 b, 101 eine Göttertochter Çikhi Simha Çilakathi Çilabhadra (?) Simhapāle Simhabala Çrav 2) Çravana Çri Çri Çrimadhi Ç(i)rimati Siddha Sitā (?)) 1) So (nicht Canyaju) nach der Transscription auf pag. 42. 2) Der Verfasser der Glossen hat zweifellos Çravan gemeint; wir sind aber gezwungen den Punkt über dem Akşara va als einen Virāmapunkt zu betrachten, da das va deben (nicht anter) dem Çra steht, und die beiden Silbenzeichen durch einen Strich miteinander verbunden sind. Vgl. oben pagg. 121.-22. 3) Sitā ist in keinem der Paralleltexte belegt; im Mv. entspricht aber dem Namen Cira das Wort Çukrā, das dieselbe Bedeutung («die Weisse») hat wie Sitā. Auf diesen Namen, der zu Krşņā («die Schwarze») sehr gut passt, geht wahrscheinlich das uig. Cira zurück. Die Glosse Siddha bietet offenbar nichts, als eine falsche Retransscription des uig. Cira, das natürlich auch Siddhā repräsentieren könnte. Vgl. obea pagg, 100-101 und 113–15.
1 33 Altindisch. Brāhmiglosse. S[i]ddhārthi Siddhārtha Somivadi Some Somā Trayastrimca Strayatric vgl. Taf. II, Fig. 15 Subrahme Sukhaişini vgl. Taf. II, Fig. 6 Sumaņi Sumanas Somi Soma Uigurisch. [C]iraprņi 13 b, 101 eine Göttertochter Сомавјаті 25 b, 101 eine Göttertochter Сомі 25 b, 101 eine Göttertochtcr Страјастріш 50 b, 97,116 eine Classe von Göttern Субармі 40 b ein Volk Сукрісіні 25 b, 101 eine Göttertochter Сумані 43 b, 108 ein Yakşa Сумі 43 a, 105 ein Yakşa Сунітрі 42 b ein Yakşa Супрчарі 42 b ein Yakşa Супумі 36b, 104, 106 ein Feldherr der Yakşas Сурасатірі 33 a, 106 ein Feldherr der Yakşas Сурпарак 41 b, 111 ein Volk Cycapa 42 b ein Yakşa Сутрасан') 40 b, 110 eine Stadt Сутур 47 b, 79 etc. Такшан 35 a, 93 Segen Sunetra (?) Sunedhra vgl. Taf. II, Fig. 3 Supracãro Subhomā Subhūma Surastra Sunetra (?) Çorbharaka Çūrpāraka (?) Copa - vgl. Taf. II, Fig. 21 Sudarcam Sudarçana (?) keine Glosse sutra keine Glosse dakşiņā 1) Sudarcana ist nach Speyer (Avadīnaçataka, Bibl. Buddh. II, 218) der Name einer Götterstadt, nach dem Kāraşqavyūha (pag. 91, Z. 17) derjenige eines parvatarāja. Sudarçanā und Sudarcani sind nach Bohtlingks Wb. Namen der Stadt Indras.
134 Uigurisch. Brāhmīglosse. Altindisch. Танататі Dhapadatti 20 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Танікі Dhaniki 20 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Тарканатакі Trganďake Trikanthaka 43 b, 108 ein Yakşa Тарпусі Trbhasi Trapusa 45 b, 96 ein Kaufmann Тартаlумі Dhşdalome 40 b ein Yakşa Тіlутамі Dilodame Tilottamā 19 b, 101 eine Göttertochter Тінкі keine Glosse Dîrgha 33 a, 105, 106 ein Feldherr der Yaksas Тіравінті Tri -- 42 b vgl. Taf. II, Fig. 13 ..ſipi - ttare 13 b, 101 8. [Hauty]ripi Тіркасакуті Dirghaçakti Dirghaçakti 43 b, 107 ein Yakşa Тіркі Dighi Dirgha 43 b, 108 ein Yakşa Tiсатiві Dbiçadeve 32 a, 101 eine Göttertochter Тішаствустік 1) Dicasvāstik Dicām Sauvasti- 6 b, 47 b, 49 b, 50b, 92, 93, 116 Name [kam (?) des vorliegenden Sūtra; 50 b keine Glosse Tјан keine Glosse dhyāna (?) 24 b Трманіті Dharmanedbe 42 b ein Yakşa Трмапali Dharmapali Dharmapāla 41 a, 110 ein Yakşa 1) So (nicht ȚimactBymrik) nach der Transscription auf pag. III.
135 Altindisch. Brāhmiglosse. Dhrdiraşthre Dhịtarāṣtra Trphali Triphalin Upakaļi Upakāla Upakada Upakāla Opapañcika Upapañcaka Upaçiki Upasimha Glosse zerstört Uttarāṣāṣha Ujayam Ujjayani Uigurisch. Tртiраштрі 38 b, 97, 98, 112 Name des Beherrschers der Gandharvas und Welthüters des Ostens. Hierher gehört auch ... pautpi 11 b (ohne Glosse) Tynali 43 b, 108 ein Yakşa Упакаті 36b, 105, 106 ein Feldherr der Yakşas Упакаті 42 a, 111 ein Yakşa Yoan(a)a9iki 43 a, 107 ein Yakga Удасікі 26 b, 106 ein Feldherr der Yakşas У таршат 23 b, 98 ein Mondhaus Учајан 40 b, 41 a, 110 ein Volk; Glosse nur 41 a Чаіті 42 a ein Volk Чајанті *13 b, 101 eine Göttertochtor Чакаlатібі 26 b, 106 ein Feldherr der Yakşas Чамдаi 41 a, 111 ein Volk; vielleicht auf den Loc. Campāyām von Campā zurück. zuführen (?) Чампутівiп 43 b der Erdtheil, in dem Indien liegt Чанаршаni 43 b, 107 ein Yakşa Чантані 40 b, 110 ein Yakşa Чантані 43 a, 107 ein Yakşa Cayti vgl. Taf. II, Fig. 10 Jajayanti Jayanti Adipā (?) Jamphaya Campā (?) keine Glosse Jambudrīpa Jinarsabha Janarsabhi vgl. Taf. II, Fig. 16 -ndani vgl. Taf. II, Fig. 7 Candani Candana Candana
136
Altindisch.
Brāhmiglouse.
Jatadari
catismāre
jātismara
Uigurisch.
Чататірі
42 a ein Yakşa
Чатысмарі
48 8 einer, dessen Erinnerung sich
auch auf seine früheren Existenzen
erstreckt
Чітрічірі
43 b, 107 ein Yakga
Шараваті
37a, 106 ein Feldherr der Yakgas
Шірі(кіні)
9b Gottin des Glücks
Illipiuatapi
41 b, 111 ein Yakşa
Citrisene
Citrasena
Çaravati
keine Glosse
Çri
Çribhdra
Çrībhadra
137
Transscription des uigurischen Texts der Dhāranis
nebst den Brāhmīglossen.
12 а парамуті мутва
pramode modava.
18а кіl(i) кіlірі кіlі наваті сваka
çilini çili ņavati svāhā.
22 а пу
[:] кіlaмi кiilaмi ijalaмi кунтaji маріні пурі
tad yathā [:] hilme hilme ilme kuyaje maraņi puri
ajiча ташарача нунтарікајача чајаму свака
ayijā daçārijā pundarikayacā jāyamu svābā.
24 ъ вараті варуні ваку најаті сваka
varuņi .. vadi svāhā.
30 b kaнi kaні каніні kapiнаваті 1) сваka
hani hani haņņini hariņavadi svābā.
34ъ ачіваті нічiваті ніруші машi туша саншамача срватара
acivade nirtcadi pahuşe maçã tuşā samcāmāca sarvatra
віраті іса іва нанту тукашја сваka
viraời eşā evāntu dukhasyā svāhā.
41 ъ ынча k(а)лты [:] учіні кіlі чіlі пурушајарi cili кili cвaka
tad yathā [:] ujiņi hile cile puruṣayari şile kile svāhā.
1) So ist wohl zu lesen und nicht kapjabati.
138 Nachtrag. Das Wort Ali (toyïn), das in unserem Ms. (Bl. 38a) als Äquivalent von skt. çramaņa (vgl. oben pag. 95) vorkommt 1), ist, wie der Herausgeber des uigurischen Texts oben (pag. 62) feststellt, in das Mongolische übergegangen, wo es bis auf den heutigen Tag im Gebrauch geblieben ist. Nach Golstunskij ?), der Lasst nicht transscribiert, nach Pozdnejevs), der es durch Tòšht wiedergiebt und nach d'Ohsson 4), bei dem es als Touin erscheint, hat dieser Ausdruck im Mongolischen dieselbe Bedeutung wie in unserem Ms., nämlich: «ein Buddhist geistlichen Standes». Auch in mohammedanischen Quellen findet sich das Wort in der Form üsigui als Bezeichnung der buddhistischen Geistlichen, und die Anthologie Mohammed 'Aufis (XIII. Jahrh.) enthält eine persische Erzählung, die angeblich auf Šaķīk ben 'Ibrāhīm Balhi (VIII. - IX. Jahrh.) zurückgeht und u. a. angiebt, dass in der Hataisprache Barthold vermuthet, dass die Sprache der عطایی) - زبان 1) Das Wort piso kommt auch sonst in uigurischen Mss. vor und dient z. B. in einem handschriftlichen Fragment der Übersetzung des Rājāvavādaka (tib. རྒྱལ་པོ་ལ་གདམས་པ) genannten Sutra aus dem Tibetischen in das Uigurische zu der Wiedergabe von 2,5 I (Bed «buddhistischer Mönch»). 2) Vgl. К. Голстунскій, Монгольско-Русский Словарь, С. П. Б. 1895, s. Y. 3) Vgl. A. II 0315$EB), 3an. Umo. Pycck. Teorp. 0611. T. XVI, 118 etc. 4) Vgl. Baron C. d'Ohsson, Histoire des Mongols, La Haye et Amsterdam 1834, T. II, 264. Aus dem «Ytinerarium Willelmi de Rubruk » könnte geschlossen werden, dass das mongolische fshat, im XIII. Jahrhundert auch die buddhistischen Laienbrüder bezeichnete, denn es heisst dort u. a.: Tunc recesserunt, et dixerunt ei quod ego dixissem ipsum (Manguchan] esse ydolatram [sic] sive Tuinum, et quod non servaret mandata Dei. Vgl. Recueil de voyages et de mémoires publiés par la Société de Géographie, Vol. IV, 352.
139 Karakitais gemeint sei) die buddhistischen Priester u. gj genannt wurden, während sie in Indien Igie (sthavira ?) hiessen '). Obgleich die letztgenannte Quelle eher gegen als für den indischen Ursprung von toyïn spricht, müssen sich unsere Blicke doch in erster Linie auf Indien richten, wenn wir bemüht sind zu ergründen, wo dieser auch von den Türken aus einer fremden Sprache entlehnte Ausdruck herstammt, denn es handelt sich ja um einen mit der buddhistischen Religion zusammenhängenden Terminus. Von tāyin, einem indischen Epitheton Buddhas und seiner heiligen Schüler, auf das wir von hochgeschätzter Seite aufmerksam gemacht werden, dürfte sich toyîn, ganz abgesehn davon, dass der letztgenannte Ausdruck alle buddhistischen Mönche bezeichnet, kaum ableiten lassen, denn erstens bliebe das o oder u des uigurischen Worts vollständig unerklärt, uud zweitens müsste man annehmen, dass die Stammform, nicht aber, wie in analogen Fällen"), diejenige des Nominativs (tāyī) in das Türkische übergegangen sei 8). 1) Nach В. Бартольдъ, Туркестанъ въ эпоху монгольскаго нашествія, C. II. 6. 1898, pagg. Am, 37, 418–19. 2) Z. B. Tupali für Triphalin (Bl. 42 b unseres Ms.) und Ratoasiki für Ratnaçikhin bei Müller (Uigurica, pag. 32). 3) Es darf hier nicht unerwähnt bleiben, dass die italienische Version der Reisebeschreibung des Franciscaners Odoric (XIV. Jahrh.) nach einem florentiner Ms. (in allen anderen Mss., die Yule benutzt hat, scheint der Ausdruck zu fehlen) die Hindu- (augenscheinlich nicht buddhistischen) Priester eines Königreichs in Südindien tuin nennt. (Vgl. Yule, Catbay and the way thither, London 1864, Vol. I, 88.) Wenn man auf Grund dieser Stelle nicht ohne Weiteres annehmen will, dass das uigurische Wort toyin aus Indien stammt, so liesse sich sein Erscheinen in dem italienischen Ms. vielleicht einer Verwechslung zuschreiben, die ihrerseits darauf zurückzuführen wäre, dass das lateinische Original des Reiseberichts erst niedergeschrieben wurde, nachdem Odoric mit dem Umweg über China und die Mongolei nach Europa zurückgekehrt war. Die Schwierigkeiten, welche eine Erklärung des Vorkommens von tuin bei Odoric aus dem Mongolischen zu überwinden hätte, sind nicht zu leugnen, doch muss andererseits der Umstand berücksichtigt werden, dass dieser Ausdruck, für den ung kein einziger Beleg aus indo-arischen Quellen zur Verfügung steht, im XIII. Jahrh. nördlich vom Himalaya weit verbreitet war. Möglicher Weise stammt das tuin Odorics auch aus ciner der 140 Aus den Schriften der indischen Buddhisten ist uns kein anderer Ausdruck bekannt, der es verdiente hier angeführt zu werden, andererseits steht es aber fest, dass für die Türken neben Indien u. a. auch China als Bezugsquelle buddhistischreligiöser Lehnwörter in Betracht kam. Darf auf Grund dieser Thatsache die Frage angeregt werden, ob das uigurische toyin nicht auf die von Klaproth") durch Tao-jin wiedergegebenen chinesischen Zeichen l zurückzuführen sei, die im Reisebericht Få-hiens mehrere Mal vorkommen und von Legge (p. 21) durch «man of the Tâo, or faith of Buddha» übersetzt werden? Das Sanskritwort bodhisattva wird in Chinesischen durch die Zeichent umschrieben, die im modernen Dialect von Canton po-t'ei-sat-to ausgesprochen werden. Für diese vollständige Trapsscription treten aber gewöhnlich das erste und das dritte Zeichen ein, sodass der gebräuchliche Ausdruck =po-sat lautet. In einem Ms. der Übersetzung des XXV. Capitels des Saddharmapuņdarikasūtra aus dem Chinesischen in das Uigurische werden nun die Zeichen durch südindischen Sprachen und hat etymologisch mit toyïn nichts zu thun? Die an erster Stelle versuchte Erklärung des Vorkommens vou tuin bei Odoric erscheint weniger unwahrscheinlich, wenn man in Betracht zieht, dass Marco Polo (ed. Pauthier, Paris 1865, II, 587-88) gelegentlich seiner Beschreibung Ceylons vom Adamspick das Folgende sagt: «Et vous di que ilz dient que sur ceste montaigne est le monument d'Adam notre premier pere; et ce dient, les Sarrasins. Et les ydolastres dient que c'est le monument du premier ydolastre du monde, qui ot nom Sagamoni borcam etc. Es ist ohne Weiteres klar, dass Marco Polo hier anstatt des von ihm zweifellos in Ceylon gehörten Worts buddha das mongolische borcam (für burxan) setzt, und in analoger Weise könnte natürlich das mongolische Wort tuin in den Bericht Odorics über das südindische Königreich gerathen sein. 1) Foě kouě ki pag. 22. Das j in Tao-jin repräsentiert in der Transscription Klaproths zweifellos den Laut, der von den Franzosen durch diesen Buchstaben wiedergegeben wird. Nach Williams (Dictionary of the Chinese Language, Shanghai 1874) hat das Zeichen in den modernen Dialecten von Canton und Chifu u. a. den Lautwerth von yăn, ying resp. yin. In demselben Wörterbuch heisst es: «In early times up to A. D. 500, the Buddhists called themselves u. Herrn A. I. Ivanov verdanke ich die Mittheilung, dass das Zeichen I heutzutage zweifellos, wahrscheinlich aber schon seit den ältesten Zeiten, in Westchina yen oder yin ausgesprochen wird.
141 wes= pusar wiedergegeben"). Der Umstand, dass das auslautende t der Silbe sat in dem pusar der betreffenden uigurischen Handschrift als r erscheint, rief die Vermuthung hervor, dass im Dialect) derjenigen Chinesen, welche den Uiguren die Kenntniss des Saddharmapuņdarīka vermittelten, auch das auslautende t in 2 (modern-cantonesích: făt, alte Aussprache pút), der üblichen Abkürzung für BE (făt-t'o resp. pút-tà) =skt. buddha, wie r gesprochen wurde). 1) Der Name Avalokiteçvarabodhisattva wird in Chinesischen durch die Zeichen (mod. -cant. Kwan-sbi-găn-p'o-sat) wiedergegeben, von denen die ersten drei eine Übersetzung von Avalokiteçvara, die zwei letzten aber die erwähnte abgekürzte Transscription von bodhisattva repräsentieren. Alle fünf Zeichen werden in dem betreffenden uigurischen Ms. durch weg te mai (ķuansi im pusar) umschrieben, und es ist klar, dass diese uigurischen Bucřstaben diejenigen Laute bezeichnen, welche in dem betreffenden chinesischen Dialect den fünf Characteren entsprachen. Nur wenn sie in dieser Verbindung stehen, werden die Zeichen in der uigurischen Handschrift durch wee wiedergegeben; sonst entsprechen ihnen dort poptog (puțisvt) oder Leg (putistv) - Buchstabenreihen, die nicht Transscriptionen der chinesischen Charactere sondern mangelbafte Umschreibungen des Sanskritworts bodhisattva darstellen. Das Ms. giebt also bald den Lautwerth der Zeichen in einem bestimmten chinesischen Dialect, bald das von ihnen vertretene Sanskritoriginal, mit uigurischen Buchstaben wieder. In analoger Weise wäre es eventuell zu erklären, dass dieselbe Handschrift für skt. buddha, resp. buddhāya, neben (80g = pur(xan) in der Formel wat panese Jokes AS pag Aku (oamu put namu ţrm namu sank) auch pes (put) aufweist. Als Quellen für die hier angeführten chinesischen Zeichen und ihre Transscription dienten mir Eitels Handbook und Williams' Dictionary. Die uigurischen Äquivalente entnahm ich der im Druck befindlichen Arbeit: Das XXV. Kapitel des Saddharmapuņdarīkasūtra, herausgegeben von W. Radloff. 2) Die indische Silbe sat in bodhisattva) ist offenbar desswegen zu sar (in WW29) geworden, weil die Chinesen, welche die bier in Betracht kommende Transscription einführten, das Zeichen sat aussprachen, dieser Character in dem Dialect der Chinesen aber, welche den uigurischen Übersetzer des Saddharmapundarika instruierten, den Lautwerth sar hatte. In entsprechender Weise hätten wir uns eventuell die Verwandlung der indischen Silbe bud (in buddha), die im Chinesischen durch das Zeichen wiedergegeben wird, zu bur oder pur (in AUNQ9) vorzustellen, denn der Unterschied zwischen d und t kann hier augenscheinlich keine Rolle spielen. 3) Diese Annahme gewinnt bedentend an Wahrscheinlichkeit, wenn man in Betracht zieht, dass die Chinesen zu der Wiedergabe des Namens Borneo oder Burni u, a. die Zeichen Æ (nach Hirth mod.-cant.: Fát- ví) verwenden, 142 Sollte diese Annahme haltbar sein, so würde man wahrscheinlich den ersten Theil des Worts Ming = puryan, des constanten uigurischen Äquivalents a) für skt. buddha, chinesisch , dena hieraus scheint hervorzugehen, dass es einen chinesischen Dialect gegeben hat, in dem das Zeichen eine auf r auslautende Silbe repräsentierte und bor oder bur gesprochen wurde. Vgl. Hirtb, Chinese equivalents of the letter r in foreign names, Journal of the China Branch of the R. A. S. for the year 1886, pag. 220. In der soeben citierten Arbeit werden noch viele andere Zeichen angeführt, die heutzutage in Canton ot gesprochen werden und in aus alter Zeit stammenden Trasscriptionen fremder Namen zu der Wiedergabe von auf r endigenden Silben dienen, wie z. B. (fe) 16 (nach Hirth mod.-cant.: (Ui-) wat, nach Williams u. a. mod.-cant.: (úi-) kwăt und (ui-) băt), das nach Hirth die Silbe gur oder ghur im Namen «Uigur or Vuighur» vertritt. F. W. K. Müllers Aufsatz über die «persischen» Kalenderausdrücke im chinesischen Tripitaka (Sitzungsberr. Kgl. Preuss. Ak. Wiss. 1907, pagg. 458 - 65) enthält eine Reihe soghdischer Wörter in manicbäischer Schrift und die Zeichen, die in alten chinesisch-buddhistischen Texten zu der lautlichen Wiedergabe der betref. fenden Ausdrücke benutzt werden. Eine vergleichende Betrachtung der chinesischen und der soghdischen Fassung eines Theils dieser Formen beweist dasselbe wie die soeben angeführten Beispiele, nämlich, dass viele Zeichen, die nach der mod.-cant. Aussprache Silben auf t darstellen in gewissen Fällen zu der Transscription nichtchinesischer Silben auf r dienen. Für unsere Zwecke ist es aber von grösserer Wichtigkeit, dass, wie Müller in der genannten Arbeit nachweist, das Zeichen z (nach Williams mod.-cant. üt) im Soghdischen durch 'ir (s) transscribiert wurde. Es handelt sich hier um ein dem Chinesischen entlehntes Wort, das die Soghdier natürlich so wiederzugeben suchten, wie ihre chinesischen Lehrmeister es aussprachen, und auch in diesem Fall entspricht dem mod.-cant. auslautenden t der Buchstabe r. Wir verfügen also neben einer grossen Anzahl von Beispielen für die Thatsache, dass das auslautende r nichtchinesischer Silben im Chinesischen unter Umständen durch Zeichen wiedergegeben wird, die mod.-cant. Ot lauten, auch über zwei Beispiele für das Factum, dass gewisse chinesiche Zeichen, die mod.-cant. 't lauten, in alten nichtchinesischeu Schriften durch Silben wiedergegeben werden, die auf r ausgehen, nämlich: (mod.-cant. sat) = uig. sar und Z (mod.-cant. üt) = soghd. 'ir. Eine, was den Auslaut anbetrifft, völlig analoge Bildung wäre natürlich (mod.-cant. făt)=uig. *pur. Wenn man schliesslich auch die koreanische Aussprache der drei Zeichen (nämlich: sal, il und pul) in Betracht zieht, die nach Hirth für die Beurtheilung von Fragen wie der vorliegenden nicht obne Bedeutung ist, so wird man kaum noch im Zweifel darüber sein, dass unter denjenigen Chinesen, welche sar sprachen, das Zeichen den Lautwerth pur oder bur hatte. 1) Gewöhnlich gehen in den Übersetzungen aus dem Chinesischen in das Uigurische der Wiedergabe von durch die die Worte me ye (Göttergott) voraus, denen in den Chinesischen Originalen nichts zu entsprechen pflegt. .
143 von dem *pur des betreffenden chinesischen Dialects ableiten. Was den zweiten Theil des Worts (xan) anbetrifft, so wäre er eventuell als ein türkischer Zusatz zu der Transscription des chinesischen Zeichens anzusehen), und es müsste angenommen werden, dass die Silben *pur und man im Lauf der Zeit zu einem Wort verschmolzen seien. Liesse sich auf diese Weise feststellen, dass das uigurische puryan wesentlich dem Chinesischen entlehnt ist, so wäre erstens ein neuer ) Hinweis auf die Priorität der Chinesen als buddhistischer Missionare unter den Uiguren gefunden, denn man muss doch annehmen, dass die Männer, von denen die Türken das Äquivalent für skt. buddha übernahmen, auch diejenigen waren, welche ihnen das Gesetz des Erleuchteten» zuerst zugänglich machten. Zweitens liesse sich diese Etymologie bei der Entscheidung der Frage, ob der Buddhismus oder der Manichäismus unter den Uiguren zuerst eingeführt wurde, zu Gunsten der Lehre Buddhas verwerthen, denn das Wort puryan kommt auch in den uigurischmanichäischen Texten als Bezeichnung der Propheten vor *). 1) Wie der Herr Akademiker Radloff, dem ich direct oder indirect alle meine das Türkische betreffenden Daten verdanke, mir hierzu mittheilt, wird das Wort xan (Bed.: Fürst) häufig türkischen Götter- und Götzennamen angehängt (aus den türkisch-buddhischen Schriften stehen mir für diese Erscheinung allerdings keine Beispiele zur Verfügung). Es liegt auf der Hand, dass man in dem Wort buddha sowie in seinen ausserindischen Äquivalenten nicht pur Gattungsnameu sondern auch nomina propria seben kann. Vgl. z. B. Abbijau kāh tåĦäpä (Radloff, Probeu der Volkslitteratur der türkischen Stämme, St. Petersburg 1866, I, 217) und Kaipakah aja kylai (ibidem I, 167). Auch Namen wie Kadyr-kan, die in den alttürkischen Inschriften zu der Bezeichnung von Gebirgen dienen, liessen sich als Analogien zu Pur-Xan anführen, denn es handelt sich offenbar um die nomina propria der die betreffenden Gegenden beherrschenden Berggeister. Vgl. Radloff, die Alttürkiscben Inschriften der Mongolei (St. Petersburg 1895), pag. 241, und pag. 135 der neuen Folge» desselben Werks (St. Petersburg 1897). Vielleicht enthält der Name Sirigini der in den uigurischen Texten gewöhnlich denjenigen der indischen Glücksgöttin Çri vertritt einen ähnlichen Zusatz? Vgl. oben pag. IV, und Müller, Uigurica, pag. 27. In der Dhāraṇī auf pag. 33 derselben Abhandlung findet sich hingegen einfach Siri. 2) Vgl. toyin. 3) Jedenfalls scheinen die Manichier das Wort purzan bei den Uiguren vorgefunden zu haben, denn dieser Ausdruck lässt sich in den bisher bekannt gewordenen iranisch-manichăischen Texten nicht nachweisen.
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Tišastvustik.
Tafel I.
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Tišastvustik, fol. 45b.
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